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Landkreis in Focus-Liste weit hinten

Greifswald Landkreis in Focus-Liste weit hinten

Bundesweiter Vergleich von Wachstum und Einkommen

Greifswald. Die gute Nachricht zuerst: Der Landkreis Vorpommern-Greifswald hat in einer aktuellen Rangliste des Nachrichtenmagazins Focus vier Plätze gutmachen können. Alle 401 deutschen Landkreise und kreisfreien Städte wurden anhand verschiedener Kriterien in Reihenfolge gebracht. Ein Team um den Kölner Regionalforscher Wolfgang Steinle bewertete in fünf Kategorien:

„Wachstum und Jobs“, „Firmengründungen“, „Produktivität und Standortkosten“, „Einkommen und Attraktivität“ und schließlich die Lebensqualität. Diese umfasste Indikatoren wie zum Beispiel Kriminalitätsraten, Lohngleichheit oder Nitratgehalt im Trinkwasser.

Die schlechte Nachricht: Der Landkreis steht im bundesweiten Vergleich noch immer fast am Ende. 2015 war es Platz 400, nun wird die Region zwischen dem Riems im Norden und Penkun im Süden an Stelle 396 geführt. MV-weit ist das der letzte Platz. Rostock liegt auf 387 (2015: 302), Nordwestmecklenburg auf 384 (325), Mecklenburgische Seenplatte auf 343 (392), Vorpommern-Rügen auf 341 (379), Landkreis Rostock auf 319 (270), Ludwigslust-Parchim auf 317 (318) und Schwein auf 312 (358).

Besonders bei „Einkommen und Attraktivität“ steht der Landkreis laut Focus nicht gut da. In die Kategorie zählen die Höhe der Arbeitsentgelte sowie der Haushaltseinkommen, erläutert das Magazin.

„Hinzu kommt der Indikator des Wanderungssaldos aus Zu- und Wegzügen.“ Das Haushaltseinkommen ist in Vorpommern-Greifswald landesweit am niedrigsten. 2015, aus diesem Jahr stammen die jüngsten Zahlen des Statistischen Landesamtes, lag es bei 16 719 Euro und damit deutlich niedriger als im Bundesdurchschnitt (21 583 Euro).

Die vergleichsweise beste Bewertung erhielt der Landkreis in der Kategorie „Wachstum und Jobs“. Gemessen wurden dort die Wirtschaftsleistung, also das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner, und die Arbeitslosenquote. Aktuelle Werte flossen ebenso mit ein wie die Entwicklung der vergangenen Jahre. Gerade in dieser Hinsicht dürfte Vorpommern-Greifswald gepunktet haben. Seit Jahren geht die Arbeitslosigkeit trotz saisonaler Schwankungen tendenziell zurück. Im Januar lag sie bei 11,2 Prozent, was 13 125 Personen entspricht. „Im Fünfjahresvergleich ist die Arbeitslosigkeit um 7168 Personen oder 35 Prozent gesunken“, erklärt Heiko Miraß, Chef der Greifswalder Arbeitsagentur.

Ganz oben im Ranking steht übrigens der Landkreis München. Zum Vergleich: Dort liegt das Durchschnittseinkommen bei rund 30000 Euro pro Jahr. kl

OZ

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