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Romantische Gedichte von Arndt neu aufgelegt

Greifswald Romantische Gedichte von Arndt neu aufgelegt

Rechtsprofessor Joachim Lege schreibt im Buch: „Arndt hat für all das, was uns heute so selbstverständlich ist, gekämpft.“

Greifswald. „Steh’ und falle mit eignem Kopfe, Thu’ das Deine thu’ es frisch! Besser stolz an dem irdnen Topfe, Als demütig am goldnen Tisch“ – Mit diesen Zeilen aus dem Gedicht „Lebenslied“ von Ernst Moritz Arndt (1800) beginnt die neueste Publikation im Streit um den Namenspatron der Universität Greifswald. Das kleine Buch enthält 32 romantische Gedichte des umstrittenen Schriftstellers sowie kurze Texte, zum Beispiel über die Freundschaft von Arndt zum pommerschen Dichter Karl Gottlieb Lappe und Begegnungen mit dem Greifswalder Maler Caspar David Friedrich.

„Unser Ziel war es, ein Bild des sehr gefühlsbetonten, tiefgläubigen Arndt zu zeichen“, sagt Mitherausgeber Klaus-Dieter Salewski. „Wer nie im Zorn erglühte, kennt auch die Liebe nicht“ ist in der vergangenen Woche im Greifswalder Verlag Karl Lappe erschienen.

Abgedruckt ist auch eine Rede von Joachim Lege, Rechtsprofessor an der Uni Greifswald, der erklärt, warum er sich mit Arndt identifizieren kann. „Nachdem Napoleon dann in den Freiheitskriegen zurückgeschlagen worden war, hofften die Deutschen, hoffte das deutsche Volk auf ein neues, starkes einiges Reich – Einigkeit und Recht und Freiheit“, so Lege. Stattdessen habe es 1815 ein Sammelsurium von 41 souveränen Fürsten und Freien Städten gegeben. „Arndt hat für all das, was uns heute so selbstverständlich ist, gekämpft“, führt er aus. Auch Arndts bedingungslosen Einsatz für die Meinungs- und Pressefreiheit hebt Lege hervor, für einen Staat, in dem jeder frei sein kann und für ein humanitäres Kriegsvölkerrecht. Lege betont, dass er sich in die Welt Arndts hineindenken kann.

kat

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