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Klassiker als Scratch-Konzert

Greifswald Klassiker als Scratch-Konzert

Open-Air-Event „Carmina Burana“ startet morgen Abend am Museumshafen mit einer Feuershow

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Schon die Proben der Sänger waren für alle Mitwirkenden ein Erlebnis.

Quelle: Fotos: Peter Binder

Greifswald. Nach der erfolgreichen Uraufführung der „Carmina Burana“ im Jahre 1937 schrieb der Komponist Carl Orff an seinen Verleger: „Alles, was ich bisher geschrieben und was Sie leider gedruckt haben, können Sie nun einstampfen! Mit Carmina Burana beginnen meine gesammelten Werke!“ Die Carmina Burana sind vielfach in anderen Werken, in der Werbung und in mehr als 70 Film- und Fernsehproduktionen verwendet worden und immer noch ein beeindruckendes Konzertereignis.

OZ-Bild

Open-Air-Event „Carmina Burana“ startet morgen Abend am Museumshafen mit einer Feuershow

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Wir wollten, dass jeder mitmachen kann, um das Fantastische, das von dem Stück ausgeht, noch zu steigern.“ Golo Berg, Generalmusikdirektor

In diesem Sommer werden sie nun dreimal innerhalb der Open- Air-Saison „Ahoi – Mein Hafenfestival“ aufgeführt, darunter einmal in Greifswald – und zwar morgen. Das Besondere: Jeder kann mitsingen!

„Die Carmina Burana ist ein ganz beeindruckendes Werk. Wir wollten, dass jeder mitmachen kann, um das Fantastische, das von dem Stück ausgeht, noch zu steigern“, erklärt Golo Berg, Generalmusikdirektor am Theater Vorpommern. So wird das Konzert als „Scratch-Konzert“ aufgeführt, bei dem insgesamt 165 (Chor-)Sänger teilnehmen, darunter 72 Laiensänger aus der Region. Dazu zählen der Opernchor sowie der Kinder- und Jugendchor des Theaters Vorpommern, die Singakademie Stralsund, der Chor der Opera na Zamku Stettin und das Philharmonische Orchester Vorpommern.

Ein Konzert in dieser Form veranstaltet das Theater Vorpommern nun zum ersten Mal. „Es ist ein immenser organisatorischer Aufwand, alle Chorsänger zu koordinieren“, weiß Berg. Rustam Samedov, Chordirektor am Theater Vorpommern, ist für die Organisation der Sänger zuständig. „Es macht immer wieder großen Spaß, mit Laien und Profis zusammenzuarbeiten. Schön zu erleben, wie die Profis den Laien die Angst nehmen“, erzählt Samedov. Die Chorleitung der Carmina Burana ist eins der beiden größten Projekte für den Chordirektor während seiner Arbeitszeit am Theater Vorpommern. Zum Ende der Spielzeit wechselt er an die Oper Halle. Nur dreimal, am vergangenen Freitag, Sonnabend und gestern, trafen sich die Laiensänger zur gemeinsamen Stimmgruppenprobe. Natürlich mussten alle im Vorfeld schon Lied und Text selbstständig einstudieren. „Wir hatten dafür extra spezielle Konditionen mit Notenverkäufern getroffen, damit die Sänger günstig ihr Material erwerben konnten“, berichtet Theaterpädagogin und Projektkoordinatorin Sabine Kuhnert. Die Profis Jardena Flückiger, Thomas Rettensteiner und Johannes Richter singen als Solisten bei der Kantate mit, deren lateinische, mittelhochdeutsche und altfranzösische Texte ursprünglich aus dem 11. und 12. Jahrhundert stammen. „Sogar Lautmalerei, erfundene Worte, verwendete Orff, um einen harmonischen Klang zu erzeugen“, erzählt Golo Berg.

Das richtige Ambiente zu dem Opus, das von der Macht des Schicksals und der steten Wechselhaftigkeit des Glücks, der Flüchtigkeit des Augenblicks und der Vergänglichkeit der Liebe erzählt, kreiert eine Feuershow der Pyromantiker Berlin.„Bei der Aufführung steht der Spaßfaktor ganz klar im Vordergrund. Ich denke trotzdem, dass Laien und Profis zusammen einen homogenen Klang singen werden und es für alle ein akustisches und visuelles Erlebnis sein wird“, freut sich Berg.

Annemarie Bierstedt

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