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Kreative wollen näher zusammenrücken

Greifswald Kreative wollen näher zusammenrücken

Erstes Netzwerktreffen stößt auf großes Interesse/ Hansestadt will Kulturwirtschaft unterstützen

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Die Stadt muss erkennen, dass die Kreativen einen Nutzen haben.Reinhard Michael Nikschick, N3-Mobile GmbH

Greifswald. Das erste Netzwerktreffen der Kultur- und Kreativwirtschaft in Greifswald begann für die Moderatorinnen Katja Wolter vom Steinbeis-Institut und Corinna Hesse vom Netzwerk „Kreative MV“ mit Stühletragen. Zwar hatten die Organisatoren im Heineschuppen der Museumswerft 50 Sitzgelegenheiten aufgestellt. Doch die reichten nicht. Das Interesse am Thema war weitaus größer, stellte Anett Hauswald, Leiterin des städtischen Amtes für Bildung, Kultur und Sport, mit großer Freude fest.

 

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Ein Valley ähn- lich dem in Rostock wäre toll. Greifswald hat viel Potential.Anja Lück, Grafikdesignerin

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Unser Haus in der Brandteichstraße hat noch viel Platz für kreative Ideen.Philipp Groß, Akteur im Haus der Kultur

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Es gibt in Greifswald viele Einzelkämpfer. Wäre toll, wenn die sich finden würden.Wolfgang Blank, Geschäftsführer, Witeno GmbH

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Gemeinsam mit Fabian Feldt, Abteilungsleiter für Wirtschaft und Tourismus, hatte sie zu diesem „KreativLab“ eingeladen. Ziel ist es, die Akteure dieser Stadt zusammenzuführen – als Schlüssel zum Erfolg für alle. Der Auftakt war vielversprechend: Menschen aus IT-Büros, der Filmwirtschaft, Grafiker, Künstler, Publizisten, Eventmanager, Touristiker und sogar Wissenschaftler kamen zu der Veranstaltung, die keine Eintagsfliege bleiben soll. „Greifswald ist eine junge Stadt. Die Kultur- und Kreativwirtschaft besitzt großes Potential. Wir wollen sie gern unterstützen, damit sie ihre Produkte und Dienstleistungen besser vermarkten kann“, sagt Hauswald, „doch dafür brauchen wir mehr Informationen über die wirklichen Bedürfnisse.“

Philipp Groß vom „Haus der Kultur“ in der Brandteichstraße (ehemals Moviestar) nutzte gern die Chance, mit anderen Kreativen ins Gespräch zu kommen. „Wir bauen bei uns einen Kulturverein auf, organisieren Konzerte, machen ’was für Kinder und würden uns freuen, wenn noch andere zu uns stoßen“, sagt der 33-Jährige, der auch den BT- Club betreibt. Das Haus, so Groß, werde auch von einigen Bands genutzt und biete noch reichlich Platz für Ideen.

Vielleicht hat es ja das Zeug zu einem „Ryck Valley“, wie es Anja Lück vorschwebt. Die 47-jährige Webdesignerin hat sich in diesem Jahr mit ihrer Firma „Una(h)rt Design“ selbstständig gemacht und fand das Netzwerktreffen daher Klasse. Besonders angetan war sie vom Bericht über das „Warnow Valley“ – ein Ort für Kreative in Rostock, den der Greifswalder Masterstudent Max Mittenzwei in einer Arbeit unter die Lupe nahm. 41 Unternehmen befinden sich dort in drei Gebäuden, inspirieren sich gegenseitig, kooperieren und sorgen für wachsenden Umsatz.

„Das Rostocker Modell nach Greifswald zu transportieren, ist sicher schwierig“, sagt Lück. Doch die Idee sei toll, erklärt sie und bedauert in diesem Zusammenhang, dass es „Polly Faber“ in der Bahnhofstraße nicht mehr gebe. Der Ort habe großes Potential besessen. Hauswald stimmt dem zu, doch die Stadt sei nicht Eigentümerin, könne dort nichts bewirken. Deshalb wäre es schön, wenn Akteure es schaffen könnten, noch „unbesetzte Gebiete zu erobern“.

Erste Gedanken trugen die Teilnehmer des Treffens in fünf Workshops zusammen. Branchenbezogen überlegten sie, wie eine bessere Vernetzung laufen könne, um effektiver am Markt zu agieren. „In den Gruppen herrschte eine große Begeisterung“, resümiert Katja Wolter vom Steinbeis- Forschungszentrum für Ressourcenentwicklung in Greifswald. „Die Veranstaltung hat sehr schön offengelegt, dass wir alle mehr in Netzwerken denken müssen“, sagt sie. Angesichts des großen Redebedarfs am Auftaktabend müsse unbedingt ein zweites Treffen folgen.

Zumal es wichtige Themen in der Stadt gebe, meint Filmproduzent Reinhard Nikschick. Im Jubiläumsjahr der Reformation etwa habe Greifswald eine große Chance vertan. Zwar werde Luther, der nie in Greifswald war, mit einer Ausstellung im Pommerschen Landesmuseum geehrt, nicht aber explizit der aus Pommern stammende Bugenhagen, kritisiert er und erklärt: „Ich habe den Eindruck, dass man sich für das Eigene hier eher wenig begeistert. Die Stadt muss endlich erkennen, dass die Kreativen einen Nutzen haben und dies auch als große Chance begreifen.“

www.kreative-mv

Petra Hase

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