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Medizin spielte lange eine untergeordnete Rolle

Greifswald Medizin spielte lange eine untergeordnete Rolle

Neue Reihe zur Geschichte der Inneren Medizin an der Universität Greifswald

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Die heutige Gerichtsmedizin in der Kuhstraße war früher Lazarett, in dem auch medizinischer Unterricht erteilt wurde.

Quelle: P.Binder

Greifswald. Von 1456 bis 1859 führen die Medizinprofessoren Günter und Ralf Ewert ihre Leser im ersten Heft der neuen Reihe Innere Medizin an der Greifswalder Universität. Es sind die Jahre von der Gründung der Hohen Schule bis zur Eröffnung des Universitätskrankenhauses.

In dem Heft, das sich an ein breites Publikum richtet, streifen die Autoren die allgemeine Geschichte der Universität. „An der Greifswalder Universität spielte die Medizin bis weit in das 19.

Jahrhundert keine große Rolle“, schreiben die Ewerts. Sie wollten trotzdem an die Ärzte erinnern, die „zu ihrer Zeit bei oft widrigen Umständen ihre Pflicht erfüllten und dazu beitrugen, die Universität weiter zu entwickeln.“ Zu diesen Männern gehört der allererste Medizinprofessor Vitalis Fleck, der aus Leipzig an die Küste kam und am Tag der Gründung der Universität, am 17. Oktober 1456, zum Doktor der Medizin promoviert worden sei.

Der 1561 nach Greifswald berufene Christian Kahle hat demnach die Bezeichnung „Influenza“ geprägt, schreiben die Autoren. Er diagnostiziert die Todesursache seine Vorgängers Franz Joël, der als der bedeutendste Greifswalder Mediziner des 16. Jahrhunderts gilt und auch die Ratsapotheke gründete. Lues Catarrhosa, ab influentia coli — unter dem Einfluss des Himmels, das sei der Ursprung der Bezeichnung Influenza. Auf solche Art wird nebenbei Bildung verbreitet. So vertrat Christian Ehrenfried Weigel Chemie und Pharmazie, war Direktor des Botanischen Gartens und des Anatomischen Museums.

In allen Fächern erwarb er Verdienste.Weigel entwickelte den Gegenstromkühler (Liebigkühler), als Botaniker wurde er durch die Benennung der Gattung Weigelia geehrt. 1775 wurde er ordentlicher Professor. Weigel trug den Titel eines Archiaters, das heißt Leibarzt (archiatros, erster Arzt am Hofe). Günter und Ralf Ewert: Hochschulmedizin von der Universitätsgründung bis zum Universitätskrankenhaus. ISBN 978-3-86386-455-2

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