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Ein Konzert der Extraklasse

Greifswald Ein Konzert der Extraklasse

Über 900 Zuhörer kamen am Samstag in den Dom, um Unisinfonieorchester und Unichor unter Leitung von Harald Braun zu erleben.

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Jeder Ton ein Genuss: Die Carmina Burana-Aufführung des Unichores begeisterte die Zuhörer im Dom. Fotos (4): Peter Binder

Greifswald. „Es war phantastisch!!!“ Dieser Satz mit mindestens drei Ausrufezeichen war am Samstagabend nach dem wunderbaren Konzert im Dom St. Nikolai immer wieder zu hören.

Begeistert und fröhlich: so spazierten die gut 900 Zuhörer nach Hause oder in ein nahes Lokal, um diesen besonderen Abend ausklingen zu lassen.

Universitätsmusikdirektor (UMD) Harald Braun hat sich mit diesem Konzert einmal mehr selbst übertroffen. Mit einer scheinbaren Leichtigkeit und Heiterkeit führte er das Universitätssinfonieorchester, den Universitätschor, die Kammerphilharmonie Greifswald und den Kinderchor der Singakademie Rostock zur Höchstleistung. Die Solisten Maren Roederer (Sopran), Steven Behnisch (Tenor) und der gesundheitlich angeschlagene Timo Janzen (Bass) vom Bayerischen Rundfunk, der aus Freundschaft zu Harald Braun dennoch aus München anreiste, reihten sich nahtlos in diesen Abend der Superlative ein.

Langer Applaus und Standing Ovations waren der Lohn für diese großartigen Musiker und Sänger.

Die hatten an diesem Sonnabend bereits einen sechseinhalbstündigen Probenmarathon hinter sich und „waren so geschafft, dass es diesmal tatsächlich nicht mehr für eine oder mehrere Zugaben gereicht hat“, erklärte Harald Braun nach dem Konzert. Der UMD musste, schweißgebadet wie er war, zunächst einmal unzählige Hände schütteln und Glückwünsche entgegennehmen, ehe er sich neue Sachen anziehen konnte. „Schön, wenn es den Zuhörern so gut gefallen hat“, meinte er. Gefallen ist dabei nicht der richtige Ausdruck — schlichtweg aus dem Häuschen waren viele. Schon der Auftakt hätte ihretwegen noch stundenlang weitergehen können, meinte Steffi Sündermann von der Insel Usedom. Braun hatte sich für die Ouvertüre zu Gioachino Rossinis Oper „Die diebische Elster“ entschieden. Ein Glücksgriff, der seine Fortsetzung in Johannes Brahms‘ Sinfonie Nr. 3 F-Dur fand. Nach einer kurzen Pause folgte der krönende Abschluss mit Carl Orffs „Carmina Burana“: kraftvoll, fröhlich und ungekünstelt vital.

„Wir sind total begeistert. Wir haben noch keine bessere Aufführung erlebt“, sagte Familie Wiegank, die extra aus Neuruppin angereist war, um der Tochter im Unichor zu lauschen. Das taten auch Meike und Lutz Storjohann aus Hildesheim, deren Tochter Svea ebenfalls zu den Sängern gehörte. „Wir sind die 500 Kilometer gern hierher gefahren. Dieses Konzert war ein einzigartiges Erlebnis“, schwärmten sie. Sie wissen sich eins mit den 900 Zuhörern, wobei tatsächlich 60 Besucher wegen fehlender Stühle nicht mehr in den Dom kamen.

Universitätsmusikdirektor Braun zeigte sich zudem auch in diesem Jahr wieder von seiner menschlichen Seite: Zum vierten Mal in Folge ging von jeder verkauften Eintrittskarte zu gleichen Teilen ein Euro an die OZ-Weihnachtsaktion und an die Domgemeinde für die Sanierung der Kirche. Dieses Engagement nötigte den Zuhörern großen Respekt ab. „Alle Mitwirkenden freuen sich, auf diese Weise anderen Helfern Danke sagen zu können. Dieser Applaus, dieser Jubel im Dom beflügeln uns jedes Jahr wieder neu“, sagte Harald Braun., Er nimmt bereits Kurs auf Benefizkonzert Nr. 5.

Dieser Jubel im Dom beflügelt uns jedes Jahr wieder neu.“Harald Braun, Universitätsmusik- direktor

 



Cornelia Meerkatz

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