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Friedrichs Zeit hautnah erleben

Greifswald Friedrichs Zeit hautnah erleben

Besucher in der Innenstadt hatten Gelegenheit, Greifswalds berühmtesten Sohn näher kennenzulernen.

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Auf dem Vorplatz des Pommerschen Landesmuseums fühlten sich die Schaulustigen in die Zeit Friedrichs zurückversetzt. Fotos (3): Peter Binder

Greifswald. Auf den Spuren des berühmtesten Greifswalder Malers wandeln, einen Einblick in die Zeit der Romantik gewinnen: Das bot am Sonnabend der Stadtmarketingverein gemeinsam mit Partnern unter dem Motto „Ein Tag mit Caspar David Friedrich“.

Mit einem bunten Programm entführten Einrichtungen der Innenstadt in die romantische Epoche, die vom Ende des 18. bis weit ins 19. Jahrhundert hinein reichte. Für das richtige Gefühl sorgte unter anderem der Tanzclub Greifswald, der vor dem Pommerschen Landesmuseum einen Wiener Walzer aufführte. Natürlich in passender Epochenkleidung. Unter den Tänzern: die 12-jährige Jessica Kaiser. „Ich tanze zwar gern den Cha-Cha- Cha, aber dieser Tanz ist auch richtig cool“, versicherte die Schülerin glaubhaft.

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Wir haben den Maler zwar in der Schule behandelt, aber das ist auch schon lange her.“ Josephine Wald (24), Logopädin und Studentin aus Greifswald

Zur Bildergalerie

Wie wichtig dieser Tag ist, um gerade die junge Generation an den Maler heranzuführen, weiß Mario Wittkopf, Geschäftsführer des Stadtmarketingvereins: „Es ist eine Veranstaltung für Groß und Klein mit einer spielerischen Atmosphäre.“ Ein besonderes Highlight war beispielsweise die Domführung „Komm! Ich zeig dir was“, bei denen Kinder das Führungszepter übernahmen. Auch der Rundgang in der Caspar-David-Friedrich-Filiale der Sparkasse am Markt war ein Publikumsmagnet: „Ich finde es großartig und interessant, dass hier eine Führung angeboten wird“, sagte Besucherin Silke Wald. Irmgard von Schack, Vorsitzende der Fördergesellschaft des Pommerschen Landesmuseums und eine wahrhafte Caspar-David-Friedrich-Expertin, begleitete die Gäste durch die Bildergalerie, die sich im Obergeschoss der Filiale befindet. Dort hängt auch eine Kopie von Friedrichs Aquarell „Greifswalder Markplatz“, dessen Entstehung von Schack den Besuchern erklärte. Die engagierte Friedrich-Bewunderin weiß um die Bemühungen des Stadtmarketingvereins und sagte: „Es ist eine tolle Initiative, dass sich Greifswald auf seine Stärken besinnt. Und es ist eine geniale Mischung, die hier kleinen und großen Besuchern geboten wird.“ Sie findet: „Qualität ist besser als Quantität.“

Zudem zeigte dieser Tag eines: Die Greifswalder interessieren sich für den 1774 als Sohn eines Kerzenmachers geborenen Künstler sehr. Die 24-jährige Josephine Wald etwa war begeistert von den Veranstaltungen. Ihr Fazit: „So etwas könnte es öfter geben“. Die Logopädin kennt Caspar David Friedrich hauptsächlich aus dem Kunstunterricht. „Wir mussten über einige seiner Gemälde Vorträge halten“, erinnerte sich die Greifswalderin.

Mario Wittkopf, der übrigens auch in Tracht das Tanzbein schwang, war mit dem Tag trotz des Regens zufrieden: „Wir hatten bereits 2012 eine Veranstaltung mit diesem Thema, aber in diesem Jahr wollten wir es größer machen.“ Deshalb wurden auch das Landesmuseum, das Friedrich-Zentrum und andere Partner bei der Organisation mit ins Boot geholt. Der Friedrich-Tag war übrigens der Auftakt zu einem Romantik-Jubiläumsjahr. Denn 2014 steht Friedrichs 240. Geburtstag bevor.

 

 

Christin Weikusat

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