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Alte Feldsteinscheune soll Vielen nutzen

Wrangelsburg Alte Feldsteinscheune soll Vielen nutzen

Für ein 400 Jahre altes Lagerhaus in Wrangelsburg gibt es eine Vision / Ob sie wahr wird, hängt vom Geld ab

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Fürs erste wird die Scheune leergeräumt. Dann kommen Handwerker. Fast 80000 Euro liegen für das Dach bereit.

Quelle: Sven Jeske

Wrangelsburg. Stroh, überall Stroh. Mehr als 400 Jahre alt sind die Mauern der Feldsteinscheune vis-a´-vis von Schloss Wrangelsburg. Jetzt, da sie leergeräumt werden, kommt vor allem eines zum Vorschein: Stroh. Zwei große Bauschuttcontainer sind voll damit, x weitere werden noch benötigt.

OZ-Bild

Für ein 400 Jahre altes Lagerhaus in Wrangelsburg gibt es eine Vision / Ob sie wahr wird, hängt vom Geld ab

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Jahrzehntelang interessierte sich niemand für die Masse ausgedroschener, trockener Halme, die das gut 60 Meter lange Gebäude mitten im Dorf füllte. Jetzt aber soll sie weg. Herbert Kautz schwebt Großes vor: Die Scheune, immerhin älteste ihrer Art im Gebiet des Altkreises Ostvorpommern, könnte zu einem vielfach genutzten Haus werden. Von einem Veranstaltungssaal spricht der Vorsitzende des Gemeinde-Bauausschusses. Plus Küche und sanitären Einrichtungen. „Das Büro des Bürgermeisters könnte hier eines Tages ebenso eingerichtet werden wie ein Beratungsraum für die Gemeindevertreter“, erklärt Kautz. Nicht zuletzt ließe sich die Gemeindetechnik dort unterbringen. „Ich weiß nicht, ob alles so gelingt“, räumt Kautz an. „Aber“, fügt er hinzu, „man muss Visionen haben.“

2,5 Millionen Euro kostet seine. Fast 80000 Euro bekam die Gemeinde fürs erste. Damit soll nun das schadhafte und größtenteils mit Asbestplatten versehene Scheunendach notdürftig instandgesetzt und mit Blech neu eingedeckt werden. Am 27. Februar hatten 17 Dorfbewohner das unmittelbare Umfeld der Scheune von Wildwuchs befreit, weitere freiwillige Arbeitseinsätze folgten. Nun sollen Profis ran. Am Freitag, heißt es, werde die Scheune dazu eingerüstet.

Derweil denkt Herbert Kautz schon wieder weiter. 130- bis 160000 Euro jährlich würden benötigt, um die Arbeiten am Objekt kontinuierlich fortzusetzen. „Wir müssen Klinken putzen gehen, etwa bei den Stiftungen“, sagt er. Auch auf Leader – das EU-Förderprogramm für den ländlichen Raum – hofft er.

2015 wurde die Feldsteinscheune von Wrangelsburg in punkto Leader nicht berücksichtigt. Bis Mitte Juli haben die Wrangelsburger nun Zeit, sich neuerlich um Geld aus diesem Programm zu bewerben. „Der Aufbau und die Nutzbarmachung der Scheune könnte positive Effekte für unsere Gegend haben“, wirbt Herbert Kautz schon mal.

Ganz neu ist der Fall Wrangelsburg aus Leader-Sicht nicht. Im Jahr 2004 billigte man der Kommune 25000 Euro zu, damit sie den Zustand der Scheune umfassend untersuchen und daraus ableitend Vorschläge für mögliche Nutzungen erarbeiten lassen konnte. Die seinerzeit von einem Unternehmen in Neubrandenburg erstellte Entwurfsplanung wurde zehn Jahre später zur Grundlage für einen neuen Anlauf.

Die Gemeindevertretung hat grundsätzlich beschlossen, die Feldsteinscheune wieder aufzubauen. Das allein müsse nichts bedeuten, räumt Herbert Kautz ein. Aus seiner Sicht zeugt der Beschluss zumindest von einer Aufgeschlossenheit dem Vorhaben gegenüber.

Das dürfte sich im Dorf längst herumgesprochen haben. Wer bislang daran zweifelte, dass es Herbert Kautz und anderen ernst mit der Scheune ist, sieht sich nun womöglich eines Besseren belehrt. Noch liegt viel Stroh im und am über 400 Jahre alten Gemäuer. Ein Landwirt will helfen, es über kurz oder lang wegzubringen. „Vielleicht“, sagt Kautz, „kann er es auf seinem Feld ausbringen.“

Sven Jeske

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