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Konzert in memoriam Manne Krug

Konzert in memoriam Manne Krug

Thomas Putensen und sein Beat-Ensemble gastieren am 5. November in der „Blechbüchse“

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Am 5. November ab 19.30 Uhr gastiert Thomas Putensen mit seinem Beat-Ensemble in der Zinnowitzer „Blechbüchse“. Im Programm erklingen die schönsten Lieder von Manne Krug und Günther Fischer. Tickets gibt es unter ☎ 03971/ 2688 800

Quelle: privat

Zinnowitz Eigentlich war alles anders gedacht: Nach dem Konzert der schönsten und legendärsten Songs von Manne Krug und Günther Fischer am 5. November in der „Blechbüchse“ wollte Thomas Putensen Live-Mitschnitte Krug zu dessen 80. Geburtstag Anfang nächsten Jahres schenken. Nun ist der Schauspieler und begnadete Sänger tot. Doch das Konzert wird es geben – in memoriam.

Vor ziemlich genau zehn Jahren haben Sie in Berlin, im Prenzlauer Berg, ein ähnliches Krug-Fischer-Programm gemacht ...

Thomas Putensen: Ja, stimmt. Damals war Günther Fischer meiner Einladung gefolgt, Manne Krug leider nicht. Ich glaube, er fremdelte immer ein bisschen damit, dass ich seine Songs sang. Jemand anderes machte und macht es bis heute aber nicht. Dennoch war das Konzert in Berlin eine super Sache, wir tourten dann noch jahrelang erfolgreich damit.

Nun gibt es de facto eine Neuauflage. Berührt Sie Krugs Tod als Künstler und Fan seiner Musik?

Putensen: Natürlich, deshalb wird das schon was ganz Besonderes in Zinnowitz auf der Bühne. Ich bin jetzt schon sehr emotionalisiert. Aber ich freue mich auch total darauf. Und ich hoffe, dem Publikum geht es genau so.

Wird Günther Fischer dabei sein? Putensen: Leider nicht. Er hatte im Sommer einen Herzinfarkt und muss erst mal wieder gesund werden. Für solch einen Kurzbesuch wäre die Reise von Irland an die Ostsee zu anstrengend. Ich hoffe aber, dass er zu unserem großen Konzert im Frühjahr nach Rostock kommt. Dort treten wir im Theater auf.

Auf wen können sich dann die Musikfreunde am 5.11. freuen?

Putensen: Wir sind als Ensemble neun Leute und zwei Backgroundsängerinnen. Und gemeinsam werden wir zwei Stunden lang die schönsten Krug/Fischer-Lieder singen und spielen. „Gestern war der Ball“ oder „Das war nur ein Moment“ waren im deutschen Osten legendär. Nur leider hat Krug sie – mit wenigen Ausnahmen – nie live gesungen. Es gab nur Studioaufnahmen. Jetzt kommen sie mit uns wieder auf die Bühne. Und einige der Mitschnitte werde ich Manne via Facebook in regelmäßigen Abständen hinterher senden.

Hatten Sie eine persönliche Beziehung zu Krug?

Putensen: Eigentlich nicht, er war ja immer ziemlich unnahbar, konnte auch recht unwirsch reagieren. Aber beim vorletzten Silvester hab’ ich ihn mal in Heringsdorf getroffen. Da stand ich aber eigentlich nur am Rande. Und er war mit meiner Partnerin beschäftigt, die hatte „Wenn Du schläfst, mein Kind“ auf der Geige begleitet. Krug, ganz Charmeur, nahm ihre Hände, streichelte sie und sagte: „Du hast so wunderbare Geigenpfoten“. So war er eben. Er mochte Frauen.

Sie hatten aber engeren Kontakt zu Krugs Tochter Fanny, die zunächst ja durchaus Interesse zeigte, in ihrem Programm mitzuwirken ...

Putensen: Das stimmt. Sie war von der Idee, bei uns mitzumachen, zunächst sehr angetan. Später lehnte sie aber plötzlich rundweg ab. Ich glaube, da hatte ihr der Vater die Richtung vorgegeben. Der mochte das, was wir machten, irgendwie nicht so richtig.

Dennoch: Es gab und gibt ja eine riesige Fanszene, die Krug als Schauspieler und als Sänger bis heute huldigt. Gehören Sie dazu?

Putensen: Ohne Zweifel, ja. Ich kannte ihn ja auch als Kind schon, aus Film und Fernsehen. Deshalb machen wir jetzt aus dem geplanten Geburtstags- ja auch das große Abschiedskonzert. Es wird etwas ganz Besonderes. Und ich hoffe, viele Leute kommen, um sich das anzuhören.

Was macht der Künstler Putensen momentan sonst so, wenn er gerade mal nicht mit Krug und Fischer beschäftigt ist?

Putensen: Neben dem „Wunderwalzer“, den ich meiner Tochter Isabelle gewidmet habe, entsteht jetzt die Kinder-CD „Josephine - Dampfmaschine“. Ich hab’ ja zwei Töchter, drei und sieben Jahre jung. Und mit denen zu singen und zu musizieren, das macht uns gemeinsam Riesenspaß.

OZ

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