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1. Akt Greifswald

Greifswald 1. Akt Greifswald

Die Galerie STP, die Sparkassenfiliale am Markt und sechs Geschäfte zeigen nackte Tatsachen

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Die Aktaufnahmen in den Schaufenstern in der Innenstadt finden viel Beachtung.

Quelle: Fotos: Cornelia Meerkatz

Greifswald. „1. Akt Greifswald“: Das Wortspiel lässt mehrere Assoziationen zu. Gemeint sein kann der Teil eines Theaterstücks, aber es passt auch ebenso gut zu einem Foto oder einem Kunstobjekt. Für „1. Akt Greifswald“, die neue Ausstellung der Galerie STP im Westend, sind beide Inhalte passend, wie der Inhaber der Galerie, Peter Konschake, betont. Denn die neue Exposition der 2010 gegründeten Galerie teilt sich in zwei Bereiche.

OZ-Bild

Die Galerie STP, die Sparkassenfiliale am Markt und sechs Geschäfte zeigen nackte Tatsachen

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Seit 22. September hängen in der Galerie 37 Aktaufnahmen von zehn verschiedenen professionellen Künstlern. Der zweite Bereich der Ausstellung ist verteilt auf die Caspar-David-Friedrich-Filiale der Sparkasse Vorpommern am Markt und sechs Läden in der Innenstadt. Dort sind 18 (Sparkasse) bzw. elf Aktaufnahmen (Geschäfte) von vier ehemaligen Studenten der Uni Greifswald zu sehen. 2014 brachten sie den Kalender „Uni blank“ heraus und wollten damit auf die prekäre Finanzsituation der Greifswalder Alma mater aufmerksam machen.

„Der Kalender der Studierenden war für mein Ausstellungskonzept der Auslöser“, gesteht Konschake. „Ich wollte die tolle Idee der jungen Leute neu aufleben lassen, denn sie hat einfach mehr Aufmerksamkeit verdient“, so der Galerist. Dass in sechs Innenstadtläden ebenfalls Bilder der Studierenden gezeigt werden, bringe nach seinen Worten das Thema Akt wieder in Richtung Theater.

„Besucher der Innenstadt haben so in den Schaufenstern von E&N, Jesske fe minin, Lady M., dem Brillenhaus, den Männermoden Krafczyk und der Parfümerie Christin sechs verschiedene Bühnen zum Schauen“, erläutert Konschake - und behält bereits während des Eröffnungsrundgangs Recht. Viele Besucher drücken sich an den Scheiben die Nasen platt. Die Rede ist von sehr ästhetischen Aufnahmen. Frank Embach, Hermann und Birgit Jesske, Madeleine Leschitzky, Jens Krafczyk, Frank Borstel und Horst Lutz, die Inhaber der Geschäfte, freuen sich über die Resonanz.

Auch in der Sparkassenfiliale sorgen die Schwarz-Weiß-Aufnahmen für viel Gesprächsstoff. Regionaldirektor Jörg Berner freut sich darüber. „Wir schlagen hier sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe“, erklärt er. Zum einen würden die Arbeiten der ehemaligen Studierenden noch einmal in den Fokus gerückt, zum anderen sehe mancher Besucher auf diese Weise erstmals die Schönheit der CDF-Filiale, „die eben nicht nur eine Bank ist“, so Berner.

Konschake macht darauf aufmerksam, dass es zwischen den Bildern aus dem Jahr 2014 für den Unikalender und der Aktfotografie der Künstler der Galerie einen deutlichen Unterschied gibt. „Es geht nicht um die Qualität, die ist überall top“, sagt der Galerist. Vielmehr gehe es um die Interpretation der Arbeiten. Nicht „nackt“, sondern „Akt“ sei bei diesen Arbeiten die Devise. Der künstlerische Anspruch der Fotografen mache die Vielfalt des Genres deutlich.

Einer der Künstler, die in der Ga- lerie ausstellen, ist Vincent Leifer aus Kühlenhagen (Gemeinde Katzow). Sein großformatiges Werk „Eldorado“ ist einer der Hingucker der Ausstellung. „Wer sich beim Betrachten einen Moment Zeit nimmt, wird feststellen, dass es mir um viel mehr als nur die nackten Oberkörper der beiden jungen Frauen geht. Die Auseinandersetzung mit dem Körper ist auch eine Auseinandersetzung mit der Natur und ihren dort geltenden Gesetzen, ist ein Reflektieren von Schönheit und Vergänglichkeit“, betont Leifer. Jeder Künstler strebe nach Perfektion, nach idealen Formen, Farben, Licht und Gestaltung. Die Umsetzung in den Werken sei völlig unterschiedlich und mache den Reiz dieser Ausstellung aus.

Hingucker

Die Ausstellung „1. Akt Greifswald“ ist noch bis zum 18. November in der Galerie STP, in der Caspar-David-Friedrich-Sparkassenfiliale am Markt und in sechs Innenstadtgeschäften zu sehen. Die Galerie zeigt 37 Aktaufnahmen professioneller Bildautoren. Weitere 18 sind in der Sparkassenfiliale und noch einmal elf in den Geschäften ausgestellt. Sie alle stammen von früheren Studenten.

Cornelia Meerkatz

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