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Letzter Vorhang für den „Blauen Pavillon“

Stralsund Letzter Vorhang für den „Blauen Pavillon“

Am Sonnabend und am 17. Juli gibt das Salonorchester seine beiden letzten Vorstellung in Stralsund / Nach 16 Jahren verabschieden sich die Musiker vom Publikum

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Gerd Kuniß, Arne Petersohn, Peter Rann, Christoph Uhland (hinten, v.l.); Annette Gerhard, Henning Ehlert, Martina Röttig, Christine Petersohn (vorn, v.l.) sind der „Blaue Pavillon“.

Quelle: Vincent Leifer

Stralsund. Nach 16 Jahren, 50 verschiedenen Programmen und über 400 Liedern im Repertoire ist Schluss. Für das Salonorchester „Blauer Pavillon“, das das Publikum über eine lange Zeit mit Kaffeehausmusik erfreute, fällt am 17. Juli mit „Abschiednehmen mit Musik“ zum letzten Mal der Vorhang. „Man soll dann aufhören, wenn es am schönsten ist“, sagt Henning Ehlert, musikalischer Leiter des kleinen Orchesters. „Für so ein freiwilliges Format sind 16 Jahre eine lange Zeit“, ergänzt Sängerin Anette Gerhardt.

Zeitliche und personelle Engpässe waren es schließlich auch, die die Musiker zu dem Entschluss kommen ließen, sich in dieser Formation von der Bühne zu verabschieden. Seit 2000, als Osmar Siegler den „Pavillon“ ins Leben rief, haben die Künstler viel Zeit und Liebe in die Programme, Dramaturgien, Moderationen und Arrangements investiert. „Wir haben immer einen hohen Anspruch an uns selbst gehabt, und das setzt bei allen Beteiligten Willen und Können voraus“, sagt Anette Gerhardt. „Ich bin davon überzeugt, dass das Publikum es sofort merken würde, wenn man etwas nur runterdudelt. Aber wir haben die Sache sehr ernst genommen“, ergänzt Henning Ehlert. „Wahrscheinlich hat sich das Salonorchester auch deshalb so großer Beliebtheit erfreut.“

Als Osmar Siegler vor 16 Jahren mit dem Nischen-Programm der Unterhaltungsmusik loslegte, wusste noch niemand, ob dieses Projekt funktionieren würde. „Das Genre der Kaffeehausmusik umspannt fast 250 Jahre und ist unglaublich vielseitig“, sagt die Sängerin. „Und gerade bei Filmmusiken der 30er bis 60er Jahre hat sich unser Publikum immer mitgenommen gefühlt, weil es viele Erinnerungen mit dieser Musik verband.“

Vor vier Jahren übernahm Henning Ehlert die musikalische Leitung des achtköpfigen Orchesters. „Das brachte noch einmal frischen Wind“, erinnert sich Anette Gerhardt. Doch dass der 34-Jährige zur nächsten Spielzeit das Theater Vorpommern verlässt, war sozusagen der letzte Punkt, das Kapitel „Blauer Pavillon“ zu schließen.

Anette Gerhardt fällt der Abschied schwer. Denn im vergangenen Jahr war sie kaum noch in größeren Rollen zu sehen, eine Bühne bot ihr noch das Salonorchester. „Das ist wirklich schwierig, denn die Bühne war in den vergangenen 26 Jahren sozusagen mein Zuhause.“ Doch sie wischt die Melancholie mit einem Lächeln zur Seite. „Wir werden in unserer letzten Vorstellung aber nicht auf die Tränendrüse drücken, sondern viel mehr alles noch einmal mit einem Augenzwinkern Revue passieren lassen“, verspricht die sympathische Sängerin. „Das sind wir unserem Publikum, das uns über die ganzen Jahre die Treue gehalten hat, schuldig.“ Und Henning Ehlert sagt abschließend: „Das war immer wie eine gut funktionierende Symbiose zwischen den Konzertbesuchern und uns Musikern.“

Musikalischer Abschied

„Abschiednehmen mit Musik“ heißt das letzte Programm des Salonorchesters „Blauer Pavillon“ unter der Leitung von Henning Ehlert.

Es erklingen Melodien von Franz Lehár bis Johann Strauß.

Am Sonnabend und am 17. Juli spielen die Musiker um 15 Uhr im Großen Haus in Stralsund.

Der letzte Auftritt in Greifswald ist am 16. Juli um 15 Uhr im Großen Haus geplant.

Miriam Weber

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