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Die Dänen bleiben in Vorpommern

Greifswald Die Dänen bleiben in Vorpommern

Großartige Schau der Kopenhagener Malerschule im Landesmuseum / 2018 soll Galerie der Romantik öffnen

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Johan Tomas Lundbye „Winterlandschaft“, ein Ölgemälde auf Leinwand, stammt aus dem Jahre 1845.

Quelle: Eckhard Oberdörfer

Greifswald. „Die Dänen sind nun alle da und werden uns nicht wieder verlassen“ So fasste Birte Frennsen, Kunsthistorikerin des Pommerschen Landesmuseums, am Sonnabend die frohe Botschaft bei der Eröffnung der Ausstellung „Kopenhagener Malerschule“ zusammen.

OZ-Bild

Großartige Schau der Kopenhagener Malerschule im Landesmuseum / 2018 soll Galerie der Romantik öffnen

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Die Greifswalder Ausstellung ist dreimal besser als die in Berlin.“Christoph Müller, Kunstsammler

Gezeigt werden 37 Werke aus der Sammlung Christoph Müllers. Dazu kommen unter anderem noch Leihgaben der Berliner Nationalgalerie und Werke aus dem Bestand des Landesmuseums. Müller schenkte den Greifswaldern insgesamt 152 Gemälde sowie 222 Zeichnungen und Grafiken. Seine Kollektion gilt als bedeutendste Privatsammlung dänischer Kunst des 19. Jahrhunderts in Deutschland.

Die Lebenswege Philipp Otto Runges, Caspar David Friedrichs und Co. sind eng mit der Kunstakademie Kopenhagen verbunden. Die „Wiege der deutschen Romantik“ war einst die modernste Kunstschule Europas.

Die aktuelle Schau sei ein Vorgeschmack auf das Kommende, versichert Frenssen. Denn der Bund gibt – ohne, dass das Land etwas hinzugeben muss – fünf Millionen Euro für den Neubau einer Galerie der Romantik. Dort soll Müllers Schenkung ausführlich gewürdigt werden. 2018 ist die Eröffnungsfeier geplant. Dann wird Müller 80 Jahre alt. Bildungsminister Mathias Brodkorb nannte die Ausstellung denn auch den Startschuss für die Galerie der Romantik. Das Bildungsministerium gibt 100 000 Euro für die Erarbeitung eines wissenschaftlichen Kataloges. Zudem soll über zwei Promotionsstipendien an der Universität Greifswald der Zusammenhang zwischen deutscher und dänischer Romantik genauer erforscht werden. Für Kilian Heck, Professor für Kunstgeschichte in Greifswald, ist es die Möglichkeit, über die Erforschung der Sammlung Müllers die Bande zwischen Landesmuseum und Ernst-Moritz-Arndt-Universität noch enger zu knüpfen. Dänen und Deutsche verbänden in der Romantik gleiche Motive, schätzt er ein. Aber die Werke der dänischen Romantiker seien beispielsweise weniger religiös inspiriert. Für Heck ist Hiddensee mit seinem Seminarzentrum übrigens einer der schönsten Teile der Uni. Wenn er mit seinen Studenten auf dem Grillplatz sitze, dann sei in der Ferne die Insel Møn mit ihren Kreidefelsen zu sehen. Und Kreidefelsen sind Motive der Romantiker beider Länder.

Christoph Müller fand vor großem Publikum, darunter nahezu die komplette Greifswalder Prominenz, viele gute Worte für den Norden. Der gebürtige Stuttgarter und frühere Verleger und Chefredakteur des Tübinger Tagblattes hat seinen Erstwohnsitz nun in Sassnitz. Greifswald sei sein zweites Tübingen, sagt er.

In der Alten Nationalgalerie in Berlin läuft derzeit auch eine Auststellung zur Kopenhagener Malschule, zu der Müller Arbeiten beisteuerte. „Die Greifswalder Ausstellung ist dreimal so schön wie die in Berlin“, schätzt der Sammler ein.

Eckhard Oberdörfer

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