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Greifswald Land sichert Sozialarbeit im Kreis Geld zu
Vorpommern Greifswald Land sichert Sozialarbeit im Kreis Geld zu
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00:00 03.04.2014
Greifswald

Wie werden ab 2015 Schulsozial- und Jugendsozialarbeiter vom Land unterstützt? Antwort darauf erhofften sich die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses des Landkreises auf ihrer jüngsten Sitzung — immerhin sind im Kreis Vorpommern-Greifswald 34 Schulsozialarbeiter sowie 24 Jugendsozialarbeiter davon abhängig. Sie werden zum Teil über den Europäischen Sozialfonds mitfinanziert, zum Teil über Bundesmittel aus dem Teilhabepaket.

Klaus Wergin, in der Landesregierung für genau dieses Gebiet zuständig, sicherte vor den Ausschussmitgliedern zu: Auch bis 2017 und länger wird die Landesregierung die 50-prozentige Finanzierung der Stellen übernehmen.

„Das sind sehr gute Neuigkeiten, denn Schwerin plante noch zu Jahresbeginn die Förderung bei der Jugendsozialarbeit auf 45 Prozent zu kürzen“, sagte der Vorsitzende des Gremiums, Lars Bergemann (Die Linke). „Sozialarbeiter, die vor allem in den Jugendklubs des Landkreises tätig sind, werden dringend gebraucht. Sie sind gerade im Freizeitbereich durch ihre Arbeit mit Jugendlichen unverzichtbar.“

Mit der Zusicherung aus Schwerin könne den Trägern der Schul- und Jugendsozialarbeit Planungssicherheit für drei Jahre gegeben werden. „Sonst waren wir immer auf Jahresverträge angewiesen“, freute sich Bergemann. Außerdem könnte auf das Erstellen von Prioritätenlisten verzichtet werden.

Die andere Hälfte der Kosten muss der Landkreis bzw. die Wohnsitzgemeinde übernehmen. Allein der Landkreis gibt jährlich über 200 000 Euro für die Jugendsozialarbeiter und fast 400 000 Euro für die Schulsozialarbeiter aus. Und da bleibt für den Ausschussvorsitzenden eine große Unwägbarkeit: „Was passiert, wenn der hoch verschuldete Landkreis oder Wohnsitzgemeinden mit nicht ausgeglichenem Haushalt sich zu der ebenfalls für sie geltenden 50-prozentigen Finanzierung bekennen?“, fragte er.

Der Jugendhilfeausschuss erwartet deshalb laut Bergemann von der Kommunalaufsicht im Kreis und Land, dass sie Gemeinden mit nicht ausgeglichenem Haushalt gestattet, sich zu dieser freiwilligen Aufgabe zweckgebunden zu bekennen. „Nur auf diese Weise garantieren wir, dass es auch in den kommenden Jahren keine Abstriche an der Schulsozial- und Jugendsozialarbeit i geben wird“, betonte er.



Cornelia Meerkatz

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