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Greifswald hat die „skurrilste Disco Deutschlands“

Greifswald Greifswald hat die „skurrilste Disco Deutschlands“

Der Elektroclub Rosa-WG hat sich ein mobiles, sechs Quadratmeter großes Party-Wohnzimmer zusammengeschustert / Ein Whiskeyhersteller steuerte 7000 Euro bei

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Mit dem Holz hinter Robin Sieg, Paul Zahner und Murat Demirkaya (v.l.) kann innerhalb von zwei bis drei Stunden der winzige Club aufgebaut werden – samt Soundanlage, Lüftung und Innendekoration.

Quelle: Kai Lachmann, Die Bilder Unten Stammen Aus Einem Youtube-Video

Greifswald. Diese Disco ist nichts für Menschen mit Platzangst. Der „Schrank“, wie die Erbauer des Kunst- und Kulturvereins Rosa WG ihr neustes Projekt nennen, ist gerade man zwei Meter lang, drei Meter breit und 2,50 Meter hoch. Trotzdem passten kürzlich zur Eröffnung fast 25 feierfreudige Menschen hinein – gleichzeitig. Dabei ging von den sechs Quadratmetern auch noch Platz fürs DJ-Pult ab. „Es ging super ab. Durch die räumliche Enge ist es ein ganz anderes Gefühl als auf einer normalen Tanzfläche“, sagt Murat Demirkaya von der Rosa WG. „Wenn man in den Raum kommt, kann man gar nicht anders: Man muss mittanzen.“

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Der Elektroclub Rosa-WG hat sich ein mobiles, sechs Quadratmeter großes Party-Wohnzimmer zusammengeschustert / Ein Whiskeyhersteller steuerte 7000 Euro bei

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Durch die räumliche Enge ist es ein ganz anderes Gefühl als auf einer normalen Tanzfläche.“Murat Demirkaya, Rosa-WG

Wer eintreten will, muss erst mal durch einen richtigen, alten Kleiderschrank steigen. Die Dekoration im Inneren ist dementsprechend gestaltet. Die Anlage hingegen ist absolut clubtauglich. Auch an feuerfeste Wandfarbe, eine Lüftung und einen Notausgang wurde beim Bau gedacht. Der winzige Partyraum hat noch eine weitere Besonderheit: Er ist mobil und kann innerhalb von zwei bis drei Stunden fast überall aufgebaut werden. „Wir brauchen nur eine Stellfläche und eine Steckdose“, sagt Paul zehner, einer von sechs DJs, die in dem „Schrank“ auflegen.

Auf einem Video von der ersten und bislang einzigen Party tanzen die Gäste dicht an dicht. Die Stimmung ist grandios. Das Filmteam des Magazins Vice nannte ihre kurze Dokumentation deshalb „Die skurrilste Disco Deutschlands“. Gedreht wurde sie im Auftrag von Jack Daniel’s. Der Spirituosenhersteller hatte bei einer Werbeaktion 7000 Euro für die Idee der mobilen Disco springen lassen. „Davon haben wir hauptsächlich die Materialien und die Anlage besorgt“, sagt Demirkaya.

„Wir wollen den ,Schrank’ noch weiter ausbauen“, sagt DJ Paul Zehner, der sich vorstellen kann, auch mit als eine Art Bauchladen umgehängtem Laptop Musik zu machen, um den Platz fürs Pult zu sparen.

„Dann ist man noch dichter bei den Leuten“, sagt er. Außerdem soll der Mini-Club wetterfest gemacht werden, damit er auch mal durchgängig ein Wochenende draußen auf einem Festival bespielt werden kann. Zum anderen gibt es noch zahlreiche Ideen, was die Gestaltung angeht. „Zum Beispiel könnte man um den Kleiderschrank am Eingang eine Mauer bauen, um dieses Alice-im Wunderland-Gefühl zu verstärken“, findet Robin Sieg, der an der Holzkonstruktion mitgeschraubt hat. „Insgesamt haben so 20 bis 30 Leute mitgemacht“, sagt Demirkaya, „und ein Arvid.“

Die Idee zu dem Schrank entstand in der bisher letzten Heimat des Rosa-Clubs. Als noch in einem ausgedienten und mittlerweile abgerissenen Bürogebäude auf dem KAW-Gelände Partys gefeiert wurde, haben die Veranstalter schon einmal einen wenige Quadratmeter großen Raum bespielt. So etwas haben sie nun in mobiler Form und können damit durch die Lande ziehen. Nachdem die Doku auf Youtube veröffentlich worden war, gab es schon die ersten Buchungsanfragen von Festivals und Partyveranstaltern.

Kai Lachmann

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