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Greifswald Märzke: „Wir stellen nichts infrage“
Vorpommern Greifswald Märzke: „Wir stellen nichts infrage“
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00:00 04.04.2014
Mit Argusaugen beobachtete Trainer Eckart Märzke (hinten links) sein Team im Duell mit der VSG Altglienicke. In dieser Szene versuchen sich Alexander Ost (links) und Coulton Jackson (Mitte) im Vorwärtsgang. Quelle: Werner Franke

GreifswaldFußball. Amateuroberliga. Nach zwei Niederlagen in Folge (die OZ berichtete) sprechen viele Fußballinteressierte von einer handfesten Krise des FC Pommern Greifswald. Pommerns Cheftrainer Eckart Märzke nimmt dazu im Gespräch mit der OSTSEE-ZEITUNG Stellung. Außerdem blickt der 61-jährige A-Lizenzinhaber auf das morgige Punktspiel beim FC Schönberg 95. Der Anstoß erfolgt um 14 Uhr.

OSTSEE-ZEITUNG: Herr Märzke, ihr Team präsentiert sich zurzeit alles andere als überzeugend und hat gegen Altglienicke die zweite Niederlage in Folge kassiert. Steckt Ihre Mannschaft in einer Krise?

Eckart Märzke: Es ist nie schön, zu verlieren, aber wer von einer Krisensituation spricht, der verkennt die Realität. Klar, wir haben alles andere als überzeugt, aber wir behaupten uns nach wie vor im Spitzenfeld der Oberliga. Keinesfalls werden wir jetzt alles infrage stellen und nervös werden. Viele Mannschaften wären gerne in unserer Situation und würden sofort mit uns tauschen — so was nennt man dann Krise!

OZ: Mit zwei Siegen und drei Niederlagen ist der Rückrundenstart alles andere als gut verlaufen. Wo sehen Sie die Gründe für die vergangenen Niederlagen?

Märzke: Die Situation in der Liga ist nicht einfach. Es gibt Mannschaften im Tabellenkeller, die ums nackte Überleben kämpfen und einen BFC Dynamo, der nicht mehr von der Spitzenposition verdrängt werden kann sowie neun oder zehn Vereine, die sich Hoffnungen auf den Vizetitel machen. Deshalb muss jeder unserer Spieler in jeder Partie Vollgas geben, nur dann können wir punkten.

Fallobst unter den 16 Oberligateams gibt es ohnehin nicht. Meine Mannschaft muss sich spielerisch steigern und mehr Torgefahr ausstrahlen, daran hapert es zur Zeit am meisten. Aber ich betone noch einmal, wir haben zehn Saisonsiege eingefahren und gegen Altglienicke unser zweites Saisonheimspiel verloren. Es wäre falsch, jetzt alles negativ zu sehen.

OZ: Denken Sie, dass Ihre Spieler in der aktuellen Situation ein Motivationsproblem haben?

Märzke: Meine Kicker sind selbstkritisch genug und wissen, dass sie nicht gut gespielt haben. Niemand verliert doch Spiele mit Absicht. Aktuell kann meine Elf die gezeigten Trainingsleistungen nicht in den Punktspielen umsetzen. Das Trainerteam hat jetzt die Aufgabe, nach Gründen dafür zu suchen, um wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden.

OZ: Stichwort Erfolgsspur. Warum punktet der FC Pommern Greifswald im anstehenden Landesderby in Schönberg?

Märzke: Weil unsere Jungs brennen und erfolgshungrig sind. Außerdem geht jeder, der ein Trikot des FC Pommern trägt, mit Siegeswillen auf den Platz. Leicht wird es in Schönberg nicht. Als Tabellenvorletzter benötigt unser kommender Gegner jeden Zähler, um die Klasse zu halten. Schönberg wird alles geben. Mein Team wird versuchen, voll dagegenzuhalten und als Sieger den Platz zu verlassen.

OZ: Zehn Spieltage gilt es noch zu bestreiten, Sie sprachen nach der 1:3-Niederlage gegen Altglienicke von einem Stillstand in ihrem Team. Plant Eckart Märzke schon die neue Saison und was wird sich gegebenenfalls ändern?

Märzke: Jede Fußballmannschaft macht in ihrer Entwicklung bestimmte Prozesse durch. Nur bergauf kann es deshalb nie gehen. Die Vorbereitungen auf die neue Saison haben bei uns längst begonnen. Darum werden auch alle Spieler des Kaders ihre Einsatzchancen unter Wettkampfbedingungen bekommen. Jeder unserer Akteure wird die Gelegenheit bekommen, nachzuweisen, dass er oberligatauglich ist und die Qualität besitzt, auch in Zukunft bei einem Oberligaspitzenverein zu spielen.

OZ: Demnach kann es sein, dass sich einige Pommern-Spieler einen neuen Verein suchen müssen?

Märzke: Natürlich ist dies möglich. Wir werden ganz genau analysieren, inwieweit unsere derzeitigen Spieler noch Entwicklungspotenzial haben. Es kann sein, dass bei einigen das Ende der Fahnenstange erreicht ist und sie in ihrer fußballerischen Entwicklung stagnieren. Aber so was ist im Fußballgeschäft nichts ungewöhnliches.

OZ: Wird es in Schönberg personelle Veränderungen in der Startelf des FC Pommern Greifswald geben?

Märzke: Wir werden gezwungenermaßen umbauen müssen. Unser Kapitän Manuel Kraft sitzt eine Gelbsperre ab, dafür kehrt Marco Kröger zurück. Von daher wird unsere Viererkette in Schönberg erneut umgebaut.

Wer von einer Krisensituation spricht, der verkennt die Realität.“Eckart Märzke (61), Cheftrainer FC Pommern Greifswald



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