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Kulturnacht wird maritim

Greifswald Kulturnacht wird maritim

Der Museumshafen wird Veranstaltungsort und bietet am Freitag Führungen, Lesungen und heiße Rhythmen

Greifswald. Dixielandklänge auf der „Christian Müther“, Salsa in der Museumswerft und Lesungen auf der MS „Stubnitz“ – in diesem Jahr wird die Kulturnacht besonders maritim. Die 14. Auflage der beliebten Greifswalder Veranstaltung findet in diesem Jahr nicht nur in der Innenstadt, sondern auch im Museumshafen statt. Zudem klinken sich auch die Fettenvorstadt und Wieck mit ein. Insgesamt werden die Besucher auf über 80 Veranstaltungen an 40 verschiedenen Orten erwartet – Ausstellungen, Lesungen, Vorträge, Konzerte, Workshops, Malerei und Installationen bringen Abwechslung pur.

Den Auftakt zur Kulturnacht bilden wieder die „Singenden Balkone“ in Schönwalde II. In diesem Jahr gibt es auf einer Länge von zwei Kilometern sieben Stationen, wo vom Volkslied bis zum Schlager alles erklingt. Mit dabei sind nach Aussage von Marc Werth vom städtischen Kulturamt neue Musiker und Chöre. Dazu gehört das Posaunenquintett „Brass & Friends“ unter der Leitung von Gerrit Henning.

„Wir starten 18 Uhr am Quartiersbüro in der Makarenkostraße 12“, so Werth. Bereits am Nachmittag halten die Kunstwerkstätten und die Volkshochschule verschiedene Angebote für Kinder und Familien bereit.

Anlässlich seines 25. Jubiläums steht der Greifswalder Museumshafen in diesem Jahr besonders im Mittelpunkt. „Die Macher rund um den Museumshafen hatten viele kreative Ideen“, schildert Marc Werth.

Der Heineschuppen, die Gastronomen am Nordufer, die MS „Stubnitz“ und auch das Schiff „Den Ruygenhil“ sind mit dabei, ebenso der Platz am Fangenturm. Die „Christian Müther“ schippert musikalisch den Ryck entlang, in Wieck erwartet die Besucher eine Lesung mit Plattdeutschautor Karsten Steckling. Das Schöne: Bei schlechtem Wetter kann man die Ausfahrt unter Deck genießen.

Als neuer Veranstaltungsort erstmals dabei ist die Alte Bäckerei in der Feldstraße. Hier lädt bereits um 16 Uhr der Greifswalder Musiker Huey Walker zu einem Warm-Up ein. Bei seiner außergewöhnlichen Klanginstallation werden drei Gitarren von einem motorbetriebenen Pendel gespielt, das über die Saiten streicht. Walker selbst wird ab und an den Cellobogen führen.

Gleichzeitig präsentieren die beiden Künstler Jan Krause und Dorothea Liesenberg der Pop-Up-Galerie „Schwarzmarkt.online“ Postkarten und Poster von Studenten des Caspar-David-Friedrich-Instituts.

„Wir wollen mit unserer Aktion zwischen Kunstschaffenden und Kunstliebenden vermitteln“, sagt Liesenberg. Alle Poster sind Repros von Originalen, „und deshalb bezahlbar“, freut sie sich.

Aufwühlend dürfte die Einladung zur „Lebendigen Bibliothek“ werden, wo Generationen im Dialog über Flucht in Geschichte und Gegenwart sind. Zur Kulturnacht wird dazu von 18 bis 21 Uhr in die „Alte Sternwarte“, Martin-Luther-Straße 16, eingeladen. Warum flüchten Menschen? Was oder wen lassen sie zurück? Welche Erwartungen haben Geflüchtete an ihre neue Heimat? Wie begegnet man ihnen dort? Wann fühlen sie sich angekommen? Im April wurden Menschen in Greifswald und Umgebung gesucht, die dazu ihre Lebensgeschichte erzählen. Fast 30 Menschen fanden sich. Die Älteste wurde 1929 in Solobitze im Sudetenland geboren, die Jüngste im Jahr 2000 in Lugansk/Ukraine. In der lebendigen Bibliothek werden in einem Vier- oder Sechsaugengespräch interessierte Menschen (Leser) und Bücher (Erzählende) für 30 Minuten zusammengebracht.

Erstmals erwartet die Gäste in der Münterstraße 4 eine literarisch-musikalische Weinlese – gleich drei Gruppen spielen zur Lesung mit Texten der Weltliteratur. Außerdem im Angebot: Das Zoologische Museum lädt zu einer Führung ein. Das Falladahaus bietet Lesungen, Aktzeichnungen und eine erotische Lyrik-Performance. Viel Interesse dürften auch die Vorträge zur Umgestaltung des Doms, zu Armin Münchs Arbeiten zur Kernenergie (im Stadtarchiv) und zu verschiedenen „Wüstenschiffen“ in der Dalman-Sammlung finden. Offiziell dazu gehört dieses Jahr der Karibische Tanzabend im FlowerPower. Und ab 23 Uhr lädt das Aktionsbündnis Queer zur offiziellen Abschlussparty in den Kontorkeller ein.

Damit jeder Kulturnachtbesucher alle Veranstaltungen auf einen Blick hat, entstand in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsakademie Nord ein ansprechendes Programmheft mit umfassendem Serviceteil. Darin enthalten sind auch die Kennzeichnung von Orten mit rollstuhlgerechtem Zugang, Toiletten (auch für Rollstuhlfahrer), Veranstaltungen mit freiem Eintritt. Das Heft liegt bei den Veranstaltern, im Rathaus und in der Touristinformation am Markt aus.

Cornelia Meerkatz

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