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Greifswald Mobilfunkversorgung ist Hemmschuh
Vorpommern Greifswald Mobilfunkversorgung ist Hemmschuh
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17:31 04.12.2018
Vodafone-Vertreter erläuterten auf der jüngsten Sitzung des Rates für Technik, Energie und nachhaltige Entwicklung Vorpommerns den geplanten LTE-Ausbau in der Region. Quelle: Jens Feißel
Wolgast

Die mangelnde Mobilfunkversorgung in Vorpommern stand im Mittelpunkt der Wintersitzung des Rates für Technik, Energie und nachhaltige Entwicklung Vorpommerns, die in Wolgast stattfand. Der Präsident des Unternehmerverbandes Vorpommern, Gerold Jürgens, bezeichnete die aktuelle Mobilfunkversorgung als „desaströs und als Hemmschuh wirtschaftlicher Entwicklung“.

Helmut Zeitz und Hans Jürgen Rosch von Vodafone und zuständig für die Region Ost stellten sich den Fragen der Mitglieder des Rates. Sie verwiesen auf 15 Nachrüstungen in diesem Jahr in Vorpommern mit dem mobilen Breitbanddienst LTE. Bis zum 31. März kommenden Jahres sollen zwei weitere LTE-Standorte folgen und im Laufe des Jahres 2019 dann noch einmal sechs. Die Insel Usedom wird dank des hohen Engagements mehrerer Bürgermeister, allen voran Lars Petersen aus Heringsdorf und Peter Usemann aus Zinnowitz, zu einem Mobilfunk-Pilotprojekt ausgebaut. Usedom erhält allein zwölf neue Standorte für Mobilfunkmasten, drei Ersatzstandorte und 24 LTE-Erweiterungen. Davon profitieren sollen vor allem solche Ecken, die bislang regelrecht von der Außenwelt abgeschnitten waren wie etwa Stolpe oder der Lieper Winkel. Besonders durch Urlauber gab es in diesem Sommer massive Kritik an der Mobilfunkversorgung der Region.

Die Ratsmitglieder stellten sich allerdings die Frage, warum der LTE-Ausbau nicht auch in Greifswald und Umgebung sowie auf Rügen möglich ist? Von Seiten der Netzanbieter wurde dazu angemerkt, dass man gerne mehr Funktürme bauen und ausstatten würde, anstatt dem Bund Milliardenbeträge für zu ersteigernde Lizenzen zu geben.

Staatssekretär Patrick Dahlemann (SPD) berichtete im Gremium von der Arbeit des Vorpommern-Rates und wie die Zusammenarbeit mit Rat für Technik intensiviert werden könne. Er wusste sich dabei eins mit Wirtschaftsstaatssekretär Stefan Rudolph (CDU), der von einer reibungslosen und erfolgreichen Zusammenarbeit beider Gremien sprach. „Wir stimmen uns ab und finden gemeinsame Anknüpfungspunkte“, versicherten beide. Dazu zählt beispielsweise das Suchen eine Lösung für das immer akuter werdende Verkehrsproblem auf der Insel Usedom. Gemeinsam mit dem neuen Landrat von Vorpommern-Greifswald, Michael Sack (CDU), wollen die Mitglieder des Technik-Rates eine Lösung des Verkehrsdilemmas auf der Insel vorantreiben.

Als überaus erfolgreich bewertete das Gremium die Ergebnisse des Russland-Tages in MV. Der Rat für Technik, Energie und nachhaltige Entwicklung Vorpommerns möchte zusammen mit dem Unternehmerverband und dem Wirtschaftsministerium alle Möglichkeiten der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Russland ausbauen und dadurch „Brücken in eine wirtschaftlich starke Zukunft der Unternehmen beider Länder bauen“, so der Verbandspräsident, der erst wenige Tage zuvor auch Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) ermuntert hatte, im Bemühen um enge Kontakte zu Russland nicht nachzulassen.

Cornelia Meerkatz

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