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Kulturbahnhof macht Stadthalle Konkurrenz

Greifswald Kulturbahnhof macht Stadthalle Konkurrenz

Greifswalder Stephan Grimm investiert in eine große Veranstaltungsstätte

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Der Kulturbahnhof. Auf der Wiese davor plant Stephan Grimm einen Hotelbau. FOTOS (2): ECKHARD OBERDÖRFER

Greifswald. Der ehemalige Greifswalder Güterbahnhof könnte ab 2017 eine ernsthafte Konkurrenz zur Stadthalle werden. Für eine siebenstellige Summe verwandelt der Greifswalder das große Fachwerkgebäude des Güterbahnhofs an der Osnabrücker Straße in den „Kulturbahnhof“ mit hoch moderner Ausstattung und Technik.

OZ-Bild

Greifswalder Stephan Grimm investiert in eine große Veranstaltungsstätte

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Allein der Veranstaltungssaal des Hauses hat mehr als 650 Sitzplätze beziehungsweise 2100 Stehplätze. „Anders als die Stadthalle haben wir auch gleich daneben eine Garderobe für die Künstler“, stellt der 49-jährige gebürtige Greifswalder fest. Es gibt auch einen Konferenzraum mit 200 Plätzen, der beispielsweise für Tagungen, Schulungen oder Prüfungen genutzt werden kann. Die Zahl der Toiletten – auch für Frauen – sei so bemessen, dass niemand warten müsse, verspricht Stephan Grimm. Er hatte das Grundstück mit dem Gebäude vor sechs Jahren gekauft. Viel Zeit ist vergangen, bis Grimm alle nötigen Genehmigungen für die umfangreichen Umbauten hatten. Denn im Inneren musste viel Holz entfernt werden, um die jetzigen großen Räume zu schaffen. Außerdem habe es einige Zeit gedauert, die Finanzierung zu stemme.

Ochsen im Restaurant gegrillt

„Im März, spätestens im April wird alles fertig sein“, kündigt Grimm an. Dann geht für ihn ein großer Traum in Erfüllung: „Ich kenne das Haus gut. In der achten Klasse habe ich hier selbst Waggons mit entladen.“ Das Innenleben des Kulturbahnhof ist indes völlig anders als vor 35 Jahren.

Grimm und sein Planer Sven Thonack haben sich einiges einfallen lassen. So wurde der einst recht flache Keller vertieft. Entstanden ist ein Raum für Partys mit einer Kapazität von 180 Plätzen. Schon eröffnet wurde das Restaurant, das durch die Glasfronten Blicke zum Bahnhof und nach Süden ermöglicht. „Ich will künftig auch den Blick zum See an der Verlängerten Scharnhorststraße eröffnen“, sagt er. „Im Grillbereich werden im Winter ganze Tiere, sogar Ochsen, gegrillt“, erzählt er. „Das passt zu diesem rustikalen Gebäude.“ So etwas kennt Grimm aus Urlauben in Breslau (Wroclaw) und auf Mallorca. Außerdem solle über eine Brücke ein kürzerer Zugang zum Bahnhofsgelände geschaffen werden.

Pläne für Hotel am Bahnhof

„Es gibt sehr viele positive Reaktionen und sehr viel Interesse an unseren Haus und Vorbestellungen“, sagt der Unternehmer. „Die Silvesterkarten sind schon weg.“ Stephan Grimm gehört auch das Grundstück zwischen der „Roten Brücke“ und dem Kulturbahnhof. „Ich möchte hier noch ein Hotel mit etwa 100 Betten bauen“, erzählt er. Dafür müsse noch ein Partner gefunden werden. Im Grundsatz sollte so ein Hotel aber lukrativ sein – es liegt direkt am Bahnhof und wenn Veranstaltungen und Schulungen im Kulturbahnhof stattfinden, dann könnten die Besucher gleich hier übernachten.

Die Stadt empfiehlt Stephan Grimm eine Bauvoranfrage. Dann könne man die Genehmigungsfähigkeit eines Hotels in diesem Bereich einschätzen.

Zur Geschichte

Der Greifswalder Bahnhof wurde für die 1863 eröffnete Strecke Berlin-Stralsund gebaut. Das Bahnhofsgebäude wurde 1879 eingeweiht. Bahn und Schiff wurden damals vorrangig für den Güterverkehr genutzt. Darum war auch die Hafenbahn sehr wichtig. Rüben, Kartoffeln, Getreide, Raps, Mehl und Molkereiprodukte, Maschinenteile Baumaterialien, Steine, Holz, Kohle, Kies, Eisen, Papier und Textilien waren wichtige Güter. Zum Güterbahnhof gehörten lange drei Rangiergleise und Werksgleise zur Industriemühle an der Gützkower Landstraße und zum Werk Nachrichtenelektronik Greifswald. Die Bedeutung des Güterverkehrs nahm seit den 1990er Jahren sehr stark ab.

Eckhard Oberdörfer

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