Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Greifswald Kreistag stärkt Zuckerfabrik Anklam den Rücken
Vorpommern Greifswald Kreistag stärkt Zuckerfabrik Anklam den Rücken
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:59 31.07.2016

Sechs Monate nach der unkontrollierten Einleitung großer Mengen Ethanol in die Peene ist die Zuckerfabrik Anklam nun offenbar zu einer Zusammenarbeit mit Umweltverbänden bereit. Für den 15. März sei ein Treffen anberaumt worden, in dessen Verlauf ein Fabrik-Beirat für Umwelt und Öffentlichkeitsarbeit gebildet werden solle, kündete Anklams Bürgermeister Michael Galander an.

 Der Beirat, erklärte die agrarpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Beate Schlupp, sei vom Betreiber der Zuckerfabrik angeregt worden. Er solle dazu beitragen, das öffentliche Vertrauen in die Fabrik wieder herzustellen und die nach der Ethanolhavarie angeheizte Diskussion zu versachlichen. „Wir wollen weg vom Übereinander-Reden, hin zum Miteinander-Reden“, sagte Schlupp, die auch dem Kreistag angehört. Vor dem warb sie am Montag für ein politisches Bekenntnis zur einzigen verbliebenen Zuckerfabrik im Land. Die beschäftige 175 Menschen ganzjährig und weitere 29 über mehrere Monate. Auch bilde sie 24 Lehrlinge aus. Die Zuckerfabrik sei wichtiger Partner für mehr als 100 Zuliefererbetriebe und fast 400 Landwirte. Zudem Auftraggeber für zehn regionale Fuhrunternehmen.

 Die Fabrik sei ungeachtet der Havarie ein Erfolgsmodell, erklärte der SPD-Kreistagsabgeordnete Günther Jikeli. „Wir müssten alle daran interessiert sein, sie zu halten und zu unterstützen“, merkte er an. Auch die linke Kreistagsabgeordnete Mignon Schwenke bekannte, die Zuckerfabrik sei ein wichtiger Arbeitgeber, schränkte aber ein, „wenn alle gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden“. Ihre Fraktion sei für Transparenz. Die helfe, Misstrauen abzubauen.

 In einer Abstimmung bekannte sich eine Mehrheit des Kreistags am Montag zur Fabrik. Die Kreisverwaltung wurde beauftragt, „sich im Sinne einer frühen Öffentlichkeitsbeteiligung in einen zu gründenden Umwelt- und Öffentlichkeitsbeirat einzubringen“. Sie solle mit ihrer Fachkenntnis dabei unterstützen, die Öffentlichkeit zeitnah und umfassend über die Planungen, die Ergebnisse der Umweltprüfungen und die zu ergreifenden Maßnahmen zu unterrichten.

 Der Fabrikbetreiber, die niederländische Suiker Unie GmbH & Co. KG, beabsichtigt, ab 2017 mehr Zucker herzustellen. Dafür sollen bis zu 60 Millionen Euro in die Fabrik investiert werden. Laut Stalu sind von dem Vorhaben keine erheblich nachteiligen Umweltauswirkungen zu erwarten. Umweltverbände sehen das anders und fordern eine Umweltverträglichkeitsprüfung.

 Linksfraktion sowie die SPD/Grüne-Fraktion im Kreistag machten am Montag die Forderung nach einer zusätzlichen Messstelle in der Peene nahe der Farbik auf. Vizelandrat Jörg Hasselmann (CDU) erklärte, eine solche könne der Kreis nicht bezahlen. Es gebe zudem schon hinreichend Messstellen in der Peene. Eine Mehrheit des Kreistags lehnte das Ansinnen ab.

 



Sven Jeske

Krien/Greifswald Bei einem Hallenturnier des BSV 95 Krusenfelde, gespielt wurde in Krien, waren auch die C-Junioren des FSV Kemnitz und des SV Traktor Groß Kiesow (mit zwei Teams) dabei.

17.02.2016

Eltern und Jugendliche loben das Engagement von Silvio Brucki und Matthias Schröder

17.02.2016

Das Ostseebad Zinnowitz hat seit gestern noch mehr Stellflächen für Pkw. Im Dannweg wurde auf dem Gelände der ehemaligen Sporthalle ein neuer Parkplatz freigegeben.

17.02.2016
Anzeige