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Greifswald Lust auf Arbeit, aber wenig Ideen? Jobmesse hilft
Vorpommern Greifswald Lust auf Arbeit, aber wenig Ideen? Jobmesse hilft
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00:00 31.08.2018
Etwa 1500 Besucher zählte die Messe „Karriere kompakt“ im vergangenen Jahr in der Stadthalle Greifswald. Quelle: Foto: Arbeitsagentur
Greifswald

Kaum Bewegung auf dem Arbeitsmarkt: Die Erwerbslosenquote liegt im Landkreis Vorpommern-Greifswald mit 8,8 Prozent auf dem diesjährigen Tiefststand. „Zwar gibt es im Vergleich zum Vormonat 67 Arbeitslose mehr“, sagt Heiko Miraß, Chef der Arbeitsagentur Greifswald. Doch das sei Ende August völlig normal. „Viele junge Leute zwischen 15 und 25 Jahren melden sich nach der Schule oder ihrer Ausbildung vorübergehend arbeitslos.“ Aktuell seien 370 unversorgte Jugendliche registriert. Dem gegenüber stünden 534 freie Ausbildungsplätze in Betrieben verschiedenster Branchen. Damit nicht genug: Gegenwärtig gebe es im Agenturbereich 2186 offene Arbeitsstellen. Unternehmen bieten fast ausschließlich sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsmöglichkeiten – meist zur sofortigen Besetzung. In 79 Prozent handele es sich gar um unbefristete Stellen. Mit anderen Worten: Der Arbeitsmarkt brummt.

„Karriere Kompakt“ bietet über 40 Ausstellern der Region eine Plattform/ Arbeitslosenquote verbleibt im Kreis mit 8,8 Prozent auf Tiefststand

Rund 1500 Besucher im vergangenen Jahr

Die einen suchen einen Ausbildungsplatz oder einen neuen Job. Andere liebäugeln mit einem dualen Studium, haben aber keine Vorstellung, worin ihre eigentlichen Stärken bestehen. Und die nächsten wissen nur eins: Ohne weitere Qualifizierung gibt es auch in Zukunft nicht mehr Kohle im Portemonnaie. All jenen könnte die Greifswalder Messe „Karriere kompakt“ für Einstieg, Aufstieg und Umstieg helfen. Das dritte Jahr in Folge wird sie von der Arbeitsagentur und der Hansestadt in Zusammenarbeit mit vielen Partnern in der Stadthalle Greifswald veranstaltet. Der Termin: 14. September. „Bereits beim Auftakt 2016 zählten wir über 1000 Besucher“, erinnert Heiko Miraß. Im vergangenen Jahr kamen gar 1500 Interessenten – Schüler, Studierende, Arbeitssuchende oder Leute, die sich nach neuen Herausforderungen umschauen wollten. Denn eines ist klar: Kaum jemand kann heutzutage noch die Fülle an Möglichkeiten überblicken. „Mit 18 000 Studiengängen und 330 Ausbildungsberufen in Deutschland ist die Auswahl schier grenzenlos“, sagt Pressereferentin Kristina Birkholz. Auf der anderen Seite suchen Unternehmen in der Region händeringend nach Fachkräften und Nachwuchs. „Insofern setzen wir mit unserer Messe auch noch andere Schwerpunkte als die Jobbex, die sich vornehmlich um die Erstausbildung Jugendlicher dreht“, verdeutlicht Agenturchef Heiko Miraß.

Unternehmen, Vorträge und Bewerbungshilfen

Über 40 Aussteller präsentieren ihre Angebote bei „Karriere kompakt“. Die Hansestadt Greifswald etwa informiert über die Ausbildungen zum Verwaltungsfachangestellten, zum Brandmeisteranwärter und über duale Studiengänge. Der Diakonie-Pflegedienst Vorpommern ist auf der Suche nach Fach- und Hilfskräften, die großen Wohnungsunternehmen wollen Immobilienkaufleute ausbilden, die Sparkasse Vorpommern Bankkaufleute. Auch Unternehmen wie Hanse Yachts, Liebherr oder EWN, Usedomer Hotels und die Greifswalder Stadtwerke sind im Kaisersaal der Stadthalle mit dabei.

Doch „Karriere kompakt“ bietet weit mehr: Im benachbarten Rubenowsaal weiht Sina Meitzner vom Institut für Talenteentwicklung GmbH in das Geheimnis der Körpersprache ein und verdeutlicht ihre Bedeutung im Bewerbungsverfahren. Außerdem wird erklärt, wie man sich gut im Assessment-´ Center schlägt – also ein Personalauswahlverfahren meistert. In weiteren Vorträgen geht es um das Freiwillige Soziale Jahr, den Bundesfreiwilligendienst und die Offerten des Welcome Center der Region Greifswald. Diese Informationsstelle zur Unterstützung und Gewinnung von Fachkräften hat auch einen eigenen Messestand.

Heiko Miraß baut darauf, dass viele den Tag nutzen und mit neuen Ideen nach Hause gehen. Denn: „Der Fachkräftemangel in Unternehmen ist das beherrschende Thema“, sagt er und fügt hinzu: „Während 1800 Jugendliche jedes Jahr die Schule verlassen, gehen 4300 in Rente.“ Die Arbeitsagentur versucht mit Beratung und Unterstützung zu helfen, auch Weiterbildung werde auf hohem Niveau gefördert. Zurzeit befänden sich 411 Personen in Umschulung oder Fortbildung. Möglich sei vieles, bewegen müsse sich jeder selbst.

Petra Hase

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