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Greifswald Mann, sind die fit!
Vorpommern Greifswald Mann, sind die fit!
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06:28 30.05.2016
Maggie Timm hat eine „Kopfverletzung“. Lea Küppers, Gina Balda und Sophia Wiedemann (v.l.) versorgen sie fachgerecht.

Fahrradunfall, Sturz in eine Glasscherbe und gebrochener Arm beim Fußballspielen: Die Mitglieder des Jugendrotkreuzes haben zu tun, um all die „Verletzten“

Jugendrotkreuzler aus Greifswald, Zinnowitz, Anklam, Kemnitz und Dersekow bewiesen ihr Können

fachgerecht zu versorgen und zu trösten. Am Sonnabend konnten sie beim Kreiswettbewerb ihr Können und ihr Wissen unter Beweis stellen. Neun Mannschaften der Wasserwacht aus Greifswald und aus Anklam, aus der Fischerschule, der Arndtschule, der Freien Schule Zinnowitz und den Grundschulen Kemnitz und Dersekow waren zum Wettstreit angetreten.

Claudia Brandt, Kreisleiterin des Jugendrotkreuzes, ist beeindruckt, was die Elf- bis 13-Jährigen schon können. Und sie freut sich, dass durch die Zusammenarbeit des Deutschen Roten Kreuzes mit den Schulen des Landkreises wieder neue Schüler den Weg zur Jugendorganisation des DRK gefunden haben. „Dadurch konnten wir neue Arbeitsgemeinschaften bilden“, erklärt sie.

Filiz Foth und Sarah Unger sowie Leon Werner aus der Greifswalder Fischerschule sind seit einem Jahr dabei: Sarah spielt die in eine Glasscherbe Gefallene und schaut bedröppelt drein. Filiz spricht beruhigend auf sie ein und legt dann einen Verband an. „Ich will mal Altenpflegerin werden, da muss ich das auch können“, sagt die Elfjährige. Karen Wiedemann als Schiedsrichterin arbeitet im normalen Leben in der Wolgaster DRK-Kita „Anne Frank“. Sie ist begeistert. Sie hat eine Ausbildung zur realistischen Unfalldarstellung gemacht und kann beurteilen, ob die schauspielerischen Talente der zwölfjährigen Sarah ausreichen. „Sie macht das perfekt“, meint Wiedemann.

Nur wenige Meter weiter hat sich Maggie Timm (8) als Verletzte nach einem Radunfall schminken lassen. Gina Balda spricht die „Verletzte“ an, dann wird sie von Lea Küppers und Sophia Wiedemann versorgt. Sie legen einen Kopfverband an und schieben ihr vorsichtig eine Decke unter den Kopf. Die Zweit-, Fünft- und Sechstklässler der Freien Schule Zinnowitz sind völlig vertieft in ihre Aufgaben. Die Arbeit im Jugendrotkreuz macht solchen Spaß, dass es für den 13-jährigen Eric Pascal nur einen Berufswunsch gibt: Rettungssanitäter. Auch die Mitglieder der Anklamer Wasserwacht sind fit. Obwohl sie noch nicht so lange zusammen trainieren, können sie die Baderegeln aus dem Effeff. Die elf- und zwölfjährigen Mädchen schwimmen seit dem vierten Lebensjahr.

„Wir nutzen solche Wettkämpfe, um Wissen abzufragen und Fertigkeiten zu vervollkommnen“, schildert Claudia Brandt. Und weil sich alle 50 teilnehmenden Kinder angestrengt haben, werden am Ende alle zu Siegern erklärt. Dafür gibt es eine Urkunde, Grillbratwurst – und jede Menge glückliche Gesichter.

Cornelia Meerkatz

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