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Rapunzel kommt in die Pubertät

Zinnowitz/Anklam Rapunzel kommt in die Pubertät

An der Vorpommerschen Landesbühne beginnt die Märchenzeit / 10 000 Kinder werden erwartet

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Eines der beiden gar nicht so tapferen Schneiderlein aus dem zweiten Studienjahr der Theaterakademie im Kampf mit dem Einhorn. FOTOS: CLAUDIA WINTER

Zinnowitz/Anklam. . Die Märchenzeit beginnt. Und Figuren aus den Märchenbüchern erobern die Bühne und erzählen ihre Geschichten auf ganz eigene Weise. Da ist „Rapunzel“, deren Mutter ganz versessen war auf das Grünzeug, diesen gewöhnlichen Feldsalat. Um dieses Verlangen zu stillen, versprach sie einer nicht netten, aber kinderlosen Herrscherin ihr Baby. Die böse Frau, nicht eben fantasiebegabt, nannte das Mädchen „Rapunzel“ und sperrte es ein, damit niemand es ihr wegnehme. Und doch kommt ein Prinz und verliebt sich in sie und dank ihres langen Zopfes erklimmt er den Turm. Und das Happyend ist abgemacht. In dieser Version wird die Geschichte mit viel Humor erzählt.

OZ-Bild

An der Vorpommerschen Landesbühne beginnt die Märchenzeit / 10 000 Kinder werden erwartet

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Premiere am 4. Dezember

„Das Dschungelbuch“ hat am

4. Dezember in der Blechbüchse

in Zinnowitz Premiere. Regisseurin Birgit Lenz verlegt den Mogli- Dschungel in die Stadt.

Karten und Informationen: www.vorpommersche-landesbuehne.de

Als Rapunzel 14 Jahre alt ist, entdeckt sie für einen kurzen Moment ihre Außenwelt und wird von einem alten Mann aufgeklärt, dass man Kinder nicht auf einem Rapunzelfeld pflückt. Rapunzel, gespielt von Lotta Hackbeil, die im Sommer das Mädchen in „Linie 1“ auf der Open-Air-Bühne der Stadt Usedom war, hat durchaus schon pubertäre Träume und deshalb fordert sie bei der ersten Begegnung mit dem Prinzen sofort einen Kuss. Jonte Volkmann als Prinz ist ob des zielstrebigen Vorgehens einigermaßen verblüfft. So hält diese Inszenierung viele schöne Einfälle bereit, die Kinder wie Erwachsene gleichermaßen amüsieren.

„Die tapferen Schneiderlein“ hatte bereits im Sommer Premiere. Aber jetzt kommen sie wirklich zum Zuge. Auch hier wird die Geschichte nach Grimm erzählt – mit Musfrau und Prinzessin, Wildschwein, Riesen und Einhorn. Aber auch ein wenig anders. Es sind schon mal zwei Schneider-Brüder und die tanken nicht plötzlich nach der Musstulle Mut und Kraft, sondern versuchen den Auseinandersetzungen mit den „Feinden“ geschickt aus dem Weg zu gehen, was natürlich komisch ist. Auch die Prinzessinnen sind letztlich nicht nach „Schneider-Geschmack“, deshalb suchen sie sich andere Bräute. Gespielt wird die Geschichte vom zweiten Studienjahr der Theaterakademie Vorpommern. Und das über zwanzigmal bis Weihnachten, meist zweimal am Tag zu ungewöhnlichen Zeiten für Schauspieler, 9 und 11 Uhr. Das Stück steht auf dem Spielplan in Anklam, Zinnowitz und im Schauspielhaus Neubrandenburg. Nach diesem Marathon wissen die angehenden Schauspieler sicher, ob sie den Beruf wirklich einmal ausüben wollen.

Die dritte große Inszenierung für Kinder ist „Das Dschungelbuch“, Premiere ist am 4. Dezember in Zinnowitz. Regisseurin Birgit Lenz verlegt den Mogli-Dschungel in den Stadt-Dschungel. Natürlich erlebt Mogli all die Abenteuer, die der Autor ihm zugedacht hat. Der Tiger Shere Khan will Jagd auf den Jungen machen, der Bär Baloo und Panther Bagheera beschützen ihn. Bei aller Dramatik wird auch das sicher eine fröhliche Geschichte.

Gern gesehener Gast beim Theater ist das Fritz-Reuter-Ensemble Anklam, das auch seine märchenhafte Revue „Wikos in Aufruhr“ in Zinnowitz vorstellt. Wikos sind eine Art Gehilfen des Weihnachtsmanns und sie sind am Verzweifeln, denn die immer größeren Wünsche der Kinder können sie nicht mehr befriedigen. Deshalb fragen sie sie, warum sie sich immer mehr wünschen. Und das alles wird nicht nur mit Worten erzählt, sondern auch mit Artistik und Tanz.

Bis zum Jahresende sind an der Vorpommerschen Landesbühne 85 Vorstellungen speziell für die jüngsten Theaterbesucher geplant. Acht unterschiedliche Stücke für alle Altersgruppen stehen auf dem Spielplan.

Insgesamt erwartet die Vorpommersche Landesbühne zu den Märchenveranstaltungen in allen seinen Spielstätten um die 10000 Kinder.

Claudia Winter

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