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Bilder mit Ooh- und Aah-Effekt

Greifswald Bilder mit Ooh- und Aah-Effekt

Photoclub Nord kann auf lange Tradition und zahlreiche Ausstellungen zurückblicken

Greifswald. Fotografen mit Fotos beeindrucken? Es gibt leichtere Aufgaben. Der Blick des Experten findet oft selbst am vermeintlich perfekten Bild noch kleine Schwachstellen – sei es beim Motiv oder der Bildkomposition, bei der technischen Umsetzung, der Belichtung, dem Bildbeschnitt, der Nachbearbeitung oder bei vielen anderen Aspekten.

Als Claus Grundmann kürzlich den Kollegen vom Photoclub Nord seine Bilder vorstellte, war nicht mal im Ansatz Kritik dieser Art zu hören. Stattdessen kamen den Hobby-Fotografen „Oohs“ und „Aahs“ über die Lippen bei jedem der zwölf Bilder, die der Rügener an die Wand warf. „Ich bin der einzige, der noch mit analoger Technik arbeitet“, erzählt er. Die anderen rund 20 Photoclubber nutzen digitale Möglichkeiten. Grundmann berichtet auch davon, dass er oft sehr früh am Morgen aufbricht, um die Naturmotive im stimmungsvollen Licht der aufgehenden Sonne abzulichten. Seine Ostseeküstenlandschaften werden nun im Technologiezentrum Vorpommern (TZV) in der Brandteichstraße ausgestellt.

„Dort zeigen wir schon seit mehr als zehn Jahren unsere Bilder“, erzählt Mario Tschirn, der seit vielen Jahren im Club mitmacht, „mal in Gemeinschaftsausstellungen, mal in Personalausstellungen wie jetzt von Claus.“ Und längst nicht nur dort. Unter anderem waren auch in der Stadtbibliothek, dem Rathaus, im Kreiskrankenhaus Wolgast oder auf Schloss Griebenow schon Bilderschauen. Bis zum 27.

April ist noch eine Gemeinschaftsausstellung im Greifswalder Biotechnikum in der Rathenaustraße zu sehen. Titel: „on the road“. Und auch im Kursana Domizil hängen oftmals Werke der Hobby-Fotografen.

„Dort stellen wir als Gegenleistung dafür aus, dass wir da einmal im Monat unsere Clubabende abhalten können“, berichtet Tschirn.

Jüngst hingen dort Bilder von Jürgen Rother, der den Club lange Jahre leitete. Seine Motive in schwarz und weiß zeigten das Greifswald zu DDR-Zeiten und waren auch im Pommerschen Landesmuseum in der Schau „Der private Blick“ zu sehen und haben dort viel Resonanz erfahren. Die Fotografen, die aus Greifswald, dem Umland, von den Inseln Rügen und Usedom kommen, freuen sich natürlich immer, wenn ihre Werke den Weg in die Öffentlichkeit finden. „Hin und wieder wird auch mal eins verkauft aber dafür machen wir das nicht“, sagt Katharina Wittfeld, die sich mit Fotografie etwas nebenbei verdient. Sie fertigt Bilder für Datenbanken an, macht aber gerne auch Reportage-Fotos. Beruflich fotografierte früher auch Christine Wolf. „Ich habe für die Universität Bilder gemacht für Forschung und Lehre, unter anderem bei Operationen.“ Heute zählen Landschaften und Porträts zu ihren Lieblingsmotiven. Neben Hartmut Schmeling ist sie eines der ältesten Mitglieder des Clubs, der 1968 von damaligen Lubminer Kernkraftwerkern gegründet wurde. „Wir sind kein Verein“, betont Mario Tschirn, „sondern eine Interessengemeinschaft“.

Bei den monatlichen Treffen – an jedem ersten Montag im Monat – werden aktuelle und künftige Projekte besprochen. „Was soll das Thema unserer nächsten Gemeinschaftsausstellung werden?“, fragt Simone Matthey und erzählt, dass sie sich von der Selbstinszenierung einer Fotografin inspiriert fühlte, die sich in einem roten Kleid in einen Fluss legte und dann ablichtete. „Vielleicht können wir uns auch gegenseitig fotografieren?“ Einen Workshop soll es geben. Dann könnten noch die Themen „Lesen“ und „Lieblingsbuch“ aufgenommen werden. Wie das alles aussehen soll? Ideen gibt es viele, es wird lebhaft diskutiert. Man merkt, dass die Photoclubber ihr Hobby lieben – sie haben sofort zahlreiche Bilder im Kopf.

www.photoclub-nord-greifswald.de

Kai Lachmann

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