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Keine Einigung zu Haustarifen am Theater

Greifswald Keine Einigung zu Haustarifen am Theater

Zwischenlösung bis März sieht ein Plus von 2,4 Prozent vor

Greifswald. . Die Tarifverhandlungen zwischen dem Theater Vorpommern und den Künstlergewerkschaften sind am Mittwochabend ohne Ergebnis zu Ende gegangen. „Wir konnten keinen Durchbruch erzielen“, sagt Dirk Löschner, Geschäftsführer und Intendant des Theaters Vorpommern. „Unser deutlich verbessertes Angebot ist noch immer sehr weit von den Vorstellungen der Gewerkschaften entfernt“, sagt Löschner.

Die Haustarifverträge für die 175 künstlerischen Mitarbeiter am Theater laufen zum Jahresende aus. Wegen des akuten Zeitdrucks haben sich alle Beteiligten zumindest auf einen Anschlusshaustarifvertrag bis Ende März 2017 geeinigt. „Das gibt uns mehr Luft für weitere Verhandlungen“, sagt Löschner. Ab dem 1. Januar bekommen alle Mitarbeiter des Theaters 2,4 Prozent mehr Lohn. Löschner betont, dass die Gehaltserhöhung nicht nur den Künstlern zugute kommen soll, sondern auch allen anderen Mitarbeitern. Diese haben Einzelverträge.

Hauptproblem: Die Mitarbeiter verzichten seit mehr als 20 Jahren auf einen Teil ihres Gehaltes. Zuletzt ist die Lücke zum Flächentarifvertrag auf 17 Prozent gewachsen. Die Gewerkschaften fordern ein Ende der Billiglöhne und bestimmte Zugeständnisse für Arbeitsbedingungen im noch zu gründenden Staatstheater Nordost. Was den Lohn angeht, hat die Landesregierung längst angekündigt, dass die Mitarbeiter künftig wieder an den Tarif angelehnt bezahlt werden sollen. Bislang stellt das Land jedoch nicht die nötige Finanzierung zur Verfügung. Löschner, der am Verhandlungstisch sitzt, kann nur über die Summe verhandeln, die Land und Kommunen als Geldgeber des Theaters anbieten. „Alle, die mit dem Staatstheater etwas erreichen wollen, müssen sich mit den Gewerkschaften an einen Tisch setzen“, fordert Löschner.

Im Januar soll es eine weitere Verhandlungsrunde geben. „Das ist eine sehr knappe Geschichte. Es geht um die Existenz des Theaters“, sagt Löschner. Sollte der Haustarifvertrag ohne neues Ergebnis auslaufen, müssten die 175 Künstler ab April nach Tarif bezahlt werden. Das jedoch würde das Theater in die Insolvenz führen.

kat

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