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Von Berlin in den Norden: Neue Musikschule geht an den Start

Greifswald Von Berlin in den Norden: Neue Musikschule geht an den Start

Im September öffnet das „Klanghaus“ in Eldena. Carsten Muttschall, in Vorpommern aufgewachsen, zieht es wieder von der Hauptstadt in die alte Heimat zurück.

Greifswald. Musik bestimmt ihr Leben. Schon von Kindesbeinen an haben Susanne Ringmayer und Carsten Muttschall Freude am Musizieren beziehungsweise Tanzen. Eine Leidenschaft, die sie seit Jahrzehnten auch als Pädagogen an Jung und Alt weitergeben. Künftig aber nicht mehr nur am Rande Berlins, sondern ebenso in der Hansestadt Greifswald. Denn das Paar eröffnet in Eldena kommende Woche einen Ableger seiner Grünheider „Musikschule Klanghaus“. Mit einem Tag der offenen Tür am Sonnabend laden Ringmayer und Muttschall alle Neugierigen ein, sich über die Angebote und ihr Konzept einen Überblick zu verschaffen.

Carsten Muttschall, einst in Grimmen aufgewachsen, zog es wieder zurück in die alte Heimat Vorpommern. „Ich bin eben ein Fischkopp“, sagt der Kontrabassist und hatte keine Mühe, seine Frau Susanne vom Reiz des Nordens zu überzeugen. Doch die beiden wollen nicht nur am Wasser leben, sondern hier auch ein weiteres Mal ihr Musikschulkonzept verwirklichen. „Bei uns können Kinder, Jugendliche und Erwachsene verschiedene Instrumente erlernen, tanzen, trommeln oder in einer Band spielen“, berichtet Susanne Ringmayer. Der Spaß stehe dabei an erster Stelle, fügt Carsten Muttschall hinzu. Deshalb empfehlen sie sowohl Kindern als auch Erwachsenen, nicht sofort mit dem Instrumentalunterricht zu beginnen. Viel schöner sei es, zunächst in der Gruppe die Freude am Musizieren oder an der Bewegung zu gewinnen. Das funktioniere mit dem Trommeln beispielsweise ganz wunderbar, versichert Susanne Ringmayer. Die ausgebildete Tanzlehrerin spezialisierte sich auf dieses Angebot. „Denn schon nach kurzer Zeit können selbst rhythmisch Unerfahrene in einer Trommelgruppe drei- und vierstimmig spielen und so zu Erfolgen kommen“, erklärt die Pädagogin.

Doch ihr ist nicht nur wichtig, die Freude am Musizieren zu vermitteln. Spaß sei schön und gut. „Aber wir haben natürlich auch den Anspruch, Wissen zu vermitteln“, sagt Ringmayer und verweist auf ihre 15 Mitarbeiter, die allesamt ausgebildete Musikpädagogen seien. Carsten Muttschall etwa studierte zu DDR-Zeiten in Rostock an der Hochschule für Musik, bevor er nach Berlin ging und dort in Musikschulen Kontrabass unterrichtete. Daneben spielte er in verschiedenen Bands. „Ich habe nahezu in alle Musikrichtungen reingeschnuppert“, sagt er und erwähnt, jahrelang in der Gruppe Renft, in der Modern Soul Band, aber auch in einem Sinfonieorchester und einer Bigband mitgespielt zu haben.

2007 schließlich gründete er mit Susanne Ringmayer eine eigene Musikschule in Grünheide, die übrigens bestehen bleibt. Also heißt es zunächst: pendeln — auch für die Mitarbeiter. „Mal sehen, wie unser Angebot hier angenommen wird“, sagt Muttschall, der optimistisch ist. Auch, was sein Steckenpferd angeht: Der Mini-Kontrabass für Kinder, so groß wie ein Cello. In Grünheide zumindest sei er ein Renner bei den Sechs- bis Achtjährigen.

Musikschulen in Greifswald
Musikliebende Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die ein Instrument erlernen wollen, haben in Greifswald die Wahl, denn es gibt mehrere Schulen: Die kommunale Musikschule der Hansestadt befindet sich in der Steinbeckerstraße 45, Tel: 03834-2885, E-Mail: musikschule@greifswald.de

Die Montessori-Musikschule ist im Helsinkiring 5 zu Hause, Kontakt über info@montessori-musikschule.de

Die Musikfabrik, Kuhstraße 25, nennt sich auch Schule für Popularmusik, ist über info@musikfabrik zu erreichen.

Greifmusic ist eine mobile Musikschule. Kontakt: info@greifmusic.de

Neu eröffnet die Musikschule Klanghaus in Eldena, Wolgaster Landstraße 20. Infos über den Kontakt auf der Homepage: www.klanghausmusikschule.de. Am 31. August, 10-14 Uhr, findet ein Tag der offenen Tür statt.

 

Petra Hase

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