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Engpass in der Tontechnik am Theater: Vorstellungen fallen aus

Stralsund Engpass in der Tontechnik am Theater: Vorstellungen fallen aus

Bis zur Sommerbespielung „Ahoi, mein Hafenfestival“ ab 18. Juni soll die minimal besetzte Abteilung wieder aufgestockt sein

Stralsund. Das Theater Vorpommern spielt am absoluten Limit. Weil die Tontechnik seit Wochen durch längere Krankheitsausfälle permanent unterbesetzt ist, mussten jetzt mehrere Vorstellungen in Stralsund abgesagt werden.

 

OZ-Bild

Die Situation ist eine Folge der Veränderun- gen der letzten Jahre, wo in allen Bereichen das Personal auf ein Minimum zusammengespart wurde.“Dirk Löschner, Intendant

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So wurde die Premiere des Stückes „In 80 Tagen um die Welt“ im Gustav-Adolf-Saal der Kulturkirche von Mitte auf Ende Mai verschoben. Außerdem fiel die für gestern vorgesehene Vorstellung „Das Maß der Dinge“ ersatzlos aus. Und auch mit den geplanten zwei Uraufführungen innerhalb der „Tanzzeit“ des Balletts, die eigentlich am 8. Juni stattfinden sollten, wird es nichts.

Intendant Dirk Löschner bestätigte, dass in allen drei Fällen Engpässe in der Tontechnik die Ursache sind. Dort sind eigentlich fünf Mitarbeiter beschäftigt. Teilweise war die Truppe aber nur zu zweit. „Die Situation ist eine Folge der Veränderungen der letzten Jahre, wo in allen Bereichen das Personal auf ein Minimum zusammengespart wurde“, sagt Löschner.

Wenn es dann in einer so minimal aufgestellten Abteilung zu längeren Krankheitsausfällen wie in diesem Fall komme, dann müsse er einfach in den sauren Apfel beißen, um Entlastung für die Kollegen zu schaffen. Das Theater versuche schon, mit Aushilfen zu arbeiten. Aber das gehe nicht immer. Weil die Tontechniker die Stücke kennen müssen und es sich zum Teil um aufwändige Aufgaben handele, wenn zum Beispiel Video-Einspielungen laufen.

Löschner erläutert seine Entscheidung zum Beispiel an den für den 8. Juni geplanten Vorstellungen. Während in Stralsund die „Tanzzeit“ vor etwa 50 Zuschauern auf der Hinterbühne laufen sollte, wurde in Greifswald zusätzlich für mehr als 300 Schüler das zeitrelevante Schauspiel „Terror“ von Ferdinand von Schirach ins Programm aufgenommen. Das Haus ist ausverkauft. „Da muss man dann abwägen und sich von einer Vorstellung verabschieden“, sagt Löschner.

Derzeit sei man dabei, die Stelle des stellvertretenden Leiters der Tontechnik neu zu besetzen. „Das ist aber nicht so einfach, weil es sich um einen Spezialisten handelt“, meint Löschner. Spätestens zum Beginn der Sommerbespielung mit „Ahoi, mein Hafenfestival“ ab 18. Juni soll die Mann-Stärke von fünf Kollegen aber wieder erreicht sein, versichert Löschner. „Da wird uns nichts anbrennen“, ist er zuversichtlich, dass er das personelle Problem auch mit Hilfe von externen Mitarbeitern in den Griff bekommt.

Der Intendant weist darauf hin, dass mit dem jetzigen Personalbestand seit 2012 gearbeitet wird. Das wiederum sei nur durch die Einführung eines Haustarifvertrages gelungen. Dass es mit den weiteren Fusionsplänen personell noch weiter bergab geht, will Löschner nicht prognostizieren. „Die Pläne des Staatstheaters sehen vor, dass dort, wo die Sparten erhalten bleiben, auch die Stärke des technischen Personals bleibt“, sagt der Theater-Chef.

Marlies Walther

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