Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 17 ° Regenschauer

Navigation:
Für einen Tag ein Hörspielheld

Züssow Für einen Tag ein Hörspielheld

Züssower Schüler durften mit NDR-Leuten eine Geschichte aufnehmen / 700 Schulen hatten sich beworben

Voriger Artikel
Greifswalder Literaturfrühling startet musikalisch
Nächster Artikel
Für einen Tag ein Hörspielheld

Mit Spaß dabei: Moritz Dühmke (v.l.), Florian Brandenburg und Heidi Lewerenz. NDR-Mitarbeiterin Jantje Fischhold ist zufrieden.

Quelle: Sybille Marx

Züssow. „Rosi, bist Du wach?“ Munter liest der zehnjährige Moritz Dühmke als „Harry“ diesen Satz vom Papier ab, spricht ihn ohne Haspeln ins Mikrophon. Doch NDR-Reporterin Jantje Fischhold unterbricht. „Versuch‘s nochmal leiser“, sagt sie freundlich, „richtig flüstern! Ihr seid ja gerade im Zelt und es ist nachts... “

Das Projekt

716 Schulen hatten sich für die Teilnahme am Projekt „Hörspiel in der Schule“ in diesem Jahr beworben, darunter 60 aus MV. 100 wurden per Los ausgewält.

Das Hörspiel „Ausflug ins Grauen“ der Züssower Schüler ist auf ndr.de/hoerspielinderschule zu finden, voraussichtlich ab nächster Woche.

Wie man die Stimme so moduliert, dass sie zur Situation passt, wie man Geräusche unter Szenen legt, wie man die Aufnahmen am Rechner schneidet — das hat eine vierte Klasse der Grundschule Züssow in dieser Woche beim Projekttag „Hörspiel in der Schule“ erlebt.

Über 700 Schulen aus Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Niedersachsen hatten sich beworben, das Los wählte 100 aus. „Wir hatten ein Riesenglück“, findet Klassenlehrerin Birgit Mai. So herrscht nun für einen Vormittag der Ausnahmezustand in ihrer Klasse: Der „Ausflug ins Grauen“ wird aufgenommen, eine Abenteuergeschichte um Monster und schief singende Schüler...

In einem der Klassenzimmer hat NDR-Mitarbeiter Marco Pauli ein mobiles Ministudio aufgebaut: Laptop und tragbare Boxen. Während die sommersprossige Jantje Fischhold mit einzelnen Kindern die Szenen einspricht, sitzt er am Rechner, schneidet aus dem Material die Geschichte zusammen und lässt sich dabei über die Schulter gucken.

„Der kommt immer ganz schön ins Schwitzen“, sagt Jantje Fischhold schmunzelnd. Kein Wunder: Morgens um 9 Uhr hatte das Projekt begonnen, mittags um 13 Uhr sollten alle zusammen schon dem Ergebnis lauschen. „Das ist knapp“, sagt die 34-Jährige, „da muss man sich echt ranhalten!“

Doch bei ihr läuft alles gut: Moritz Dühmke als Harry, Heidi Lewerenz als Rosi und Florian Brandenburg als Tom verhaspeln sich selten, setzen Hinweise schnell um. „Ihr seid super“, sagt sie immer wieder. „Richtige Schauspieler!“

Etwa sechs Wochen vorher hatte Klassenlehrerin Mai den Hörspieltext bekommen, das Lesen geübt. „Wir hatten zusammen überlegt, welche Schüler unsere besten Vorleser sind“, erzählt sie. Diese Kinder sprechen nun die Hauptrollen. Aber auch alle anderen — insgesamt 24 — kommen im Hörspiel vor, jeder mit mindestens einem Satz.

Birgit Mai wollte ihrer Klasse damit etwas Besonders bieten, bevor im nächsten Schuljahr alle auseinanderdriften. „Das ist eine schöne gemeinsame Aktion zum Abschluss“, findet sie. Der NDR hofft vor allem, dem Genre Hörspiel wieder mehr Aufmerksamkeit verschaffen zu können. „Neben Fernsehen und Internet ist es ja etwas in Vergessenheit geraten“, sagt Jantje Fischhold. „Wir wollen zeigen, wie viel Arbeit dahinter steckt, aber auch, wie viel Spaß es macht.“ Das Tolle am Hörspiel sei ja, dass die Phantasie Raum bekomme. „Man kriegt eben keine fertigen Bilder vorgesetzt wie beim Film, sondern muss sie im Kopf selbst entwickeln.“

Manchen Schülern falle das gar nicht so leicht, sagt Lehrerin Mai. „Wir haben mal ein zweistündiges Hörspiel zusammen gehört, da konnten sich einige am Ende nicht mehr konzentrieren.“ Beim „Ausflug ins Grauen“ wird es bestimmt anders sein. Schon, weil jeder Schüler weiß: Da komme ich auch vor!

Von Sybille Marx

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Lobkewitz

Der 69-jährige Bildhauer arbeitet an der Skulptur eines Ostseefisches, der ab dem Sommer im Hafen Wiek zu sehen sein wird

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Kultur
Verlagshaus Greifswald

Johann-Sebastian-Bach-Str. 32
17489 Greifswald

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag
10.00 bis 17.00 Uhr
Freitag
10.00 bis 15.30

Leiterin Lokalredaktion: Katharina Degrassi
Telefon: 0 38 34 / 79 36 74
E-Mail: greifswald@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Physik,Kernphysik,Wendelstein,Plasmaphysik,Atome Teaser der den User auf die Themenseite führen soll image/svg+xml Image Teaser Wendelstein 7-X 2015-09-23 de Themenseite Wendelstein 7-X In der Fusionsanlage des Max-Planck-Instituts in Greifswald wird erforscht, ob sich die Kernfusion zur Energiegewinnung eignet. Hier finden Sie Artikel, Videos und viele weitere Informationen zum Thema.
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.