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Vier Hände auf 88 Tasten

Greifswald Vier Hände auf 88 Tasten

Kammermusikreihe des Theaters Vorpommern mit Werken von Fauré, Schubert und Hummel eröffnet

Greifswald. Nach sinfonischem Einstieg und der ersten Musiktheaterpremiere hat nun auch die Kammermusikreihe des Theaters Vorpommern ihr erstes Wort in der neuen Spielzeit gesprochen. Und dies in Greifswalds Großem Haus am gleich vierhändig vorgeführten Flügel.

Studienleiter David Behnke und Korrepetitor David Grant hatten damit eine bis ins 16. Jahrhundert zurückreichende Musizierform gewählt, die ihre volle Entfaltung aber erst mit der Etablierung des modernen Flügels und seiner neuen klanglichen wie spieltechnischen Möglichkeiten seit Beginn des 19. Jahrhunderts erreichte. Wie musikalisch vielfältig das geschah, verdeutlichte das Duo mit drei Werken.

Zunächst als beiden Pianisten locker von der Hand gehendem Einstieg mit Gabriel Faurés „Dolly“ genanntem Zyklus (1893/96): sechs romantisch-impressionistisch verfeinerte programmatische Stimmungsbilder, die als unterhaltsame Gelegenheitsarbeit für ein kleines, Dolly genanntes Mädchen entstanden. Für Franz Schuberts deutlich tiefer gehende Wertschätzung des Genres fanden die beiden Interpreten in der biographisch umdüsterten f-Moll-Fantasie (1828, D 940) ganz andere, weitgehend entsagungsvolle und schmerzlich-elegische Töne; auch dies Merkmale einer Tonsprache, die gerade im Vierhändigen den Wunsch nach geselligem Miteinander am Instrument mit dem Anspruch von Kunstfertigkeit und Bedeutung verbindet.

Dafür stand auch die um 1821 entstandene „Grande Sonate“ op. 92 des Mozart-Schülers Johann Nikolaus Hummel, um deren hochgreifende künstlerische Ansprüche sich David Behnke und David Grant mit sichtlicher Vehemenz verdient machten. Hummel, zu Lebzeiten als europäische Pianistengröße geschätzt, hat in der Tat Klaviermusikgeschichte geschrieben und den unvoreingenommenen Blick auf sein zweifellos interessantes Werk verdient.

Ekkehard Ochs

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