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Zinnowitz Das Duell der Feuerwerker

Zinnowitz erlebt die Pyro Games: 7000 Gäste verfolgen buntes Spektakel

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Musik und Feuerwerk über dem Wasser - die Kombination stimmte am Samstagabend in Zinnowitz.

Quelle: Foto: Henry Böhm

Zinnowitz. Mit dem Countdown „Zehn, neun, acht . . .“ zählten die Zuschauer mit dem Moderator die Sekunden herunter, bis das erste Feuerwerk den Zinnowitzer Abendhimmel erleuchtete. Es war Samstag, kurz nach 22 Uhr – die „Pyro Games“ am Strand des Ostseebades erreichten ihren Höhepunkt. Farbige Kugelbomben schossen von der Seebrücke nach links und rechts in die Luft. Die ersten Begeisterungsrufe mischten sich zwischen die spektakulären Spezialeffekte.

OZ-Bild

Zinnowitz erlebt die Pyro Games: 7000 Gäste verfolgen buntes Spektakel

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Die Pirnaer Firma Kürbs Feuerwerke machte den Anfang. Zu Filmmusiken gab es eine fantastische Feuerwerks-Choreografie. Nach gut zehn Minuten war das Spektakel vorbei – rund sieben Stunden hatten die Sachsen für den Aufbau auf der Seebrücke benötigt. „Das war eine enorme logistische Herausforderung, weil wir hier ja nicht mit unseren Fahrzeugen vorfahren können“, so Mathias Kürbs, der am Ende in der Zuschauergunst – per Telefonvoting wurde abgestimmt – von den drei Feuerwerkern hinten lag.

Die meisten Stimmen holte sich „Chris Feuerwerke“ aus Berlin, die das erste Mal bei den Pyro Games dabei und von der Atmosphäre begeistert waren. „So eine Show am Meer ist immer was Besonderes“, schwärmte Mathias Bayer vom Siegerteam.

Während am Strand rund 3000 Gäste die drei Feuerwerke sowie die Laser- und Feuershow verfolgten, kamen auf der Promenade rund 4000 Besucher dazu. „Eine deutliche Steigerung zur Premiere im vergangenen Jahr“, sagte gestern Sven Gundlach, technischer Leiter der Zinnowitzer Kurverwaltung. Rund 100 Kräfte – Wachleute, Rettungsdienst, Feuerwehr und Mitarbeiter der Kurverwaltung – sicherten die Veranstaltung ab, die laut Gundlach „sehr gut abgelaufen ist“. Und die 2018 auf jeden Fall wieder im Zinnowitzer Veranstaltungskalender steht. „Dann werden wir aber wieder auf den Herbst ausweichen, wahrscheinlich in den Ferien“, kündigte Gundlach gestern an.

Sicherlich ist dann auch wieder mit Jürgen Matkowitz ein „alter Hase“ der Szene dabei, der diesmal den riesigen Siegerpokal (größer als bei der Formel 1) knapp verfehlte. „Die Show war klasse. Leider zog ich die Nummer 3, da fing es an zu regnen, es wurde kalt und viele gingen schon“, bilanzierte er am Tag nach der Show.

Angela und Christoph Kleimeier blieben bis zum Schluss. Das Paar aus Himmelpforten bei Stade war begeistert vom Feuerzauber am Himmel und den tanzenden Laserstrahlen. „Das war sehr beeindruckend.

Hier wurde auf einer Riesenleinwand ein Lichtgemälde gezaubert, grandios“, meint Christoph Kleimeier, der sich mit seiner Frau das VIP-Paket gönnte.

Das sind die Feuerwerker: Sie setzen auf klassische bis rockige Musik

Mathias Kürbs aus Pirna setzt bei seinem zehnminütigen Programm auf Filmmusik, die „aber gemafrei ist“, wie er betont. Die Musik ist nur an Filmklassiker, wie beispielsweise „Fluch der Karibik“

angelehnt. Kürbs Feuerwerke schießt in der Show von der Zinnowitzer Seebrücke rund 400 Kugelbomben und mehrere Ein-Schuss-Module in den Himmel. „Wir sind sehr viel an der Ostsee unterwegs. Unsere Feuerwerke gibt es auch bei der Kieler Woche oder bei der Hanse Sail“, sagt Kürbs, dessen Firma seit 1996 existiert.

Mathias Bayer aus Berlin setzt beim Feuerwerk auf klassische Musik als Begleitung für das Spektakel am Himmel. Etwa 250 Kugelbomben und „jede Menge Batterien“ hat die Firma „Chris Feuerwerke“

dabei. Bei der Melodie zum zehnminütigem Programm handelt es sich ausnahmslos um Eigenkompositionen. Bayer liebt die Pyroshow an der Küste, weil sich die Farben auf dem Wasser so eindrucksvoll spiegeln. Er setzt bei seinem gold-silbernen Effekt-Finale auf Blumennamen wie Dahlien oder Chrysanthemen.

Jürgen Matkowitz aus Berlin ist von Hause aus Musiker. Daher gibt es bei seinem Feuerwerk und den Licht- und Lasershows nur Musik von seiner Frau, die er im Tonstudio bearbeitet. Der Hauptstädter schwört zu seinen rund 330 Kugelbomben vor allem auf rockige Musik. Matkowitz, der jetzt die Firma Apollo art of laser & fire betreibt, spielte einst bei der Klaus Renft Combo und in der Band von Frank Schöbel. Seine Finalbox beim Feuerwerk hat es in sich: 665 Schuss in acht Sekunden. hni

Henrik Nitzsche

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