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Greifswald Meeresmuseum erforscht Kegelrobben
Vorpommern Greifswald Meeresmuseum erforscht Kegelrobben
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00:00 02.12.2017
Stralsund

Das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund hat ein neues Forschungsprojekt „Kegelrobben der deutschen Ostsee“ gestartet. Bis 2020 sollen dabei Lebensweise und -räume dieser Meeressäuger in der südlichen Ostsee untersucht und passende Schutzmaßnahmen abgeleitet werden. Darüber informierte das Meeresmuseum am gestrigen Tage.

Als zentrale Forschungsmethode soll die Foto-Identifikation genutzt werden. Einzelne Robben können aufgrund ihrer individuellen Fellzeichnung identifiziert und wiedererkannt werden. Auf diese Weise könnten Standorttreue, Liegeplatzwahl und Wanderbewegungen untersucht werden, hieß es in diesem Zusammenhang. Jeder könne einen kleinen Teil zur Forschung beitragen, indem er Fotos lebender oder verstorbener Kegelrobben ans Meeresmuseum schickt.

Die Kegelrobbe ist das größte in Deutschland freilebend vorkommende Raubtier. Sie kann bis zu 300 Kilogramm schwer und 2,50 Meter groß werden. Nach über 80 Jahren, in denen sie hier als ausgerottet galt, kehre sie an die Ostseeküste zurück, hieß es. Gründe für ihr Verschwinden seien Jagd, Lebensraumverlust und die massive Verschmutzung des Meeres mit Umweltgiften gewesen. Um 1900 lebten noch mehr als 100000 Kegelrobben im Nordosten des Binnenmeeres. Seit 2004 wird diese Robbe wieder regelmäßig gesichtet. Die Zahlen gesichteter Tiere steigen von Jahr zu Jahr. Heute leben 30 bis 200 Tiere an den deutschen Ostsee-Küsten, wobei die Bestände saisonal schwanken. In der gesamten Ostsee gibt es etwa 30000 Tiere.

Jeder kann einen kleinen Teil zur Forschung am Meeresmuseum beitragen. Eingesendete Fotos lebender oder verstorbener Kegelrobben helfen der Erweiterung des Foto-ID Kataloges. Totfunde von Robben, aber auch von Schweinswalen sollten unter ☎ 03831/26503333 sowie Sichtungen unter www.schweinswalsichtung.de gemeldet werden.

OZ

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