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Lichtblicke in der Wolgaster Altstadt

Wolgast Lichtblicke in der Wolgaster Altstadt

Umbau der alten Post hat offiziell begonnen. Neuer Eigentümer will früheres Gardinenhaus sanieren.

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Umbau und Sanierung des früheren Gardinenhauses (Bildmitte) sollen voraussichtlich im nächsten Jahr beginnen.

Wolgast. Gestern erfolgte offiziell der Startschuss für den geplanten Umbau der historischen Post am Platz der Jugend in Wolgast. Die zum Lustwall gerichtete Fassade wurde mit einem Baugerüst versehen, der übrige Gebäudeteil soll folgen. Bis zur Hauptferiensaison des nächsten Jahres soll das Innere des schon seit sieben Jahren ungenutzten Komplexes samt Fernsprechamt-Anbau zu einem Hostel mit Fitness- und Wellnessbereich umfunktioniert werden. 1,3 Millionen Euro werden verbaut, wie Sebastian Jacobs von der federführenden Cubus Projekt GmbH informierte.

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Umbau und Sanierung des früheren Gardinenhauses (Bildmitte) sollen voraussichtlich im nächsten Jahr beginnen.

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Hinter der imposanten Fassade sollen künftig vorzugsweise junge, erholungssuchende Familien ihre Häupter betten und ein Angebot mit einfachem bis normalem Standard vorfinden. Das Raumkonzept sieht Zwei- bis Vier-Bett-Zimmer sowie eine große Ferienwohnung vor. Das Hostel soll über 60 bis 70 Betten verfügen. Attraktionen, wie zum Beispiel eine Bar im Tiefkeller des früheren Fernsprechamtes, sollen später auch Einheimische in das Hostel locken. Das Interesse am Gebäude ist groß; dies zeigte sich während der jüngsten „Langen Nacht der Denkmäler und Museen“, als hunderte Wolgaster und Gäste die Gelegenheit zu einem Erkundungsgang in der alten Post nutzten.

Im Stadtkern beginnt voraussichtlich im kommenden Jahr ein weiteres umfangreiches Umbau- und Sanierungsvorhaben. Vor einiger Zeit wechselte das ehemalige Gardinenhaus in der Langen Straße 14 den Besitzer. Horant Elgeti von der Grundvermögen Nordost Verwaltungsgesellschaft mbH mit Sitz in Berlin kündigt den Start der umfangreichen Bauarbeiten für 2014 an. „Wenn wir mit dem Amt für Denkmalpflege auf einen Nenner kommen, soll es Anfang/Mitte 2014 losgehen“, informiert Elgeti. „Geplant ist der Umbau des Gebäudeinneren zu neun Wohnungen, wobei wir auch die Dachgeschossbereiche einbeziehen wollen, die nie bewohnt waren, sondern nur als Lager dienten.“ Die Kosten belaufen sich auf etwa 750 000 Euro. Der Friseur könne während der Bauphase im Hause bleiben.

Wie Elgeti mitteilt, stammt er aus Rostock. „Wir sind emotional mit den Küstenstädten in Mecklenburg-Vorpommern verbunden und glauben, dass Wolgast eine Zukunft hat. Aber wir sind auch keine Samariter. Das Vorhaben muss sich natürlich auch für uns rechnen.“ Ursprünglich war Elgeti auch am Kauf des leerstehenden früheren Schuhhauses Jung in der Langen Straße 10 interessiert. Er wolle den Erwerb zu einem späteren Zeitpunkt nicht ausschließen, mache dies jedoch unter anderem davon abhängig, wie kooperativ die Behörden ihm beim Umbau des alten Gardinenhauses begegnen. Bis dahin verbleiben das einstige Schuhhaus und die Gebäude in der Steinstraße 1/1a im Eigentum der Stadt, weshalb für Vorhaben im Sanierungsgebiet wichtige Gelder gebunden sind.

Für einen weiteren Lichtblick in der Wolgaster Innenstadt sorgte jetzt Jörg Vater, Eigentümer des Geschäftshauses in der Steinstraße 2. Er eröffnete in dem seit einiger Zeit ungenutzten Ladenlokal einen Verkauf für diverse Kunstartikel und schuf so einen neuen Anlaufpunkt.

 

Tom Schröter

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