Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Greifswald Rausgeputzt: Uni investiert in Zentrum der Kunst und Musik
Vorpommern Greifswald Rausgeputzt: Uni investiert in Zentrum der Kunst und Musik
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 23.08.2014
Die Gebäude des künftigen Zentrums für Musik und Kunst der Uni. Fotos (4): Eckhard Oberdörfer
Greifswald

Zwischen der Wachsmann- und der Baustraße befindet sich in Zukunft das Zentrum für Kunst und Musik der Universität. Die Hochschule investierte etwa 2,4 Millionen Euro in das Caspar-David-Friedrich-Institut (Nummer 46/47), das Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaften (Nummer 48/49) sowie die Bahnhofstraße 51. Dort sind gegenwärtig die Mitarbeiter zweier Lehrstühle der Historiker und die Kommunikationswissenschaftler zu finden.

Nach Fertigstellung des geistes- und sozialwissenschaftlichen Campus auf dem früheren Klinikgelände Loefflerstraße ist folgendes vorgesehen: Die Künstler nutzen die Häuser Bahnhofstraße 46/47 und 51, die 50 teilen sie sich mit den Musikern, die alleiniger Hausherr der 48/49 sind. „Die Fassade des Fremdsprachen- und Medienzentrums wird noch gereinigt“, so Vizekanzler Peter Rief beim Rundgang mit der OZ. „Auch die Eingangstür soll aufgearbeitet werden.“ Viele werden dieses Gebäude (Bahnhofstraße 50) noch als Mensa kennen. Die Tür wird gegenwärtig als Litfaßsäule missbraucht. Rief hofft, dass das nach der Verschönerung nicht mehr so ist. Denn die Sanierung der alten Häuser erfolgt mit viel Liebe zum Detail.

Die Uni ging behutsam mit den Gebäuden um, die bis auf die 51 unter Denkmalschutz stehen. „Hier wurden Fenster und Fassade saniert“, erläutert der Vizekanzler. Beim Erker, Ecke Baustraße, hat ein Handwerker aus Loitz extra rundes Fensterglas hergestellt. So bleibt der ursprüngliche Eindruck des 1878 eingeweihten Gebäudes bestehen. „Die Fassade des Caspar-David- Friedrich-Instituts ist so neutral gestrichen, weil die Künstler ja viel mit Farbe arbeiten“, erklärt Rief. Einen roten Farbtupfer gibt es nur im Treppenhaus. Beim Deckenstuck entschied man sich gegen Ergänzungen. Er wurde nur gereinigt und befestigt. „Im Obergeschoss haben wir gusseiserne Säulen entdeckt, die vorher nicht zu sehen waren“, erzählt Rief. Damit sie bestaunt werden können, werden zwei Professorenbüros per Glaswand getrennt. „Unter mehreren alten Belägen haben wir Eichenholzparkett mit Mahagonifugen gefunden“, berichtet Rief in einem der großzügigen Malsäle. „Es soll eines der ersten industriell gefertigten Eichenparketts sein.“ Das ganze Friedrichinstitut ist übrigens so gestaltet, dass ein Rundgang möglich ist. „Damit können Ausstellungen stattfinden.“ Das Haus der Musiker wurde bei laufendem Betrieb saniert. Hier gibt es am Fassadenstuck und im Innern mehr Farbe zu sehen. Großes Plus für die Musiker: Durch neue Fenster hinter den historischen wird der Straßenlärm verbannt.

Besonders stolz sind Rief und der Leiter des Referates zentrale Dienste, Mike Naujok, aber auf den sanierten Hörsaal der alten Frauenklinik in der Wollweberstraße mit jetzt 147 statt 110 Plätzen. Den nutzen die Geisteswissenschaftler. Mit 345 000 Euro sei man unter den geplanten Kosten geblieben, freut sich Rief. Dank Studentenbefragung zur Möblierung gestalte sich der Aufenthalt sehr bequem.

Das besondere Schmankerl des Hörsaals: Wenn der Vorhang zur Verdunkelung heruntergeht, entfaltet sich auf ihm ein großes Unisiegel.

Die Fassade ist so neutral gestrichen, weil die Künstler ja viel mit Farbe arbeiten.“Peter Rief, Vize-Kanzler



Eckhard Oberdörfer

Rakower Jungstorch war ans Nest gefesselt und wurde jetzt befreit.

23.08.2014

In Nepzin muss eine Familie auf behördlichen Druck hin das Spielhaus ihrer Kinder abbauen.

23.08.2014

Die Einschulungsfeier in der Mehrzweckhalle in Schönwalde I I findet heute inmitten von Gerüsten statt.

23.08.2014