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Greifswald „Krupp des Ostens“ baute in Bansin Aus der 120-jährigen Geschichte des Seebades
Vorpommern Greifswald „Krupp des Ostens“ baute in Bansin Aus der 120-jährigen Geschichte des Seebades
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00:00 26.06.2017

In loser Folge erinnert Brigitte Fürhoff an den 120. Geburtstag des Seebades Bansin. Heute geht es um Max Wille, Maschinenmeister bei der Aktiengesellschaft Seebad Heringsdorf und als solcher finanziell nicht so gut aufgestellt, sowie seinen Schwager Otto Rabiger, der Kapitän bei den Schichau-Werken in Königsberg war, und Max Wille half.

Schichau galt damals als „Krupp des Ostens“ und war entsprechend bedeutend. Otto Rabiger hatte sich dort bereits einen Namen gemacht. Im Auftrag der Reederei war er schon bis Brasilien gekommen und nur er war bereit, Torpedoboote, die Schichau gebaut hatte, unter eigenem Dampf durch unbekannte Gewässer nach China zu bringen. Es gelang ihm, nicht zuletzt auch, weil seine Mannschaft ihm traute, sie fühlte sich bei ihm sicher.

Gemeinsam bauten sie nun das Hotel „Meeresstrand“, das zum kulturellen Mittelpunkt des Seebades Bansin werden sollte, bis es 1993 der Abrissbirne zum Opfer fiel. Noch heute trauern viele Einheimische und auch Gäste diesem Haus nach, das eng mit der Geschichte des Ortes verknüpft war.

Im Sommer 1911 befehligte Otto Rabiger den Dampfer „Elbing VIII“, der erst zwei Jahre alt war. Mit 13 Mann Besatzung und seiner Frau an Bord war er von Rotterdam aus unterwegs nach Königsberg. Er hatte Koks und Eisen geladen. Noch in der Nordsee – wahrscheinlich vor Borkum (genau konnte das nie geklärt werden) – geriet er in einen orkanartigen Sturm. Seine Frau hatte sich seekrank in ihre Kajüte zurück gezogen, als eine mächtige Welle das Schiff zum Kentern brachte. Dadurch explodierte der Kessel, der Untergang war unvermeidlich. Zwischen Borkum und dem Terschellinger Feuerschiff wurden drei Mann der Besatzung aus tobender See gerettet und die Leiche der Kapitänsfrau konnte geborgen werden. Die übrigen blieben zunächst verschollen.

Zumindest Otto Rabiger konnte gefunden werden. Er ist zusammen mit seiner Frau in Heringsdorf beerdigt worden. Sein Grab wird von der Gemeinde gepflegt.

OZ

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