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Demmin La La Land in Demmin

Das Gymnasium bietet Ausbildung in Musikklassen an / 45 Schüler aus Vorpommern-Greifswald

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Die Musik steht im Mittelpunkt. Andere Projekte, wie in Physik oder Geschichte, sind aber auch sehr gut. Zoe Kirchner (13), 8. Klasse

Demmin. „Wir sind das einzige Musikgymnasium hier in der ländlichen Region“, stellt Dirk Kollhoff (52) trocken fest. Er ist Schulleiter am Goethegymnasium Demmin mit Musikgymnasium.

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Das Gymnasium bietet Ausbildung in Musikklassen an / 45 Schüler aus Vorpommern-Greifswald

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Bisher sind erschienen: Schlossgymnasium Gützkow, Ostseegymnasium, Freie Waldorfschule, Montessori- undCaspar-David-Friedrich- Schule, Jahn- und Humboldtgymnasium, Fischer- und Martinschule, die Boddenschule Neuenkirchen, die Arndtschule und die Schule in Lubmin.

Förderangebote: Betreutes Lernen

Förderung findet vor allem im musikalischen Bereich statt. Im Ganztagsangebot gibt es eine Begabtenförderung für Mathematik und Englisch. Außerdem wird eine Hausaufgabenbetreuung angeboten. In der Mittagspause (50 Minuten) können die Informatikräume genutzt werden oder Hausaufgaben erledigt werden. Zudem können Schüler im Unterricht ihrem Lernniveau entsprechende Aufgaben erhalten.

„Deshalb sind wir auch eine Anlaufstation für Schüler aus dem Kreis Vorpommern-Greifswald“. In Demmin lernen insgesamt 475 Schüler, von denen rund zehn Prozent aus Vorpommern-Greifwald (VG) stammen.

Neben Rostock und Schwerin ist Demmin einer von drei Lernorten für musisch begabte Jugendliche und Kinder in MV.

160 Schüler sind Musikschüler (22 davon aus VG). Sie besuchen den normalen Unterricht wie die restlichen 315 Schüler auch, bekommen jedoch zusätzlich eine musikalische Ausbildung. Wer die durchlaufen will, muss vier Begabungen in einem Aufnahmetest nachweisen. Das Kind muss zwei Lieder vorsingen und zwei Stücke auf einem selbstgewählten Instrument vorspielen. Aufgaben zum Rhythmusgefühl und zum Notenverständnis komplettieren den Aufnahmetest. Dann beginnt die musikalische Ausbildung in der 5. Klasse, die bei manchen Schülern konkrete Berufswünsche formt. Alexander Eisele (16) will entweder Musik oder Gesang studieren oder Musiklehrer werden.

Die Tage der Musikschüler sind lang. Im Gegensatz zu den anderen lernen sie in einer gebundenen Ganztagsschule. Das heißt, sie müssen an insgesamt vier Stunden Zusatzunterricht pro Woche teilnehmen.

Für andere Schüler sind Extraangebote freiwillig. Jeder Musikschüler muss ein Instrument (meist Klavier) spielen und in einem von drei Chören singen: dem Spatzenchor für Fünftklässler, dem Kinderchor für die Klassen 6 bis 8 oder dem Jugendchor. Zu den zwei regulären Stunden Musikunterricht kommen zwei Stunden Chor und eine Stunde Instrumentalunterricht hinzu. Damit hört es nicht auf: zusätzlich zum Klavier freiwillig ein weiteres Instrument zu spielen, beansprucht eine weitere Stunde. Und wer in der 22-köpfigen Big Band ist oder freiwillig Unterricht in Stimmbildung nimmt, kommt von der Musik fast gar nicht mehr weg.

Die „M-er“, wie sie in Demmin genannt werden, geben mehrere Konzerte pro Jahr. Zu den Höhepunkten des Schuljahres zählt Tessa Kellner (18) das gemeinsame Chorlager des Kinder- und Jugendchores, das auf das Weihnachtskonzert des Jugendchores, ein Sommerkonzert und zwei Abendmusiken (2016 fand eine davon in Greifswald statt) vorbereitet. Jährlich wird in der Aula ein Abend mit Jazz und Rock gestaltet. Hier spielen eigene Bands und auch die Big Band. Schüler nehmen auch an der stadtweiten „Kunstnacht“ teil. „Wir sind ein wichtiger kultureller Teil der Stadt“, sagt Direktor Kollhoff.

Kultur erfahren, das soll die gesamte Schülerschaft. So kommt Jazzsaxophonist Richard Howell aus den USA alle zwei Jahre nach Demmin, erzählt Jazzgeschichte auf Englisch und musiziert mit den Schülern. „Die Kinder sind immer höflich und interessiert“, sagt Howell. „Ich bin dafür zutiefst dankbar“. Zeitgemäßen Unterricht anbieten, das will Schulleiter Dirk Kollhoff. Eine Mischung aus Frontalunterricht und Projekt- und Gruppenarbeit sei dafür geeignet. „Wir denken auch über weitere fächerübergreifende Projekte nach“, sagt er.

Essen: schuleigene Caféteria

Die Mittagspause dauert insgesamt 50 Minuten. Dann können auch Sport- und Kunstangebote wahrgenommen werden. Gegessen wird in der Caféteria, die Platz für 150 Schüler bietet. Essensanbieter ist die Firma Sodexo aus Demmin, die das Essen jeden Tag dort kocht und an die Schule liefert. Es gibt täglich ein vegetarisches Angebot und eine Salatbar. Bestellt wird online, auch per App. Essen kostet zwischen 3,05 und 3,30 Euro.

Ausstattung: zwei Häuser

Der Unterricht findet in zwei Häusern statt. Im Hauptgebäude lernen alle Klassen. Hier befindet sich auch die Sporthalle und die Aula. Parkplätze und Fahrradstellplätze stehen auf dem Gelände bereit.

Im Hauptgebäude sind die Fachräume für Musik, Kunst, Naturwissenschaften und Informatik. Im zweiten Haus finden Proben der Chöre und der Big Band statt, dort sind auch 16 Klavierübungsräume. Auch das Internat befindet sich dort.

Freizeitangebote: Sport und Technik

An der offenen Ganztagsschule gibt es ein Nachmittagsprogramm aus Sport, Kunst und Technik. Die Schüler können verschiedene Ballsportarten wie Fußball, Basketball und Handball ausüben. Sie schneidern auch oder arbeiten mit Keramik. Sie können an der Schülerzeitung mitarbeiten, die Website der Schule mitgestalten, Audiodateien am Computer bearbeiten oder für ein Sprachzertifikat in Französisch (Delf) lernen.

Lehrer: 43 Lehrer, 10 Honorarkräfte

An der Schule arbeiten insgesamt 43 Lehrer, davon sind vier festangestellte Musiklehrer. Sie nehmen an Fortbildungen zur Medienbildung und Musik und am Landesprogramm „Schulen zum Leben“ teil. Zehn Honorarkräfte sind ausschließlich im Musikbereich tätig. Die Schule ist zudem Seminarschule, so dass dort sieben Referendare und Referendarinnen arbeiten. Ein Schulsozialarbeiter wird seit 2014 beschäftigt.

Christopher Gottschalk

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