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Ludwigsburg: Nachbau verzögert sich

Ludwigsburg Ludwigsburg: Nachbau verzögert sich

Im Sommer sollte das Fundament für einen Pavillon im Park gelegt werden – doch das Handwerk hat keine Zeit

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Die Reste des früheren Rundpavillons im Park von Ludwigsburg.

Quelle: Sven Jeske

Ludwigsburg. Die gute Auftragslage von Handwerksfirmen verzögert den Wiederaufbau eines vor 40 Jahren abgerissenen historischen Rundpavillons im Park von Ludwigsburg. Im Sommer schon hatten Mitstreiter einer Initiative für die schrittweise Restaurierung des früheren Schlossparks das Fundament für die Neufassung der Anlage legen wollen. Doch auf die Ausschreibung der entsprechenden Arbeiten folgte kein ernstzunehmendes Gebot.

 

OZ-Bild

So könnte der Nachbau einmal aussehen.

Quelle:

Spenden willkommen

Der Wiederaufbau des Pavillons kostet Geld. Spenden können auf das Konto IBAN DE27 1307 0000 0222 5100 01 bei der Deutschen Bank Rostock, Verwendungszweck: Apollo-Tempel Ludwigsburg, überwiesen werden.

„Das einzige, das einging, war stark überzogen“, schilderte gestern Landschaftsarchitekt Gernot Hübner. Fünf- bis sechstausend Euro hatten er und andere, ausgehend von vergleichbaren Projekten, für das Fundament eingeplant. „28000 Euro wollte die einzige Firma haben, die sich um den Auftrag bewarb.“

Die Parkinitiative setzt nun auf Zeit: in Erwartung, dass der Bauboom abebbt und Betriebe sich wieder um kleinere Aufträge bemühen. Bis dahin wolle man sich um anderes kümmern, macht Hübner deutlich.

Am 15. Oktober werde es einen weiteren freiwilligen Arbeitseinsatz im Park geben, kündigte gestern Peter Clemens, Sprecher der Ludwigsburger Parkinitiative, an. „Wir wollen dann unter anderem einen Wirtschaftsweg zum Hügel anlegen, auf dem der Pavillon einst stand. Damit, wenn es dann soweit ist, Baufahrzeuge hierher gelangen können.“

Der etwa vier Meter hohe Hügel am nördlichen Ende eines Park-Querwegs war kurz vor 1800 auf Betreiben des damaligen Ludwigsburger Schlossherrn aufgeschüttet worden. Anschließend wurde ein offener Rundpavillon mit acht hölzernen Säulen errichtet. In dessen Mitte postierte man seinerzeit eine Figur des Apoll, Gott der schönen Künste.

Der Pavillon von Ludwigsburg überstand fast eineinhalb Jahrhunderte. 1945 soll er von sowjetischen Soldaten beschädigt worden sein, Sie hätten die barocke Vase der Pavillonspitze herunter geschossen, berichteten Zeugen später. Anfang der 1970er Jahre sei der Tempel schließlich bis auf die Säulenstümpfe abgerissen worden, schildert Gernot Hübner. „Er soll baufällig gewesen sein.“ Bis heute sind die Reste des ursprünglichen Baus auf und an dem Hügel im Ludwigsburger Park zu besichtigen.

2013 hatte Gernot Hübner in Abstimmung mit der Gemeinde Loissin (Parkeigner) und der von Bürgern getragenen Parkinitiative die baulichen Überreste des Originals vermessen und Materialproben genommen.

Schnell reifte die Absicht eines Neuaufbaus. Dieser könne als Aussichts- und Versammlungspunkt fungieren und so Besucher in den Park ziehen, werben die Verfechter. Auftakt zum Pavillon-Neubau war 2015 ein Sommerfest im Schlosspark. Der Einladung des Rotary Clubs Greifswald folgten 200 Menschen. Damit Spenden zusammenkommen, hatten sich die Rotarier allerhand einfallen lassen: Die Gruppe „Karussell“ gab ein halbstündiges Konzert und stellte ihre Gage der Parkinitiative zur Verfügung. Ein Kunstmaler zeichnete vier Bilder mit dem Tempel, die versteigert wurden. Losverkäufe und weitere Zuwendungen erhöhten den Erlös der Veranstaltung auf 6000 Euro. Gernot Hübner und andere hoffen auf weitere Spenden.

Sven Jeske

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