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Greifswald „Man wundert sich, was die Leute in die Natur werfen“
Vorpommern Greifswald „Man wundert sich, was die Leute in die Natur werfen“
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00:00 18.04.2016
Die SPD-Mitglieder fanden bei ihrer Sammelaktion ausgediente Teile eineer Spülmaschine, viele leere Flaschen und Hundekotbeutel. Quelle: ab

Ruhig und idyllisch liegen Wiese und Spielplatz an der Pappelallee in Höhe Alexander-Puschkin-Ring. Bäume und Sträucher ergrünen langsam. Doch mit der Idylle war es vorbei, als SPD-Mitglieder am Sonnabendvormittag präsentierten, was sie beim Frühjahrsputz so alles fanden: Zwei Einsatzkörbe einer Spülmaschine, eine Autofelge, ein halbvoller Mülleimer, zahlreiche Fahrradteile sowie unzählige Glasflaschen und Hundekotbeutel lagen dort in den Büschen nahe den Wohnblöcken des Ostseeviertels. „Man wundert sich, was die Leute so alles in die Natur werfen“, sagte Monique Wölk, Vorsitzende der SPD.

Auf Wiese und Spielplatz fanden die zehn Sammler zudem unzählige Zigarettenstummel, Glasflaschen, Scherben sowie Plastiktüten. Ganze elf Säcke Müll kamen in drei Stunden zusammen. „Gerade Kinder können sich leicht an den Scherben verletzen“, wies Christian Pegel, jetziger Verkehrsminister und Spitzenkandidat der Sozialdemokraten für den Landtag, auf die Gefahr hin. Vor allem an den Bänken liege viel kleiner Müll herum, meinte Wölk. „In Greifswald gibt es zu wenig und zu kleine Mülleimer an Plätzen, an denen sich Leute gerne aufhalten. Außerdem fehlen Müllbehälter mit Deckel und einer Vorrichtung für Zigarettenstummel“, erklärte sie. „Da muss die Stadt auf jeden Fall handeln“, fordert auch Pegel.

Mit der Aktion wolle die SPD die Aufmerksamkeit auf das Thema Müll in der Hansestadt lenken. „Uns im Vorstand ist die stellenweise Verschmutzung der Natur aufgefallen. Wir wollten etwas dagegen tun“, erklärte Pegel. Seit zehn Jahren schon veranstalten SPD-Mitglieder solche Subbotnik-Aktionen. „Es wird zwar heute im Vergleich zu früher weniger großer Müll weggeworfen, aber immer noch zu viele Flaschen, Zigarettenstummel und Plastik“, meinte SPD-Mann Thomas Lange.

Neben der Stadt, die genügend Mülleimer zur Verfügung stellen müsse, sollten auch Bürger mehr zur Verantwortung gezogen werden. „Denkbar wären in Zukunft Müllsammelaktionen mit den Ortsteilvertretungen, zu denen dann auch die Anwohner mit aufgerufen werden“, schlägt deshalb Erik von Malottki vor.

Von Annemarie Bierstedt

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