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Greifswald Lubmin: Kreuzung wird Kreisverkehr
Vorpommern Greifswald Lubmin: Kreuzung wird Kreisverkehr
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21:23 21.02.2018
Die Kreuzung am Ortseingang Lubmin auf der L 262 wird zum Kreisverkehr ausgebaut. FOTOS (2): CORNELIA MEERKATZ
Lubmin

Endlich: Das Seebad bekommt am Ortseingang einen Kreisverkehr. Das bestätigte gestern auf OZ-Nachfrage das Straßenbauamt Neustrelitz. Kraftfahrer werden aufatmen, Einwohner und Urlauber sich freuen und die Polizei dürfte dann von einem Unfallschwerpunkt weniger sprechen.

„„Ich freue mich sehr über die Entscheidung der Neustrelitzer Behörde, weil sie weitsichtig ist. Dass der Radweg mit angebunden werden soll, ist klasse.“Frank Tornow, stellv. Bürgermeister

Denn genau ein solcher ist der Knotenpunkt zwischen der Landesstraße 262, der Kreisstraße 23 und der Ortseinfahrt Lubmin. Mit konstanter Regelmäßigkeit kommt es dort seit Jahren zu Unfällen. „Im Grunde vergeht kein Monat, wo es nicht mindestens ein- oder zweimal an der Kreuzung kracht“, sagt Axel Falkenberg, Sprecher der Polizeiinspektion Anklam und selbst Lubminer. Ursache sei zumeist, dass Leute die Vorfahrt nicht beachteten, haben die Erhebungen der Polizei ergeben.

Schon seit vielen Jahren wird im Seebad darüber spekuliert, was angebrachter sei – eine Ampelanlage oder ein Kreisverkehr. Mittlerweile spricht sich nicht nur der Gros der Einwohner und der Gemeinderat für einen Kreisel aus. Auch das Amt Lubmin favorisiert eindeutig den Kreisverkehr.

Im Landes-Straßenbauamt Neustrelitz hat die Angelegenheit „eine hohe Priorität“, wie bereits 2016 vom Dezernenten Andreas Herold betont wurde. Ohne einen Zeitraum zu benennen, kündigte Herold damals eine verkehrstechnische Untersuchung besagter Kreuzung an, da es sich eindeutig um einen Unfallschwerpunkt handele. „Danach werden wir entscheiden, welche Variante der Knotenpunktumgestaltung hier anzuwenden ist“, erklärte er damals und fügte hinzu: „Für die bauliche Umsetzung werden dann die Vorbereitungsarbeiten stattfinden, wie Vermessung, Baugrunduntersuchung, Entwurfsplanung, Abstimmungen, Grunderwerb und Ausschreibung.“ Am 27. November vergangenen Jahres fand erneut eine Beratung vor Ort statt. Neben Vertretern des Straßenbauamtes waren auch Gemeindevertreter und das Amt Lubmin zugegen. Am Ende waren sich alle einig: Es muss zügig ein Kreisverkehr gebaut werden.

Verkehrsplaner Reik Langner vom Straßenbauamt Neustrelitz betont, dass ein Kreisel eindeutige Vorteile habe, gerade in Verkehrsspitzenzeiten. „Der Verkehr rollt flüssiger“, sagt er. Das Straßenbauamt habe die Vorplanung bereits in Auftrag gegeben, sie soll im Frühsommer komplett vorliegen. „Die Varianten stehen schon“, so Langer. Auch beim Grunderwerb sieht er keine Probleme. Angestrebt werde nach seinen Worten, dass 2019 mit dem Bau des Kreisels begonnen werde. Im Rahmen der Arbeiten soll dann auch der an der K 23 entlangführende Radweg aus Wusterhusen verlängert und an den Radweg entlang der L 262 angebunden werden.

Der stellvertretende Bürgermeister Frank Tornow (SPD) freut sich über die Entscheidung in Neustrelitz, zumal zugesagt wurde, mit dem Ausbau auch gleich den jetzigen Bahnübergang vernünftig zu gestalten. „Dazu müssen aber noch Gespräche mit der Bahn geführt werden“, macht Reik Langer deutlich. Tornow hat nur eine Bitte: „Die Bürger müssen rechtzeitig über die Bauarbeiten und den Ablauf informiert werden.“

Auch der Vorsitzende des Lubminer Tourismus- und Gewerbevereins, Marco Hanke, hat sich immer wieder für den Kreisverkehr ausgesprochen. „Unsere Vereinsmitglieder sind eindeutig für einen Kreisverkehr“, hat er mehrfach erklärt.

Cornelia Meerkatz

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