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Pommersche Kunst unterm Hammer

Greifswald/Koserow Pommersche Kunst unterm Hammer

Der Koserower Kunstsalon bietet im Landesmuseum erneut hochkarätige Bilder zum Kauf an

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Das Ehepaar Weckwert aus Leipzig hat schon vor der offiziellen Eröffnung die Möglichkeit der Vorbesichtigung genutzt.

Quelle: Fotos: Ralf Waschkau

Greifswald/Koserow. Ein Jahr lang hat Ralf Waschkau wieder hunderte Kunstwerke gesammelt. Der Inhaber des Koserower Kunstsalons war dazu nicht nur in ganz Deutschland unterwegs, sondern auch in Österreich und anderen Ländern. Nun ist es wieder soweit: Am 26. August öffnet der Kunstsalon um 10 Uhr seine Pforten zur nunmehr 14. Pommerschen Kunstauktion.

OZ-Bild

Der Koserower Kunstsalon bietet im Landesmuseum erneut hochkarätige Bilder zum Kauf an

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Bis zum 1. September haben Kunstinteressierte täglich die Möglichkeit, die für die Auktion vorgesehenen Werke zu begutachten. Am 2. September findet dann im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald zum zweiten Mal die Auktion des Koserower Kunstsalons statt. Alle angebotenen Werke sind auch in einem Katalog aufgelistet, der kürzlich erschienen ist. Sowohl die Veranstalter als auch Stammkunden des Auktionshauses sind sich nach der Lektüre einig: Die Qualität des diesjährigen Aufgebotes ist überragend.

„Zahlreiche Bilder würden selbst renommierten Museen zur Ehre gereichen“, sagt Ralf Waschkau. Dazu gehören nach seinen Worten die Usedomer, Rügener oder Hiddenseer Landschaften von Otto Manigk, Karen Schacht, Otto Niemeyer-Holstein, Tom Beyer, Elisabeth Büchsel oder Louis Douzette. Auch für die monumentalen Hauptwerke von Susanne Kandt-Horn („Bedrohung“) und Manfred Kandt („Blaue Flötenspielerin“) dürfte internationales Interesse bestehen. Waschkau verweist zudem auf extrem seltene Ölmalereien von Herbert Wegehaupt und Rolf Werner oder das bemerkenswerte Ölgemälde „Liegende“

von Walter Womacka. „Als Modell diente ihm seine Tochter Uta, genau wie bei dem 1963 entstandenen Bild ’Am Strand’ – eine Ikone der DDR-Malerei“, erzählt Waschkau.

Als besonderer Höhepunkt der Auktion gilt das Bieten für einen Holzschnitt von Joachim Christian Friedrich, den er um 1800 gefertigt hat. Dessen berühmter Bruder Caspar David Friedrich, der als bedeutendster Sohn Greifswalds und Begründer der Romantik gilt, lieferte für diesen Holzschnitt zahlreiche Vorlagen.

Zum breit gefächerten Angebot der bevorstehenden Auktion gehören auch ein massiver silberner Preisteller für den ersten Sieger eines Pferderennens in Heringsdorf im Jahre 1907. Mit der Ausrichtung dieser „Hindernis-Rennen“ strebte der Ort damals danach, ein Bad von Weltgeltung zu werden. Der Erste Weltkrieg beendete diese Ambitionen jäh.

Die Angebotspalette reicht über die surrealen Bildschöpfungen des früh tödlich verunglückten Stralsunder Künstlers Manfred Kastner bis hin zu einer Adaption des berühmten Munchschen Bildes „Der Schrei“ vom Pop-Art-Künstler James Rizzi. Wie Waschkau versicherte, bekommt man solche Angebote nicht alle Tage. „Das Gute an meiner Auktion ist, dass ich mir in den zurückliegenden zehn Jahren einen Namen erarbeitet habe. Jetzt muss ich nicht mehr jedem tollen Bild hinterherjagen, mittlerweile kommen die Veräußerer auf mich zu“, schildert er.

Insgesamt sind auf der 14. Pommerschen Kunstauktion 199 Bilder regionaler und aufstrebender Künstler im Original zu sehen und zu ersteigern. „Ich habe mich in diesem Jahr bewusst für Greifswald und das Pommersche Landesmuseum entschieden. In der Universitäts- und Hansestadt ist das Kunstinteresse doch noch deutlich größer als auf der Insel Usedom“, bekennt der Kunstexperte. Bereits vor zwei Jahren hatte er anlässlich der zehnten Kunstauktion das Pommersche Landesmuseum wegen des besonderen Ambientes als Veranstaltungsort gewählt und dort seinen 1000. Zuschlag erteilt.

Auch für die nunmehr 14. Auflage seiner Kunstauktion rechnet Ralf Waschkau wieder mit vielen Käufern aus aller Welt. „Die von mir veräußerten Kunstwerke hängen mittlerweile auf fast allen Kontinenten“, sagt er. Die Teilnahme an der Auktion ist per schriftlichem Gebot, als Telefonbieter nach vorheriger Anmeldung, per Internet oder durch persönliche Teilnahme möglich. „Ich bin auf das Publikumsinteresse am 2. September sehr gespannt“, so der Koserower.

Vorbesichtigung in Koserow

199 Bilder namhafter Künstler der Region sind vor der 14. Pommerschen Kunstauktion am 2. September im Pommerschen Landesmuseum im Original zu besichtigen. Dazu öffnet der Koserower Kunstsalon in der Karlstraße 3 vom 26. August bis zum 1. September täglich von 10 bis 18 Uhr.

Der Katalog mit allen Werken kann auch telefonisch bestellt werden.

Preis: 10 Euro. ☎ 038375/24054

Cornelia Meerkatz

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