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Greifswald Leitkultur
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00:00 16.07.2016

Äbentau hüürt un läst man von dei „dütsche Leitkultur“. Bi dei Integration von Flüchtlingen heit dat, dat sei dei dütsche Leitkultur anerkennen mööten.

Sünd dei Politiker egentlich in dei Laach, dei Leitkultur tau verklooren? Bether ward bloots ümmer dat Wuurd „Leitkultur“ brukt, över Verkloorungen in'n Enzelten fählen. Dat Wuurd „Kultur“ hett taun Inhalt dei Gesamtheit von dei Läbensformen von een Volk in ehre soziale, historische, kulturelle, technische un wirtschaftliche Entwicklung.

Mien Gordenfründ Heiner meinte: „Dat is een wietläufiger Begriff, un dorvon leit't sik dei gägenwärtige dütsche Läbenswies af un dorut ergifft sik ok dei „dütsche Leitkultur, wenn ik di recht verstah. Dor sünd dei Flüchtlinge taunächst överföddert, denn sei stammen jo ut anner Kulturkreise.“ Ik antwurd'te: „Wecker in uns Land kümmt un hier läben will, sall uns 'Leitbild' anerkennen un sik bemäugen, sik möglichst fix in uns Läbensform intaufügen. Dei Kultur hängt ok dorvon af, woans dei Minschen liehren, miteenanner ümtaugahn. Dat gilt för dei Dütschen äbenso as för dei Flüchtlinge.

Dei Olt-Bundespräsident Heuß meint: „Mit Politik kann man keine Kultur machen, aber viellicht mit Kultur Politik.“ In dissen Utspruch ward düdlich, dat dei Kultur een Bindeglied sien kann, üm tausamen tau läben. Viellicht is dat folgende Bispill nich kennteikent (typisch) för dei Integration von Utlänner. Ik bring dat trotzdem.

In uns Huus läwt eene Familie mit eenen syrischen Dokter, dei na Dütschland kamen un hier studiert hett, mit siene dütsche Fru un twei gemeinsame Kinner, dei hier in uns Huus buurn sünd. Von Anfang an is dei Familie integriert worden, un dat gemeinsame Läben löppt gaud. In'n Loop von dei Tiet sünd ut dat Kriegsland Syrien dei Öllern un Geschwister mit Kinner na Dütschland kamen, hemm tietwies in dei Wahnung „mitläwt“ un sik an dei Huusordnung gewöhnt. Lütte Larmbelästigungen up Grund von dei ünnerscheidliche Daachsindeilung künnen dörch Gespräke afstellt warden. Jedenfalls wier dat eene erfolgrieke Integration.

Mien Gordenfründ Heiner säd: „Ik heff dei Lüüd jo sülfst erläwt un kann dat bloots bestätigen.“ Kloor, dat gifft nauch Bispille, wo dat Tausamenläben nich klappt, över dat brukt ok siene Tiet.

Dei Philosoph Heraklit (550 - 480 v.d.Tietr.) secht: „Das Widerstrebende fügt sich zusammen wie ein gespannter Bogen.“

OZ

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