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Greifswald Kulturfestival voller Leidenschaft
Vorpommern Greifswald Kulturfestival voller Leidenschaft
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08:18 26.04.2016
Klassik trifft Jazz: Die dänische Radio Big Band präsentiert am Eröffnungsabend im Theater Vorpommern ein musikalisches Feuerwerk. Begleitet wird sie von einer Opernsängerin und einem Popstar. Quelle: Nordischer Klang

Geheimnisvolle Tiefseetöne, skurrile Instrumente, grotesk-erotische Darstellungen grönländischer Mythen: Das Festival „Nordischer Klang“ in Greifswald ist immer für eine Überraschung gut. Auch im 25. Jahr seines Bestehens lässt es nichts an Attraktivität vermissen. Mehr noch: Mit über 50 Veranstaltungen an 24 Orten bietet es ab 5. Mai das umfangreichste Programm seit seinem Bestehen. Rund 300 Künstler aus Island, Norwegen, Schweden, Dänemark, Finnland und Estland werden erwartet, etwa 100 mehr als in den Vorjahren. „So vielfältig, so bunt, so laut war der Nordische Klang noch nie“, frohlockt Festivalleiter Professor Joachim Schiedermair.

Mit über 50 Veranstaltungen bietet der „Nordische Klang“ im 25. Jubiläumsjahr seine bisher größte Vielfalt

Das Besondere an der Jubiläumsausgabe: Erstmals übernehmen die fünf nordischen Botschaften in Berlin gemeinsam die Schirmherrschaft über das Festival — zusammen mit Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD). Schiedermair erachtet das als große Wertschätzung, zumal auch gleich drei Botschafterinnen zum Eröffnungabend kommen wollen. „Man nimmt wahr, dass wir praktisch die Arbeit der Botschaften tun“, verdeutlicht der Vorsitzende des Kulturvereins Nordischer Klang. Der Abend des 6. Mai ist zugleich eines der Highlights des diesjährigen Festivals. Denn mit der Danish Radio Big Band reisen exzellente Musiker nach Greifswald. Ihr Programm stellt eine Hommage an den berühmtesten Komponisten Dänemarks, Carl Nielsen (1865-1931), dar. In Kombination mit der Opernsängerin Tuva Semmingsen und dem Popstar Christian Hjelm dürfen sich die Zuschauer auf einen außergewöhnlichen Abend freuen.

Neugierig macht Frithjof Strauß, künstlerischer Leiter des Festivals, noch auf ein anderes Großensemble: Die „Arctic Sinfonietta“ aus Norwegen trifft am 11. Mai mit der russischen Percussion-Band „44 Drums“ auf scharfe Samba-Beats. Strauß verspricht eine „mitreißende Show“, die unter anderem Walgesänge zelebriert und in Greifswald zugleich ihre Weltpremiere feiert. Instrumentalpop indes bietet das schwedische Quartett „Wintergatan“, das mit seiner Murmelmaschine einen Youtube-Hit mit weltweit mehr als 17 Millionen Klicks landete.

Ob Rock oder Pop, Ska oder Klassik, Folk oder Jazz — der Nordische Klang präsentiert in guter Tradition eine Fülle an Stilrichtungen und faszinierende Mixturen für Musikliebhaber. Darüber hinaus stehen auch Lesungen, Filme, Vorträge und hochkarätige Ausstellungen im Kalender. Martin Uelisek etwa illustriert die uralten Sagen der Inuit, die der dänisch-grönländische Polarforscher Knud Rasmussen vor knapp 100 Jahren zu Papier brachte. „Die Darstellungen sind sehr derb-erotisch“, verrät Fritjof Strauß und lädt zu einem Besuch der Ausstellung ins St. Spiritus. Eine ganz andere Schau zeigt das Koeppenhaus, auf die sich Fans der Astrid Lindgren-Kinderbücher freuen dürfen. Es handelt sich um Originalillustrationen aus Ronja Räubertochter & Co., die Ilon Wikland schuf.

Kinder können auch auf ihre Kosten kommen, wenn sie am Familiennachmittag (14. Mai) das St. Spiritus aufsuchen: Eine schwedische Musikshow, norwegische Volkstänze und isländische Märchen sowie ein witziges Wissensquiz und Pippi-Langstrumpf-Lieder sorgen für ein buntes Programm, an dem auch Eltern und Großeltern sicher ihre Freude haben werden.

Rund 8000 Besucher zählte der Nordische Klang bislang jedes Jahr. Eine Zahl, die angesichts des Programms auch 2016 spielend erreicht werden dürfte. Mehr gehe kaum, sagt der zweite Festivalleiter Marko Pantermöller, „denn bereits in den Vorjahren waren viele Veranstaltungen ausverkauft.“

Der Nordische Klang

300 Künstler aus Norwegen, Schweden, Dänemark, Island, Finnland und Estland werden vom 5. bis 15. Mai in Greifswald zum Festival „Nordischer Klang“ erwartet.

50 Veranstaltungen an 24 Orten, darunter Konzerte, Ausstellungen, Lesungen, Vorträge und Filme, stehen auf dem Programm.

100000 Euro beträgt der Etat des Festivals, das in Kooperation mit dem Institut für Fennistik und Skandinavistik der Uni Greifswald veranstaltet wird — unterstützt von über 30 Förderern.

Von Petra Hase

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