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Greifswald Studentin kämpft in MV für mehr Völkerverständigung
Vorpommern Greifswald Studentin kämpft in MV für mehr Völkerverständigung
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11:29 21.02.2015
Esther Neumann setzt sich in Greifswald, aber auch in ganz MV für Freundschaft zwischen Deutschen und Franzosen ein. Quelle: Steffen Thimm

Politikverdrossenheit ist Esther Neumann fremd. Denn die 21-Jährige studiert Politik- und Kommunikationswissenschaft an Greifswalds Universität und ist darüber hinaus auch politisch engagiert. Sie kämpft mit viel Leidenschaft für die Völkerverständigung zwischen Deutschen und Franzosen. Möglich macht das vor allem ihr bis September dieses Jahres gültiges Mandat beim Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW). Durch dieses setzt sie sich ehrenamtlich als Regionalbotschafterin für Mecklenburg-Vorpommern in Schulen, Unis und vielen weiteren Einrichtungen für den Abbau von Vorurteilen ein. „Gerade in MV habe ich das Gefühl, dass der Austausch stärker gefördert werden kann“, sagt Esther Neumann. So gebe es russische und polnische Kulturtage, jedoch würden solche Veranstaltungen mit dem westlichen Nachbarn fehlen.

Besonders in Greifswald hat die engagierte Studentin — die unter anderem Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) und die heutige Regierungschefin Angela Merkel (CDU) als Vorbilder nennt — bereits ein Netzwerk aufgebaut. In der „Kulturbar“ veranstaltet sie alle zwei Wochen Stammtische, in denen die junge Frau rund 30 Gleichgesinnte zum kulturellen und sprachlichen Austausch begrüßt. Auch einen Filmabend mit dem Drama, „Le passé - das Vergangene“ von Regisseur Asghar Farhadi stellte sie bereits auf die Beine. Weitere Kinoabende, Podiumsdiskussionen und kleinere Konzerte sollen folgen.

„Tausche doch mal die Ostsee gegen die Côte d‘Azur“ (die französische Mittelmeerküste) ist ihr Motto. Diesen Sommer schließt Esther Neumann voraussichtlich ihr Studium ab, würde sich aber gerne weiter in MV für das DFJW engagieren. „Falls ich gehen muss, gehe ich mit einem weinenden Auge“, sagt sie wehmütig.

Gebürtig stammt die junge Frau aus Münster und wuchs in Rühen bei Wolfsburg auf. Durch mehrere vom DFJW geförderte Schüleraustausche in La Guerche-de-Bretagne lernte die damals 14-Jährige Frankreich kennen und lieben. Mit den Kindern ihrer Gastfamilie steht sie heute noch immer in regem Kontakt.

Esther Neumanns Augen werden groß vor Freude, wenn sie von ihren Erfahrungen in Frankreich erzählt. „Gerade die Vorurteile bei jüngeren Generationen bestätigen sich nicht. Sie sind aufgeschlossen, freundlich und interessieren sich für die Kultur ihres Gegenübers“, erklärt die lebenslustige Studentin. Eher ältere Menschen beider Nationen wären verstockt und pflegten oft noch Vorurteile.

2011 zog Esther Neumann zum Studium in die Hansestadt. 2013 wollte sie eigentlich nur ein Semester Politik im westfranzösischen Angers studieren — und blieb bis 2014. Zurück in Greifswald bewarb sich die junge Frau daraufhin umgehend beim Jugendwerk. Nun ist sie noch bis September dieses Jahres eine von insgesamt 87 in Deutschland und Frankreich aktiven „Juniorbotschaftern“. Ihre Zielgruppe:

Menschen im Alter von drei bis 30.

Das DFJW wurde 1963 im Rahmen des damals geschlossenen „Elysée-Vertrags“ gegründet. Dieser sollte die jahrzentelange Feindschaft zwischen dem deutschen und dem französischen Volk beenden. Der damalige CDU-Bundeskanzler Konrad Adenauer (1876-1967) sowie der französische Staatspräsident Charles de Gaulle (1890-1970) besiegelten das in Paris geschlossene Bündnis. Das Jugendwerk organisiert länderübergreifend etwa 9000 Begegnungen pro Jahr und vergibt jedes Jahr Stipendien, Zuschüsse und organisiert Sprachkurse.

Das Jugendwerk im Netz
Mehr Infos über das DFJW gibt es im Internet auf der Seite www.dfjw.org oder per E-Mail an esther.neumann@dfjw-juniorbotschafter.org.

Facebook-Gruppe: „Greifswald: Deutsch-französisches Treffen“



Steffen Thimm

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