Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
„Wir leben die Weltoffenheit“

„Wir leben die Weltoffenheit“

Am 24. September wird das Usedomer Musikfestival eröffnet - ein Festival starken Stimmen, wie Intendant Thomas Hummel verspricht

Voriger Artikel
Greifswald – der private Blick
Nächster Artikel
Großes Interesse an Bücherbaum

Musik und Strandkörbe an der Wasserkante Usedoms – ein schönes Sinnbild für die bevorstehende Neuauflage des Musikfestivals. Es rückt vom 24. September bis zum 14. Oktober die Musik Schwedens in den Fokus.

Quelle: UMF

Herr Hummel, Schweden steht im musikalischen Fokus des Festivals 2016. Künstler wie Gäste kommen aber aus vielen Himmelsrichtungen und Ländern. Usedom zeigt sich also weltoffen .

 

OZ-Bild

Wir wollen überzeugende künstlerische Insel-Botschafter gewinnen.“Thomas Hummel, Festival-Intendant

Quelle:

. .

Thomas Hummel: Genau. Wir werben künstlerisch für das weltoffene Usedom, leben sie gewissermaßen. Dafür kommt uns die große Gastfreundschaft auf der Insel entgegen, hier begegnen sich also tolerante Menschen. Wir sind auf ganz Usedom präsent, und unser Feedback ist seit Jahren ausschließlich positiv. Auch diesmal gibt es wieder eine sehr große Nachfrage.

Spiegelt sich das auch im Kartenvorverkauf wieder?

Hummel: Ja, durchaus. Der Vorverkauf der Tickets läuft bislang so, dass wir glauben, die bereits sehr guten Zahlen aus dem vergangenen Jahr noch mal toppen zu können. Vor allem „unser“

Orchester, das Baltic Sea Philharmonic, wird unglaublich gut vom Publikum wahrgenommen. Das Eröffnungskonzert am 24. September im Kraftwerk des Peenemünder Museums lockt ganz viele Gäste. Wenige Karten sind noch zu haben.

Schweden war ja bereits 2006 das Gastland des Festivals. War oder ist es ein Risiko, das zu wiederholen?

Hummel: Natürlich haben wir uns zuvor viele Gedanken gemacht, wie das am besten funktionieren kann. Neue Ideen sind ja immer gefragt. Wir orientieren uns diesmal vor allem auf Vokalmusik und auf große Stimmen, haben mehrere Ensembles mit Chorgesang im Programm, darunter die A-capella-Gruppe „Vocal Six“ mit Beatles-Titeln bis hin zu Abba-Erfolgen. Und mit Ann Hallenberg eine überragende Mezzosopranistin, die übrigens kurz vor ihrem Gastspiel bei uns, zu dem sie via Berlin anreist, noch ein Privatkonzert bei der schwedischen Königin gibt.

Ein Wiedersehen gibt es auch mit der großen Dame des italienischen Krimis, Donna Leon ...

Hummel: Ja, sie ist Konzertpatin für das Hofkonzert bei Schwedens Königin, am 27. September mit Ann Hallenberg in der Zinnowitzer Kirche. Ihre Wiederkehr auf die Insel Usedom gibt uns ein wunderbares Feedback, denn sie wusste ja erst jüngst bei den Literaturtagen im Kaiserbädersaal zu überzeugen. Dass sie wiederkommt, ist wohltuende Bestätigung für uns und die gastfreundliche Insel.

Das ist es eigentlich, was wir auch anstreben, wir wollen möglichst überzeugende künstlerische Usedom-Botschafter gewinnen.

Wie würden Sie das Programm des Herbstfestivals 2016 beschreiben?

Hummel: Eigentlich bleiben wir uns erneut treu: Offenheit, Phantasie und das Verbinden von Neuem mit Alten – das macht unser Programm Jahr für Jahr aus. Es lebt eben auch von ungewöhnlichen Konstellationen, was wir nicht zuletzt unserem großartigen Festival-Dramaturgen, Jan Brachmann, zu verdanken haben.

Ist das Festivalteam schon komplett? Haben Sie erneut eine schlagkräftige Truppe beisammen?

Hummel: Natürlich, das Team steht. Technische Leitung, Pressearbeit, Büro, Praktikanten, Helfer, Künstlerbetreuung. Wir wissen ja, was alles dazu gehört, damit wir gute Gastgeber sind. Es ist mir auch sehr wichtig, hervorzuheben, dass diese Mannschaft 100-prozentig für den Erfolg des Festivals steht. Das ist eine große Herausforderung, aber jeder weiß auch, was er wie zu tun hat.

Sie selbst haben viele Termine, sind mehr im Ausland als auf Usedom. Geht das gut?

Hummel: Auf meine Mitarbeiter ist Verlass, das läuft alles. Wegen der „Discovery-Tour“ des Baltic Sea Philharmonic muss ich tatsächlich nach Kopenhagen und Danzig, Lettland und Litauen. Da geht es auch schon wieder um neue Pläne, Termine und Abstimmungen. Vor Ort wird alles, was bereits vorbereitet ist, nur noch verfeinert.

Erwarten Sie namhafte Ehrengäste?

Hummel: Für uns ist jeder Gast eine Ehre. Aber darüber hinaus freuen wir uns auf den schwedischen Botschafter, den Ministerpräsidenten Erwin Sellering sowie die Landtagspräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern.. Was mich auch erfreut ist der Umstand, dass größere Reisegruppen aus Hannover und München anreisen. Sie besuchen mehrere Konzerte und schauen sich die Insel an. So soll es sein. Also partizipieren auch die Hotels und Restaurants vom Festival.

Würden Sie ein Konzert aus der Vielfalt hervorheben wollen?

Hummel: Das ist sehr schwierig, die Angebote sind so vielfältig, dass jeder potenzielle Besucher am besten selbst entscheiden sollte. Mich persönlich reizt unter anderem die „Romantische Serenade“ in der Usedomer Marienkirche am 29. September.

Biografisches zu Thomas Hummel

Der Lebensmittelpunkt von Thomas Hummel (Jahrgang 1963) ist Gummlin auf Usedom bzw. Hamburg. Mit seiner Frau und den vier Kindern wird

zwischen beiden Orten gependelt.

Hummels Eltern waren sehr musikalisch. Sein Vater Bertold war Komponist, seine Mutter Inken Geigerin.

Hummels Frau Andrea spielt Bratsche im Hamburger Kammerorchester.

Hummels Freizeit ist sehr knapp

bemessen. Deshalb gilt sein Augenmerk besonders der Familie; mit

den Kindern eine ausgedehnte

Radtour machen, schwimmen

gehen und verreisen, das mag er.

Interview von Steffen Adler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
OZ-Bild
mehr
Mehr aus Kultur
Benjamin Barz ? Ostsee-Zeitung Hilfe Aktion Wohltaetigkeit Teaser der den User auf die Seite "Helfen bringt Freude" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Helfen bringt Freude“ 2015-11-30 de Aktion Helfen bringt Freude Seit 27 Jahren engagieren sich unsere Leser zusammen mit der OZ für sozial schwache Familien, Kinder sowie gemeinnützige Projekte in Mecklenburg-Vorpommern. Wie Sie in diesem Jahr helfen können, erfahren Sie hier.
Verlagshaus Greifswald

Johann-Sebastian-Bach-Str. 32
17489 Greifswald

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag
10.00 bis 17.00 Uhr
Freitag
10.00 bis 15.30

Leiterin Lokalredaktion: Katharina Degrassi
Telefon: 0 38 34 / 79 36 74
E-Mail: greifswald@ostsee-zeitung.de

Beilagen
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Physik,Kernphysik,Wendelstein,Plasmaphysik,Atome Teaser der den User auf die Themenseite führen soll image/svg+xml Image Teaser Wendelstein 7-X 2015-09-23 de Themenseite Wendelstein 7-X In der Fusionsanlage des Max-Planck-Instituts in Greifswald wird erforscht, ob sich die Kernfusion zur Energiegewinnung eignet. Hier finden Sie Artikel, Videos und viele weitere Informationen zum Thema.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.