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Kreis droht Ferienhausbesitzern mit Kontrollen

Greifswald Kreis droht Ferienhausbesitzern mit Kontrollen

Hintergrund ist ein Streit um die Müllentsorgung – 300 Bürger wollen keine Jahresgebühr dafür zahlen

Greifswald. Eigentümer von Ferienwohnungen bzw. -häusern, die vorgeben, ihre Objekte im Jahr nur einige Monate lang zu nutzen, müssen mit Stichkontrollen von Behörden rechnen. Das kündigte Vize-Landrat Jörg Hasselmann (CDU) an. Man wolle so überprüfen, ob die betreffenden Objekte tatsächlich nur zeitweise bewohnt werden.

 

OZ-Bild

Jörg Hasselmann

Quelle: Foto: P. Binder

Hintergrund ist ein aktueller Streit um die Müllentsorgung: Mehr als 300 Besitzer von Freizeit- und Ferienimmobilien, vorrangig auf der Insel Usedom und im Raum Greifswald, haben Widerspruch gegen die ihnen vom Kreis in Rechnung gestellte ganzjährige Mülltonnenleerung eingelegt. Sie machen geltend, die ihren Ferienobjekten zugeordnete Mülltonne nicht ganzjährig zu befüllen, da ihre Wohnungen und Häuser nur wenige Monate belegt seien. Der Kreis, so ihre Forderung, möge die Müllgebühr deshalb nur für die Urlaubssaison (Anfang Mai bis Ende September) erheben.

Vor dem Kreis-Umweltausschuss äußerte Jörg Hasselmann am Montag Verständnis für das Anliegen der Beschwerdeführer. Zugleich ließ er Zweifel daran durchblicken, dass all jene ihre Objekte tatsächlich nur einige Monate im Jahr in Betrieb nehmen. „Wir werden hohe Hürden für die saisonale Bereitstellung einer Mülltonne aufbauen, weil das ansonsten nur ausgenutzt wird“, erklärte Hasselmann. In der Kreisverwaltung wird befürchtet, dass Ferienobjekte entgegen den Beteuerungen ihrer Betreiber doch das ganze Jahr über bewohnt werden und überschüssiger Müll illegal entsorgt wird.

Der Leiter des für die Abfallwirtschaft zuständigen Kreis-Umweltamts, Ingo Zölfel, erklärte, sämtliche Widerspruchsführer würden angeschrieben und aufgefordert, deutlich zu machen, dass sie ihr Objekt nicht ganzjährig nutzten. Für die von Jörg Hasselmann angekündigten Stichkontrollen baut der Kreis auf das Zutun der Kommunen und ländlichen Ämter, in deren Zuständigkeitsgebiet die Ferienhäuser bzw. -wohnungen liegen. Um wie viel Geld es bei dem Streit um die saisonale Mülltonne im Einzelfall gehen kann, verdeutlicht das Beispiel von Günter Nagel aus Greifswald. Dem Rentner wurden vom Kreis 110 Euro Jahresgebühr für die 14-tägliche Leerung einer 60-Liter-Tonne an seinem Bungalow am Loissiner Strand auferlegt. Er ging in Widerspruch und hofft nun auf die Genehmigung einer Saisonmülltonne. Die würde Nagel nur ein Bruchteil der Jahresgebühr kosten. Sven Jeske

OZ

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