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„Es tut gut, vom Glauben zu reden“

Greifswald „Es tut gut, vom Glauben zu reden“

Pastorin Manja Brall ist für die Mariengemeinde im Treffpunkt Kirche in der Lomonossowallee tätig

Greifswald. „Sehr spannend“, sei die Arbeit im Plattenbaugebiet, sagt Pastorin Manja Brall. „Die Wege sind kurz, das ist gerade für die vielen Senioren wichtig, die hier wohnen.“ Und in einem Land, in dem so viele Menschen Urlaub machen, für die Kirche zu arbeiten, das sei ohnehin reizvoll. Manja Brall freut sich auf ihre Zeit in Schönwalde I.

 

OZ-Bild

Pastorin Manja Brall lädt alle Menschen ein, den Treffpunkt Kirche zu besuchen.

Quelle: Eckhard Oberdörfer

Vom Glauben zu reden tut Menschen gut, auch wenn sie wenig Zugang zur Kirche haben.“Manja Brall, Pastorin

Die 35-Jährige vertritt bis zum Jahresende Wibke Magedanz an der Marienkirchgemeinde in deren Elternzeit. Manja Brall ist derzeit mit für den Treffpunkt Kirche in der Lomonossowallee zuständig, der gemeinsam von der Johannes- und der Mariengemeinde getragen wird.

Eine weitere Station eines schon ziemlich ereignisreichen Lebens. Manja Brall wuchs in einem christlichen Elternhaus im Erzgebirge auf, begann ihr Studium in Leipzig, war ein Jahr in Oslo, dann in Tübingen bevor sie ihr Examen in Wuppertal-Tübingen ablegte. Manja Brall hat auch schon außerhalb der Wohlstandswelt der Europäischen Union gewirkt. „Ich war ein Vierteljahr für die Blaukreuzarbeit in Mariupol in der Ukraine“, erzählt sie. „Wir haben Obdachlosen Essen und Kleidung gegeben und sie gebadet“, erzählt die Pastorin. Das Blaue Kreuz, für das sie sich in Mariupol engagierte, ist eine Organisation zur Arbeit mit Suchtkranken auf christlicher Basis.

Ein weiteres Vierteljahr arbeitete Manja Brall in einem südamerikanischen Slum, um ein Stück Weges mit den Menschen dort zu gehen, wie sie es beschreibt. In Norwegen habe sie schon überlegt, dort zu bleiben. „Ich möchte die Sprache der Menschen wirklich sprechen“, sagt die. „Norwegisch ist erlernbar, aber in der Muttersprache geht das doch am besten.“ Aber sie habe bei ihren Auslandsaufenthalten viel über andere und auch sich gelernt, sei offener geworden. „Zum Vikariat war ich in Bad Kreuznach“, erzählt die Pastorin weiter. „Das war sehr schön, aber ich wollte gern wieder in die rheinische Landeskirche.“ So kam Manja Brall mit ihrem Mann Carsten nach Moers. Der ist jetzt persönlicher Referent von Hans-Jürgen Abromeit, Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern mit Sitz in Greifswald.

In Moers wurden ihre beiden Kinder geboren.

Die Stelle an St. Marien ist befristet. „Wir sind offen für das, was dann kommt“, sagt Brall. „Wir können uns vorstellen zu bleiben.“ Das hätte einen großen Vorteil für die Pastorin. Sie singt sehr gern und war schon in ganz verschiedenen Chören. Im Gottesdienst werde in Vorpommern deutlich mehr gesungen als im Rheinland.

Die ersten Eindrücke von Manja Brall im Treffpunkt Kirche sind sehr gut. Das Angebot ist vielfältig. Kochen, Stricken, Erzählen, Bibel lesen, Diskutieren, Gottesdienste feiern und anderes gehört dazu.„Die Seniorenarbeit ist im Treffpunkt sehr etabliert“, betont die Pastorin. Die Arbeit im Willkommenszentrum für Flüchtlingen, mit jungen Familien, mit Jugendlichen, seien auch sehr wichtig.

„Die Menschen sehnen sich nach Glauben“, ist Manja Brall überzeugt. „Wer zu uns kommt, der nimmt etwas mit, auch wenn nicht über den Glauben geredet wird.“ Etwas Höheres zu haben, das relativiere die eigene Begrenztheit.

Von Eckhard Oberdörfer

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