Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 15 ° Regenschauer

Navigation:
Uni fehlen Lehrkräfte für Sprachbildung

Greifswald Uni fehlen Lehrkräfte für Sprachbildung

Nur 200 bis 250 Studenten können in Englisch unterrichtet werden.

Voriger Artikel
Sibylla-Schwarz-Haus: Nur Fassadenpflege statt Sanierung?
Nächster Artikel
Ein besonderer Studientag: Wind und Wetter unter Segeln fühlen

Heidrun Peters (links) und Katrin Adolphi wünschen sich Lösungen.

Greifswald. Schon heute stammen mehr als 50 Prozent der Studenten der Universität nicht aus Mecklenburg-Vorpommern. Es sollen noch mehr werden. Große Chancen werden in der Internationalisierung der Hochschule gesehen. Greifswald hat da Nachholebedarf. Der Anteil internationaler Studenten liegt mit fünf Prozent unter dem nationalen Durchschnitt kleiner Universitäten (9,5 Prozent). Im Interview mit der OZ sprach der Dekan der Philosophischen Fakultät, Thomas Stamm-Kuhlmann, vom geplanten Aufbau eines kleinen Sprachenzentrums.

Ich wünsche mir mehr Problembewusstsein und Lösungsansätze.“Heidrun Peters, Sprachenzentrum

Für Heidrun Peters, Leiterin des Fremdsprachen- und Medienzentrums der Uni Greifswald (FMZ), ist das nur eine Umbenennung. Schon jetzt biete das FMZ Sprachkurse für alle Fakultäten an und sei international mit 18 Universitäten durch Kooperation vernetzt. „Internationalisierung heißt für das FMZ, alles zu fördern, was der Verbesserung der Sprach- und Kulturkompetenz dient.“

Sprachkenntnisse im Studium und im Beruf seien zwingend erforderlich. Für englischsprachige Studiengänge müssten Lehrkräfte und Studierende ausreichend qualifiziert sein, betont Peters. „Mitnichten kann jeder deutsche Student einer Fachvorlesung in der Wissenschaftssprache Nummer 1 folgen. Aber wir haben nur eineinhalb Haushaltsstellen für die Englischausbildung von Studierenden aller Fakultäten, was einer Halbierung seit 2006 entspricht. Alle anderen wurden weggekürzt.“ Damit könnten 200 bis 250 der 10000 Greifswalder Studenten in Englisch unterrichtet werden. „Ein Tropfen auf den heißen Stein“, stellt die Leiterin des FMZ fest. Dabei verbesserten Englischkenntnisse nicht nur die Berufsaussichten, sondern sind oft Voraussetzung für eine Forsetzung des Studiums an anderen Orten. „Englisch beherrscht den Alltag an Hochschulen im Ausland und in der Wissenschaft“, bekräftigt Katrin Adolphi, die die Weltsprache im FMZ unterrichtet. „Ich bekomme immer wieder Anfragen von Fachschaften und Studierenden, wann wieder Kurse für Naturwissenschaften eingerichtet werden“, so Heidrun Peters weiter. „Aber die früher dafür vorgesehene Stelle gibt es seit Januar 2016 nicht mehr.“ Die Lektoren des Anglistikinstituts könnten die Lücken nicht füllen, sie hätten schon mehr als genug zu tun und seien nicht auf Fachsprachen spezialisiert. „Ich gehe im September 2017 in den Ruhestand“, sagt Heidrun Peters. „Bis dahin möchte ich mehr Problembewusstsein und zumindest Lösungsansätze.“ Was passieren müsse, stehe in einem im September 2015 vorgelegten Empfehlungsbericht der Hochschulrektorenkonferenz. Demnach blieb die bisherige Internationalisierungsstrategie von 2013 „in ihrer Umsetzung weitgehend folgenlos“. Es müsse mehr Angebote für die englischsprachige Lehre geben. „Das Beraterteam bekräftigt die Rolle des Sprachenzentrums für die weitere Internationalisierung und hält es für wichtig, die fachübergreifende Funktion des Sprachenzentrums anzuerkennen und dieses entsprechend auszustatten.“ Peters schlägt vor, genauer den Bedarf zu ermitteln und dann eine Vision zu entwickeln. Sie kann sich vorstellen, dass das Sprachenzentrum von der Philosophischen Fakultät in den Verantwortungsbereich des Rektorats als zentrale Einrichtung wechselt. Schließlich sei die Sprachausbildung ein Anliegen der gesamten Hochschule. „Wir arbeiten an der Zukunft“, so Unisprecher Jan Meßerschmidt. „Es wird ein Konzept für die künftige Struktur eines Sprachenzentrums entwickelt.“

Eckhard Oberdörfer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Damaskus

Zehntausende Flüchtlinge im Norden Syrien sind eingekesselt. Die Türkei könnte sie vor dem IS retten - hält die Grenze aber dicht.

mehr
Mehr aus Kultur
Verlagshaus Greifswald

Johann-Sebastian-Bach-Str. 32
17489 Greifswald

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag
10.00 bis 17.00 Uhr
Freitag
10.00 bis 15.30

Leiterin Lokalredaktion: Katharina Degrassi
Telefon: 0 38 34 / 79 36 74
E-Mail: greifswald@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Physik,Kernphysik,Wendelstein,Plasmaphysik,Atome Teaser der den User auf die Themenseite führen soll image/svg+xml Image Teaser Wendelstein 7-X 2015-09-23 de Themenseite Wendelstein 7-X In der Fusionsanlage des Max-Planck-Instituts in Greifswald wird erforscht, ob sich die Kernfusion zur Energiegewinnung eignet. Hier finden Sie Artikel, Videos und viele weitere Informationen zum Thema.
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.