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Alte Bücher über Pommern jetzt im Internet frei zugänglich

Greifswald Alte Bücher über Pommern jetzt im Internet frei zugänglich

Verleger Steffen Herbst aus Mecklenburg digitalisiert und illustriert Schriften über das Land am Meer / Angebot wird ständig ausgeweitet

Greifswald. Bequem vom Sofa aus zu jeder Tageszeit in alten pommerschen Schwarten lesen – das ermöglicht der Lexikus-Verlage aus Bad Kleinen. Und das nicht in den älteren Druckbuchstaben (meist Fraktur), sondern so, dass es heutige Interessenten problemlos lesen können. „Und das kostenlos“, betont Verleger Steffen Herbst, der mit seiner Frau Carola 2007 das Internetportal www.lexikus.de/bibliothek gründete.

 

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Diese Bücher sind neueren Datums. Wer Älteres sucht, wird bei Lexikus fündig.

Quelle: Kai Lachmann
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Carola Herbst legte mit Buchrecherchen Grundlagen.

Quelle: sh
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Diese Bücher sind neueren Datums. Wer Älteres sucht, wird bei Lexikus fündig.

Quelle: Kai Lachmann

„Steffen Herbst ist inzwischen in Mecklenburg gut sortiert“, ergänzt Nils Jörn, Mitglied der Historischen Kommission für Pommern und Vorsitzender der in Greifswald ansässigen David-Mevius -Gesellschaft. „Ich habe ihm gesagt, dass es auch in Dörfern im Ostteil von Mecklenburg-Vorpommern nicht überall Bibliotheken gibt.“

Nun arbeite Steffen Herbst mit seiner Frau Carola an einer Pomeranica-Abteilung. Beispielsweise zu Usedom und den beiden vorpommerschen Oberzentren Greifswald und Stralsund sowie Usedom befinden sich bereits zahlreiche Einträge in der Datenbank. So gibt es dort eine große Märchen- und Sagensammlung. Zu den letzten Projekten gehörte eine Geschichte der Stadt Greifswald aus dem Jahre 1860, die – zusätzlich mit Bildern illustriert – ebenfalls über das Internetportal zugänglich gemacht wurde. „Ich habe schon einige interessante Dokumente bei Lexikus gefunden“, lobt Jörn. Herbst verweist auf Dankesschreiben Usedomer Hoteliers, die dank der bei Lexikus gefundenen Schriften Informationen für Touristen fanden.

Das bisherige Angebot der Bad Kleinener kommt offensichtlich an.„Seit dem Start 2007 haben rund 1,9 Millionen Gäste aus 199 Ländern insgesamt rund 21 Millionen Seiten eingesehen“, erzählt Steffen Herbst. Die deutschsprachigen Länder würden naturgemäß die Mehrzahl der Nutzer stellen. Aber auch viele Bürger anderer europäischer Länder würden gern auf den Lexikus-Seiten surfen. Steffen Herbst verweist auf ständig kräftig steigende Besucherzahlen. Das erfolge im gleichen Takt wie die Suchmaschinen Stichworte der Seiten aktualisieren.

„Geschichte wird lebendig, wenn wir alte Bücher lesen“, sagt Steffen Herbst. „Das ist aber in der Praxis nicht so leicht.“ Neben der erwähnten schwierigen Lesbarkeit der älteren Druckbuchstaben habe das einen zweiten wichtigen Grund: Die alten Bücher, für die das Urheberrecht nicht mehr gilt und die damit „gemeinfrei“ sind (Autor und Übersetzer müssen mindestens 70 Jahre tot sein), stehen meist nur noch in Bibliotheken und können häufig nur in Lesesälen benutzt werden. Das Erscheinungsjahr der Schriften auf der Lexikus-Seite liege größtenteils zwischen 1790 und 1930. Diese Bücher würden nun eingescannt und Frakturschrift in moderne Antiquaschrift umgewandelt, Fehler korrigiert und mit Bildern versehen im Netz zur Verfügung gestellt. Auf Anfrage können Interessenten ein Druckexemplar erhalten. „Wir möchten noch einen Schritt weitergehen und unaufdringliche Werbung für unser Bundesland machen“, erzählt Steffen Herbst. Dazu habe man eine Lexikus-Seite als Verknüpfungspunkt mit Informationen über Museen, Bildungseinrichtungen, Bibliotheken, Archive und Vereine eingerichtet. Woher das Geld für die viele Arbeit kommt? Zielgerichtete Werbung auf den Seiten zum Beispiel für Hotels ist ein Weg. Aber zuerst und vor allem leben Carola und Steffen Herbst von ihrem Verlag. „Wir haben gute Projekte.“ Beispielsweise die Neupublikation der 1923 erschienenen Geschichten von Hein Hannemann, zu dessen Fans der Rostocker Oberbürgermeister Roland Methling gehört.

Die Bibliothek des Lexikus-Verlags

2003 begann Carola Herbst mit der Recherche für Familiensagen in Mecklenburg. Die Recherchen wurden zur ersten Grundlage der Onlinebibliothek www.lexikus.de/bibliothek, 2007wurde die Bibliothek eröffnet. Aktuell stehen mehr als 3500 Publikationen in 30 Themenbereichen zur Verfügung. Die Werke stammen großteils aus den Jahren 1790 bis 1930.

100 Einträge finden Nutzer der Onlinebibliothek in ganz unterschiedlichen Themenfeldern jeweils zu den beiden Oberzentren Greifswald und Stralsund. Gützkow ist im Stichwortverzeichnis übrigens einmal verzeichnet.

Das aktuellste Buch zum Land am Meer ist der „Geologische Führer durch Pommern - III. Ausflüge auf Rügen“ des Greifswalder Professors Wilhelm Deecke von 1899.

Eckhard Oberdörfer

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