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Unimusiker verzaubern Brasilien

Greifswald/Blumenau Unimusiker verzaubern Brasilien

Mit allem hatte Universitätsmusikdirektor Harald Braun während der Brasilientournee seines Orchesters und Chores gerechnet, aber nicht mit diesem Bild: Vor den Theatern ...

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Dieses brasilianische Mädchen aus einem Armenviertel in Rio hält zum ersten Mal in ihrem Leben eine Geige in den Händen.

Quelle: Fotos: Privat

Greifswald/Blumenau. Mit allem hatte Universitätsmusikdirektor Harald Braun während der Brasilientournee seines Orchesters und Chores gerechnet, aber nicht mit diesem Bild: Vor den Theatern in Pomerode und in Blumenau im Bundesstaat Santa Catarina standen die Menschen schon Stunden vor dem Konzert an. „Am Ende war die Schlange an die 500 Meter lang. Das sah einerseits so imposant aus, andererseits kamen wir uns vor wie im falschen Film“, erzählt ein überglücklicher Universitätsmusikdirektor am Telefon in Südamerika, der nur bedauerte, davon für die OZ kein Foto gemacht zu haben.

OZ-Bild

Mit allem hatte Universitätsmusikdirektor Harald Braun während der Brasilientournee seines Orchesters und Chores gerechnet, aber nicht mit diesem Bild: Vor den Theatern ...

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Tausende Besucher

1100 Gäste kamen allein in Pomerode zu den beiden Konzerten ins dortige Theater. Noch mehr Besucher wurden in Blumenau gezählt.

Insgesamt haben die 60 Musiker aus Greifswald mehrere Tausend Brasilianer mit ihren Konzerten erricht. Auf dem Programm stand u.a. Haydns „Schöpfung“.

Was also taten die Musiker und Sänger angesichts des riesigen Interesses? Sie gaben jeweils nach einer kurzen Verschnaufpause noch ein Anschlusskonzert. „Vier Konzerte in zwei Tagen, das hatten wir auch noch nicht“, freut sich Pianist Benjamin Saupe. „Das waren unvergessliche Auftritte“, schwärmt auch Gladys Sievert aus Pomerode. Im Theater fänden normalerweise 650 Gäste Platz. Für den Auftritt seien noch zusätzlich 100 Stühle „hineingequetscht worden. Aber da warteten immer noch so viele Menschen“, erzählt sie. Zum Glück habe es das Anschlusskonzert gegeben. Gladys Sievert nutzte die Gelegenheit, um mit Harald Braun weitere Projekte zu besprechen In Blumenau wohnten zudem Studenten und Dozenten der dortigen Universität — sie ist Partneruniversität der Greifswalder Alma Mater — auch den Proben bei, um viel zu lernen. „Wir haben gleich mit dem Rektor über neue Vorhaben gesprochen, um die Zusammenarbeit zu intensivieren“, so Braun.

Chor und Orchester der Uni Greifswald sind seit dem 3. März auf Tournee in Brasilien. Zustande gekommen ist die Reise auch durch die Unterstützung der Unternehmerverbände Vorpommern und Pomerode.

„Ich finde, es ist eine tolle Idee, den brasilianischen Pommern zu zeigen, was junge Künstler aus Greifswald für ein enormes Potenzial haben“, begründet Gerold Jürgens als Präsident des hiesigen Unternehmerverbandes das Engagement. Mit seiner Hilfe und des Pomeroder Amtskollegen Ivan Blumenschein ist es gelungen, die Musiker für die drei Tage bei Familien unterzubringen. „So können neue freundschaftliche Kontakte entstehen“, sagt Jürgens. Finanzielle Unterstützung für die Reise gab es vom Goethe-Institut.

Sehr emotional verlief auch der Auftritt in Florianopolis: Im Gemeindehaus der evangelischen Kirche gaben die Greifswalder ein Spontankonzert. Zuvor waren sie bereits in Rio de Janeiro im Kulturhaus Favela Rocinha und in der evangelischen Kirche aufgetreten. „Wir haben lange mit den Kindern und Jugendlichen aus der Favela (portugiesisch für Armen-/Elendsviertel — die Red.) gesprochen und gemeinsam gesungen, sie wirkten dabei so glücklich. Als sie noch unsere Instrumente in die Hand nehmen und versuchen durften, ihnen einen Ton zu entlocken, waren sie völlig aus dem Häuschen vor Freude“, schildert ein bewegter Harald Braun. Nun sind unsere Kulturbotschafter in freudiger Erwartung auf ihr letztes Konzert in der Universität in Porto Alegre, an das sich noch ein Workshop anschließt. „Wir kommen mit tollen Eindrücke zurück — die Gastfreundschaft der Brasilianer ist überaus herzlich. Wir haben als Vertreter Pommerns bleibende Eindrücke hinterlassen“, sagt der Unimusikdirektor undhofft, dass es nicht die letzte Konzertreise nach Südamerika war.

Von Cornelia Meerkatz

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