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Junge Leute filmten Restaurierung der Lutherbibel

Greifswald Junge Leute filmten Restaurierung der Lutherbibel

Jahngymnasium zeigt im St. Spiritus Schülerarbeiten zur Reformation und zum Buchdruck

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Lehrer Joachim Zimmermann und Britta Schulz, Schatzmeisterin des Fördervereins des Jahngymnasiums, betrachten mit einem Glas Sekt in der Hand die Lutherbibel von 1565.

Quelle: Foto: Christopher Gottschalk

Greifswald. Als Hannah Werner (16) vor drei Jahren zum ersten Mal die 450 Jahre alte Lutherbibel sah, war die in einem ruinösen Zustand. Heute ist sie wieder ein Schmuckstück. Die Bibel wurde restauriert. Das haben Hannah Werner und drei ihrer Mitschüler des Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasiums aufgezeichnet. Ihre Dokumentation über die Bibel und ihre Restauration ist jetzt in einer neuen Ausstellung in der Kapelle des sozio-kulturellen Zentrums St. Spiritus zu sehen. „Kopf und Buch - Bibel und Bild“ titelt die Schau, in der Schülerarbeiten des Jahngymnasiums aus den Jahren 2013 bis 2015 gezeigt werden.

„Das war ein anstrengendes Projekt“, erinnert sich Hannah Werner. „Aber interessant und spaßig war es auch.“ Acht Stunden war ihre Projektgruppe 2014 bei Restaurator Eckard Kobelius in Lassan, sammelte Videomaterial zur Restauration der Lutherbibel. „Das ausgewählte Material haben wir dann in einer selbst gebauten Kabine vertont“, sagt sie. Die fertige Dokumentation ist nun auf einem von vier Computern im St. Spiritus zu sehen. Auch die digitalisierte Lutherbibel mit ihren 141 Farbillustrationen können die Ausstellungsbesucher unter die Lupe nehmen. Ebenso Schautafeln zur Geschichte des Buchdrucks, der Reformation und ihrer Folgen, gemalte Schülerinterpretationen biblischer Themen und natürlich die Lutherbibel selbst (die jeden Tag um eine Seite in ihrer Vitrine weiter geblättert wird).

„Ein Mehrgenerationenprojekt“, nennt Lehrer Joachim Zimmermann die Ausstellung. Manche der beteiligten Schüler haben bereits ihr Abitur gemacht. Für Zimmermann lädt die Schau zum Reden ein:

Über die Zehn Gebote, die Entwicklung des Buchdrucks und über die Rolle der Religion, derem „Absolutheitsanspruch heute keiner meiner Schüler mehr anhängt“, sagt er wie selbstverständlich.

„Die Kirche erscheint mir wie ein exklusiver Verein, Religion ist für mich nur schwer zugänglich, weil ich nicht mit ihr aufgewachsen bin“, sagt Göran Theo Ladewig. Allerdings fehle ihm dadurch nichts. Marie Sengbusch, die wie Göran Theo zu den Machern des Bibelprojektes gehörte, geht es auch so. Das Projekt gefiel ihr dennoch, weil „es etwas Neues war und wesentlich interessanter als andere Projekte“, sagt sie.

Nicht nur an Erfahrung, sondern auch an guten Noten konnten die Schüler reicher werden. Sie durften Projektarbeiten über die Bibel als Klausurersatz einreichen, sagt Lehrer Zimmermann.

Führungen mit Schülern

Die Ausstellung im St. Spiritus in der Langen Straße 49/51 kann bis zum 18. Juli besichtigt werden. Ein Besuch ist von Montag bis Freitag täglich in der Zeit von 12 und 17 Uhr möglich.

An drei Donnerstagen zwischen 13 und 15 Uhr führen an der Ausstellung beteiligte Schüler des Jahngymnasiums die Besucher durch die Schau in der Kapelle des St. Spiritus. Die Termine:

22. Juni und 29. Juni sowie am 6. Juli.

Anmelden können sich Interessenten für die Führungen unter der Rufnummer 0176/95307077 oder pwer Mail unter bibelausstellung@jahngymnasium.de

chg

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