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Greifswald Museum plant Schau mit Publikumslieblingen
Vorpommern Greifswald Museum plant Schau mit Publikumslieblingen
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16:15 05.11.2018
Kunsthistorikerin Birte Frenssen und Museologe Mario Scarabis bereiten die neue Ausstellung mit Publikumslieblingen im Konventhaus des Pommerschen Landesmuseums vor. Sie soll spätestens am ersten Dezemberwochenende öffnen. Quelle: Petra Hase
Greifswald

Das große Plakat der Sonderausstellung ist entfernt, die schwere Eingangstür verschlossen: Die Gemäldegalerie des Pommerschen Landesmuseums – bis Sonntag Heimstatt der von Christoph Müller gestifteten Dänensammlung – bleibt für die Besucher ab heute auf unbestimmte Zeit zu. Grund sind die nahenden Bauarbeiten für die „Galerie der Romantik“. Im Innenhof zwischen Konventhaus, gläserner Museumsstraße und Gemäldegalerie entsteht ein Kapellenbau, den der Bund mit fünf Millionen Euro finanziert (die OZ berichtete). Er soll künftig das Herzstück der Galerie bilden.

Ursprünglich sollten die Arbeiten bereits 2018 mit den archäologischen Grabungen beginnen. „Doch dann wäre die Baustelle über den Winter offen gewesen und hätte gesichert werden müssen. Das hätte zusätzliche Kosten verursacht“, begründet Museumsdirektor Uwe Schröder den verschobenen Start. Nach jetzigen Erkenntnissen sollen die Ausgrabungen deshalb beginnen, sobald es im Frühjahr die Witterung zulässt. Da sich das Museum auf dem ehemaligen Terrain des ab 1250 errichteten Franziskanerklosters befindet, seien historisch wertvolle Funde nicht ausgeschlossen. Mit den Planungen für den neuen Bau und dessen Einbindung in das Ensemble sei das Architekturbüro Sunder-Plassmann aus Kappeln beauftragt worden. Das verantwortete vor 20 Jahren auch den Museumsbau, der nach Fertigstellung mit dem Landesbaupreis MV geehrt wurde. „Die Entwurfsplanung für das Bauvorhaben steht, jetzt geht es an die nächsten Leistungsphasen“, sagt Schröder. Seine Stellvertreterin und Projektleiterin Birte Frenssen freut sich zudem, dass mit dem Berliner Designbüro Art+Com „ein renommiertes und international sehr erfahrenes Gestaltungsbüro“ gewonnen werden konnte. Gemeinsam mit dem Museologen Mario Scarabis erarbeitet sie die inhaltlichen Schwerpunkte für die Galerie der Romantik. „Den roten Faden haben wir entwickelt, jetzt geht es an die Details“, berichtet Frenssen.

Neueröffnung noch unklar

Völlig unklar jedoch sei, wann die neu gestaltete Galerie öffnet. „Wir wollen keine falschen Hoffnungen wecken, zum Fertigstellungstermin kann ich noch nichts sagen“, erklärt der Museumschef. Kommunale Bauvorhaben wie etwa das Stadtarchiv zeigten, dass Pläne häufig von der Realität überholt werden. Zudem bereitet Schröder die Baupreisentwicklung große Sorgen. Die Fördersumme stehe fest, Mehrausgaben werde der Bund nicht finanzieren.

Die lange Bauphase werde Einschnitte bringen. Besucherzahlen wie im vorigen Jahr, als knapp 48 000 Menschen ins Haus kamen, seien 2019 kaum zu erreichen. „Aber wir wollen unseren Gästen natürlich trotzdem viel bieten und werden deshalb im Konventhaus die Publikumslieblinge zeigen“, blickt Kunsthistorikerin Frenssen voraus. Dazu gehören natürlich die Gemälde von Caspar David Friedrich, aber auch Vincent van Gogh, Max Pechstein sowie einige der schönsten Bilder aus der zu Ende gegangenen Dänensammlung. „Das letzte Wochenende haben noch einmal sehr viele genutzt, die fast 400 Werke zu sehen“, so Frenssen. Am Ende zählte die im März eröffnete Schau rund 19000 Besucher. Die Exposition mit den Publikumslieblingen soll spätestens zum ersten Dezemberwochenende öffnen, wenn auch der Kunsthandwerkermarkt stattfindet.

Veranstaltungen zu Loewe und Fontane

Neben der Möglichkeit, die landeskundlichen Ausstellungen zu besuchen, können sich die Museumsliebhaber im nächsten Jahr durchaus auf besondere Veranstaltungen freuen. „Wir nehmen sowohl Carl Loewe als auch Theodor Fontane in den Blick, planen zu den Jubiläen Exkursionen, Lesungen und anderes mehr“, verspricht Schröder. Hintergrund: Im November jährt sich der 150. Todestag des Komponisten Loewe, im Dezember der 200. Todestag des Schriftstellers Fontane. Darüber hinaus werde es kleine Sonderschauen geben, darunter zum jüdischen Leben an der Oder, ein Projekt des Deutschen Kulturforums östliches Europa.

Petra Hase

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