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Ein Fest im Flair der Jahrhundertwende

Ein Fest im Flair der Jahrhundertwende

Heute beginnen die 19. Heringsdorfer Kaisertage / Viele Attraktionen bis einschließlich Sonntag / Höhepunkt ist der Festumzug

Heringsdorf Die Kaisertage kehren zurück auf den Heringsdorfer Platz des Friedens. „Wir haben da angefangen. Die ersten acht Jahre waren wir in der Friedensstraße“, erklärt Georg Kurze, der für den Eigenbetrieb Kaiserbäder das fünftägige Event organisiert. Bereits im vergangenen Jahr wurde die Festmeile bis zum Platz des Friedens verlängert. Allerdings nur mit mäßigem Erfolg, so Kurze.

Deshalb werden bei den kommenden, dann schon 17. Heringsdorfer Kaisertagen noch mehr Attraktionen am Ende der Friedensstraße zu erleben sein. Von heute bis 7. August ist der runde Platz Bühne für Marco Assmanns Flohzirkus, der täglich drei Vorführungen geben wird, für Laschis Kaspertheater, die „Übersee Kuriositätenschau“ und das nostalgische Photokabinett „Teslamat“. Hier können sich Besucher stilvoll einkleiden und inmitten von retrofuturistischen Apparaturen von einem mechanischen Photoapparat, dem Teslamat, ablichten lassen.

Am Samstag und Sonntag wird Ingbert Völker mit einer Wäscherei und Seilerei historisches Handwerk zum Ausprobieren sowie ein Spiegelkabinett mitbringen und auf dem Platz des Friedens präsentieren.

Abgerundet wird das Geschehen dort durch vier gastronomische Stände unter anderem mit Wein und Backwaren.

„Es geht darum, dass an ganz vielen Stellen was passiert. Deshalb haben wir auch lauter kleine Gruppen, die sich bewegen können“, erläutert Kurze das Konzept. Er hofft, dass das Publikum „Orgel Kalle“, „Monsieur Pompadour“ und „Fischer Petri“ folgt, die allesamt sowohl auf dem Konzertplatz, als auch an der Promenade und auf dem Platz des Friedens auftreten. Neu wird in diesem Jahr die Wegeführung des Festumzuges am Samstag, den 6. August, sein. Gestartet wird nach wie vor am Maritim Hotel. Über die Seestraße und Brunnenstraße geht es dann in die Friedensstraße, allerdings nun nach links und über den Platz des Friedens in die Delbrückstraße. Über die Zufahrt zur Seebrücke führt der historische Umzug dann auf die Promenade und zum Konzertplatz.

Wie Kersten Fubel vom Förderverein Kleinkunst Insel Usedom betont, gibt es für interessierte Teilnehmer genügend historische Kostüme, die der Verein aus seinem Fundus und das Theater Vorpommern als Leihgabe anbieten. „Für 200 Personen reicht es“, sagt der Vereinsvorsitzende, der selbst auch jedes Jahr begeistert dabei ist. Die Kostüme können am Freitag von 16 - 19 Uhr und am Samstag von 11 - 14 Uhr ausgeliehen werden.

Natürlich darf das kaiserliche Paar nicht fehlen, das am Samstag direkt vor dem Festumzug durch Wachtmeester Pickelhering begrüßt wird. Am Sonntag, nach einem Bad des Kaisers in der Ostsee, wird das Paar wieder verabschiedet. Ebenso fester Bestandteil der Kaisertage sind der Kunsthandwerkermarkt entlang der Promenade, der täglich von 11 – 22 Uhr (am Samstag bis 23 Uhr) geöffnet ist, und das Höhenfeuerwerk am Samstag um 23 Uhr.

Weitere Höhepunkte sind die abendlichen Konzerte in der Konzertmuschel mit Bands, die „alle qualitativ sehr gut“ sind, wie Georg Kurze beteuert.

Der heutige Abend gehört jungen Bands wie „Johnny Rockskin“. Am Donnerstag spielen „Sonido del Mundo“ Modern Jazz und Musik mit afrokubanischen Einflüssen.

Weltmusik mit „Django Lassi“ folgt am Freitagabend und bester Deep Purple-Sound am Samstag mit „Purple Mania & String Ladies“. Hardrock gepaart mit Streicherharmonien. Auf den Sonntagabend schließlich dürfen sich alle Bigband-Fans freuen, wenn das „Roy Frank Orchestra“ Musik der deutschen Fernsehbigbands der 60er- und 70er-Jahre spielt.

Samstag: 23 Uhr Höhenfeuerwerk;

Sonntag: 17.30 Uhr, Konzertmuschel, Verabschiedung des Kaiserpaares

Dietmar Pühler

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